Neue Technologien
Öl
Geheime Studie der Weltbank zur Nahrungsmittelkrise: Biodiesel stärkster Preistreiber
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/biosprit46.html
Neue Energien
Afrikas Sonne soll Stromversorgung revolutionieren
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/solarstrom100.html
Energiekrise: Solarenergie aus Afrika als Lösung des Energieproblems?
Mit dem hochaktuellen Thema der globalen Energiekrise beschäftigt sich am 9. und 10. Juni 2008 der 1. Gießener Workshop zur Solarenergie-Partnerschaft mit Afrika (SEPA08). Zu der Tagung kommen Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachgebieten zusammen, um über Solarenergie-Erzeugung in der Sahara zu diskutieren. An der Justus-Liebig-Universität hatte sich bereits im Sommersemester 2007 eine interdisziplinäre Forschergruppe zusammengefunden. Ziel ist es, die Chancen und Probleme einer Energie-Partnerschaft Europas mit Afrika auszuloten.
http://www.journalmed.de/newsview.php?id=21525
Der Mensch wird zum Kraftwerk: Wenn der Strom aus dem Knie kommt
Eine kanadische Universität hat eine alternative Energiequelle für Kleingeräte aller Art ausgemacht: das menschliche Knie. Ein angeschnallter Dynamo soll als Stromgenerator beim Gehen die Akkus von Handys, MP3-Spielern oder Prothesen wieder aufladen
http://www.tagesschau.de/ausland/kniedynamo2.html
Wenn ein Stromausfall zur Bedrohung wird: Deutschland verfügt über eines der weltweit fortschrittlichsten Gesundheitssysteme. Und doch, warnen Experten, könnte die Versorgung auch hierzulande unvermittelt auf den Stand eines Entwicklungslandes zurückfallen.
http://www.aerztezeitung.de/suchen/default.aspx?query=stromausfall&sid=542262
Trennung nach Maß: Organische Solarzellen
http://idw-online.de/pages/de/news328360
FH-Professorin zeigt, ob und wo sich eine Solaranlage lohnt: Als vierte Stadt deutschlandweit - nach Osnabrück, Braunschweig und Gelsenkirchen - und als erste hessische Stadt informiert Wiesbaden seine Bürger seit Juli 2009 im Internet über das Energiepotenzial ihrer Hausdächer http://www.wiesbaden.de/solarkataster
http://idw-online.de/pages/de/news329922
Feierliche Übergabe des Solarthermischen Demonstrationswerkes in Jülich
http://idw-online.de/pages/de/news330106
Wie schützen sich Pflanzen vor Sonnenbrand? Forscher klären Energiemechanismen im Blatt auf
http://idw-online.de/pages/de/news329952
Autos
Honda Insight Hybrid
http://www.honda.de/content/news/17506_50284.html
Nichts als Luft im Tank: Auto fährt mit Kompressionsmotor
Öl wird zu Rekordpreisen gehandelt und ein Liter Benzin könnte in Zukunft rund zwei Euro kosten. Und Ökologie ist außerdem ziemlich in. Da wäre es gut, ein Auto zu besitzen, das nur Luft im Tank braucht! Genau so ein Vehikel will eine französische Firma ab nächstem Jahr auf den Markt bringen. Der "OneCAT" soll nur 3500 Euro kosten und so gut wie keine Luftverschmutzung verursachen.
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/luftauto2.html
Automesse in Neu Delhi: Das billigste Auto der Welt kommt aus Indien
Seit Jahren wartet die Automobilbranche mit Spannung darauf, dass der erfolgreiche indische Autobauer Tata sein Versprechen wahr macht. Jetzt ist es soweit: Das billigste Auto der Welt ist da. Die Erwartungen sind riesig.
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/billigauto2.html
Strom aus dem Auspuff: Forscher arbeiten an einem thermoelektrischen Generator, der die Wärme von Autoabgasen in Strom verwandelt. Das Modul nutzt die Energie für die Bordelektronik. Das senkt den Kraftstoffverbrauch und hilft, den CO2-Ausstoß von Fahrzeugen zu verringern.
http://www.ipm.fraunhofer.de/fhg/ipm/presse/meldungen/stromausdemAuspuff.jsp
Kurze Geschichte der Elektroautos in Deutschland...
Seit 1987: Das dänische City-El
http://www.cityel.de/
1995: Der Hotzenblitz
http://www.elektromobil-dresden.de/html/hotzenblitz.html
Klima
Höchste Treibhausgas-Konzentration seit 800.000 Jahren: Das "Oeschger Zentrum für Klimaforschung" der Universität Bern hat die Treibhausgas-Konzentration im bisher ältesten Eis aus der Antarktis gemessen. Die heutige CO2-Konzentration in der Atmosphäre ist über 28 Prozent höher als je zuvor in den letzten 800.000 Jahren. Das Journal "Nature" widmet diesen Ergebnissen die Titelseite und einen Kommentar.
http://www.journalmed.de:80/newsview.php?id=21303
Datenschutz
Neues Problem für die Telekom: Daten von 17 Millionen T-Mobile-Kunden geklaut
http://www.tagesschau.de/inland/telekom186.html
Behörden verschicken vier Millionen Geheimnummern -
Nun hat auch Norwegen einen Datenskandal: Die Steuerbehörde verschickte versehentlich CDs mit den Personennummern von vier Millionen Bürgern an Redaktionen. Da die Nummer praktisch alles über die Betroffenen verrät, von laufenden Krediten bis hin zur Krankenakte, ist die Verlegenheit groß.
http://www.tagesschau.de/ausland/norwegen100.html
Chaos durch neue Steuernummern in Stade - Deutscher Arzt wird als Brite geführt
http://www.aerztezeitung.de/suchen/default.aspx?query=steuernummern&sid=507136
Erneute Panne in Großbritannien: Daten tausender Militärangehöriger gestohlen
http://www.tagesschau.de/ausland/datenpannen102.html
Abermals Daten-Verlust in Großbritannien: USB-Stick mit Namen aller Häftlinge ist weg
http://www.tagesschau.de/ausland/datenverlust100.html
Dieb beim Pornoschauen überführt: Ein Laptopdieb ist gefangen worden, nachdem ihn der Besitzer des Rechners per Fernsteuerung beobachtet hatte - vor allem beim Surfen auf Sexseiten.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/587/312501/text/
Computer
PC Welt
http://www.pcwelt.de/start/sicherheit/virenticker/news/142675/
Chaos Computer Club e. V.
http://www.ccc.de/
... und hier gibt es Neues zu Elektrofahrrädern, Akkus und anderen Elektrofahrzeugen:
Ein Jahr Telefonieren ohne Aufzuladen: Ultrahochfrequenz-Messtechnik macht Handys effizienter
http://idw-online.de/pages/de/news308419
Wettlauf zu neuen Lithium-Ionen-Akkus gestartet
http://idw-online.de:80/pages/de/news307610
Schavan: Elektroautos der Zukunft sollen aus Deutschland kommen
http://www.journalmed.de:80/newsview.php?id=25226
BASF Podcast: Lithium-Ionen-Batterien - Energiespeicher der Zukunft
http://idw-online.de/pages/de/news307035
Wattgehtab.com - Infos über Elektrofahrzeuge
http://www.wattgehtab.com/
Aktiv Radfahren - Stichwort "Elektrofahrrad" eingeben
http://www.radfahren.de/no-cache/suche.html
ExtraEnergy.org
http://www.extraenergy.org
Cannondale
http://de.cannondale.com/bikes/. Cannondale soll ein E-Rad entwickeln, dass in 1/2 Stunde wiederaufgeladen ist.
Leider blockiert die deutsche Bundesregierung die Zulassung von Elektrofahrrädern mit mehr als 25 km/h, obgleich sie schon heute auf dem Markt sind und eine preisgünstige und umweltschonende Alternative zu benzingetriebenden Zweirädern und Autos im Innenstadtverkehr und Nahbereich bis etwa 10 km darstellen. Außerdem tut man etwas für die eigene Gesundheit... Die Abwarckprämie von 2009 wurde offenbar auch nur beim Neukauf eines Benziners und nicht eines Elektrautos gezahlt. Statt dessen werden Prämien von 5.000 Euro beim Erwerb eines Elektroautos angekündigt und auf der IAA zig Ankündigungselektroautos vorgestellt. Deutschland verschläft mal wieder eine Entwicklung.
In eigener Sache: Seit 1994 fahre ich den Weg zur Arbeit elektrisch und bin gespannt was sich in Deutschland bei den E-Bikes jetzt tut! Hier meine persönliche Erfahrung mit Elektrofahrrädern ...

Diamant-Rad 1994
|
|
Diamant Elektrofahrrad City-Blitz von 1994.
Mit Treuhand-Geldern Anfang der 90er Jahre entwickelt.
Nach der Electra der Firma Hercules das zweite Elektrofahrrad, das in Deutschland auf den Markt kam.
Es hat einen zuschaltbaren Antrieb und war als Leichtmofa bis 20 km/h zugelassen.
Antrieb: Eine Reibrolle am Vorderrad, was besonders bei Regen zum Problem wurde. Der Reifen flutschte einfach durch.
Der Akku saß zwischen den beiden Stangen zwischen Lenker und Sattel. Er hatte einen ausgeprägten Memory-Effekt, sodass nach einem knappen Jahr der Kauf eines neuen Akkus notwendig wurde.
Der Rahmen und die übrige Technik des Rads waren sehr gut.
Die Firma Diamant stellte die Produktion nach kurzer Zeit ein.
Einen City-Blitz zu reaktivieren lohnt sich nicht. Besser ist, sich ein neues E-Rad zu kaufen
http://www.mysnip.de/forum-archiv/thema/27218/254270/Diamant-City-Blitz+reaktivieren.html.
|

Die Electra von 1996
|
|
Als Alternative kam nur die Electra der Nürnberger Firma Hercules/Sachs in Frage. Die Reichweite mit aufgeladenem Akku beträgt etwa 20 km.
Außerdem gab es Mitte der 90er Jahre in Deutschland nur einen etwa schwerfälligen Elektroroller und ein spritziges Dreirad-Elektroauto aus Dänemark, das City-El, auf dem Markt. Auch diese beiden habe ich ausprobiert. Das Problem waren die Reichweite und die Aufladbarkeit. Diese Fahrzeuge waren praktisch nur im Stadtgebiet oder nahem Umland nutzbar, und auch nur von Garagenbesitzern, denn die Akkus waren nicht herausnehmbar. Eine echte Alternative zu Benzinern waren sie noch nicht.
Im Vergleich zu Mofas sind Elektrofahrräder bis heute in der Anschaffung vergleichbar und im Verbrauch wesentlich günstiger als ein Benziner. Einmal Aufladen kostet etwa 5 bis 8 Cent. Die Electra hat zudem den "blauen Umweltengel".
|

Antrieb über Motorkette
|
|
Die Electra war lange Zeit das einzige wirklich reinrassige Elektrofahrrad in Deutschland auf dem Markt http://www.udo-leuschner.de/rezensionen/rh9811neupert.htm.
Es gab sie leider nur in mittlerer Rahmengröße.
Der Antrieb ist ein Scheibenwischermotor über eine Motorkette am Hinterrad. Fahrten bei Nässe sind kein Problem. Der Akku sitzt unterhalb des Gepäckträgers.
|

Electra Ladegerät
|
|
Auch die Ladetechnik ist ausgereift. Durch eine neue Ladeweise war ab 1996 der Memory-Effekt wesentlich abgemildert. Die Ladezeit beträgt etwa 2 1/2 Stunden. Mein erstes Ladegerät ging erst nach 12 Jahren fast täglichem Dauergebrauch kaputt.
|

Zündschloss
|
|
Die gesamte Technik ist ausgereift und praktisch unverwüstlich. Meine erste Electra fuhr 3-4 Jahre lang ohne einen einzigen technischen Defekt oder sogar Platten. Ich benutzte sie bei der täglichen Fahrt zur Arbeit im Umkreis von 6,5 km und im Stadtverkehr. Bis heute ist sie im Innenstadtgebiet von Darmstadt das schnellste Verkehrsmittel vor dem Auto. Mehrfach getestet! Abgesehen natürlich von den schnellen Rennradlern, die Post austragen. Die Electra ist ebenfalls als Leichtmofa bis 20 km/h zugelassen.
|

Fahrradgeschwister
|
|
Nach 8 Jahren Dauergebrauch begann die Electra zu kränkeln. Zum Beispiel begann sie nach Einbau eines neuen Ersatzteils, sich während der Fahrt plötzlich unvorhersehbar abzuschalten. Für ein Elektrofahrzeug schon ziemlich blöd. Das Problem konnte auch nicht in Kontakt mit der Firmenwerkstatt von Sachs gelöst werden. Es half nur die Ersteigerung eines originalidentischen Zweitrads bei Ebay und das systematische Auswechseln aller in Frage kommenden Teile
http://www.progforum.com/showthread.php?t=5966.
Da die Ersatzteile allmählich knapper zu werden schienen, wurde noch eine weitere, grüne Electra ersteigert, um auf der sicheren Seite zu sein.
Das Problem bei der Wiederbeschaffung von Ersatzteilen für die Electra classic sind wohl die Platinen. Sie werden nicht mehr gefertigt und einzelne Teile zur Reparatur lassen sich kaum beschaffen. Hier hilft nur die Suche nach einer gebrauchten Platine über das Internet (mit oder ohne Rad), z. B. Ebay oder Internetforen, oder eine geschickte Elektronikwerkstatt, z. B. im Fernsehtechnikbereich, die sich an die Reparatur herantraut. Im Ersatzteilekatalog 2002 von Sachs sind keine Platinenschaltpläne.
Alles übrige ist erhältlich (Ladegerät: Fa. Sachs, Motor: Bosch, http://www.bosch-service.de/content/language1/html/index.asp --> Händler in der Nähe suchen).
|
Wenn man den Sensor, der die Geschwindigkeit drosselt, abklemmt, hält das die Platine auf Dauer nicht aus. Zwei Platinen gingen mir nach jeweils etwa 1 1/2 Jahren Dauergebrauch wohl auf diese Weise kaputt. Defekt war jeweils der mittlere Widerstand (siehe Abbildung) mit der Aufschrift 1200 Ohm. Außerdem war auf der Rückseite einer Platine eine Leitungsbahn abgeblättert. Der Widerstand wurde jeweils von einem fachkundigen Fernsehtechniker ersetzt (siehe Pfeile) und die abgeblätterte Leitungsbahn mit einem Draht überdeckt/gelötet. Das Rad fährt wieder tadellos.

|

NiCd-Akkus
|
|
Der Verkauf von NiCd-Akkus ist seit September 2008 in Deutschland nicht mehr gestattet. Für die nächsten drei bis vier Jahre sieht der Fachhandel jedoch mit dem Ersatz von NiCd-Akkus für die Electra keine Schwierigkeiten.
Bei Elektrorädern gibt es kein Ladeproblem, da die Akkus herausnehmbar sind. Anders bei Elektroautos. Nur die Hälfte der deutschen Bevölkerung wohnt in Eigenheimen mit Garage und Steckdose. Für die Stadtbevölkerung scheint die Versorgung über Stromanschlüsse in Straßenlaternen mit Chipkarte eine Lösung zu sein. Als Alternative wird die Entwicklung herausnehmbarer Akkus diskutiert, die als Leihgeräte an Tankstellen einfach umgetauscht werden können und für den nächsten Kunden dort wieder aufgeladen werden. Eine ungelöste Frage sind die unterschiedlichen Akkutypen.
|

Akkustecker
|
|
Das Problem bei den Elektrofahrrädern war von Anfang an die Wartung. Normale Fahrradhändler kennen sich damit nicht aus. Motorradhändler fanden ein Elektrofahrrad eher lustig. Der Vertragshändler von Sachs in der Darmstädter Gegend montierte bei den Routinewartungen für teures Geld schlimme Fehler in die Electra ein, die in mühsamer Kleinarbeit wieder korrigiert werden mussten. Es gelang jedoch bis heute immer, vor Ort interessierte Zweirad-Mechaniker-Meister oder auch eine bastlerisch interessierte Motorradwerkstatt zu finden, die sich einarbeiteten und das Rad sachgemäß warten:
http://www.citybike.de/
http://www.twenty-inch.de/
|
Im Ausland wurden Elektrofahrräder weiter entwickelt, in Deutschland stagnierte die Entwicklung von Elektrofahrzeugen bis weit nach der Jahrtausendwende. Die Firma Sachs stellte die Produktion der Electra Classic Anfang der 2000er Jahre ein. Das Nachfolgemodell war eine Aluversion mit Seitentasche, die mir überhaupt nicht gefiel. Ansonsten gab es auf dem Markt nur Elektroräder mit automatischer Tretunterstützung (Pedelecs), aber wer ein wirkliches Fahrzeug sucht, für den ist das nur die zweitbeste Lösung. Auch mit einem Elektrofahrzeug möchte man gerne Gas geben können und nicht nur Automatik fahren. Für Leute mit Gelenkproblemen ist ein Pedelec zudem nur bedingt geeignet, da man ständig über den Tretdruck, also über die Knie, "Gas", geben muss.
Seit etwa 2006 ist wieder Bewegung in den Bereich Elektrofahrzeuge in Deutschland gekommen. Das Interesse auf der Fahrradmesse Eurobike 2008 war riesig. Sachs http://www.sfm-bikes.de/de/ brachte 2008 eine neue Version der Electra, die "Electra de luxe" mit 250-Watt-Vorderrad-Nabenantrieb und Lithium-Akku, zugelassen bis 20 km/h, auf den Markt.
Die Berliner Firma Nicolai
http://www.grace.de/#/main/home/ entwickelte 2008 ein Motorbike "Grace" mit 1300-Watt-Nabenantrieb und Lithium-Ionen-Akku.
Auch die Darmstädter Firma Riese und Müller http://www.r-m.de/ entwickelte 2008 ein schnelles neues Elektrofahrrad, das Delite hybrid, mit 500 Watt. Der Antrieb ist wahlweise zuschaltbar oder automatisch. Beim Grace und Delite hybrid sind Geschwindigkeiten von über 40 km/h locker drin. Es gibt sie leider nur in einer "maskulinen" Form mit Querstange; für jemanden, der die wendige und flinke Electra mit tiefem Einstieg gewöhnt ist, wirkt zumindest das Delite hybrid beim Sitzen und Fahren irgendwie sperrig. Das Delite hybrid hat eine Sonderzulassung vom Darmstädter TÜV, da der deutsche Gesetzgeber wie so oft ein bisschen hinterherhinkt. Die Nabenantriebe lassen sich viel leichter händeln als der Kettenantrieb. Wie ladefest die Lithium-Ionen-Akkus ist, wird sich zeigen.
Die canadische Firma BionX http://www.bionx.ch/ brachte Umrüstsätze mit Nabenmotor und Li-Ionen-Akku auf den Markt. Damit kann ein entsprechend stabiles Fahrrad auf "Elektro" nachgerüstet werden. Das war für mich schließlich doch zu verlockend.

Meine rote Electra fährt jetzt mit einem 250 HT-Motor, der Li-Ionen-Akku mit 36 Volt, in vier zuschaltbaren Unterstützungslevels mit Rekuperation (Energierückspeisung) beim Bremsen. Die Geschwindigkeit mit Antrieb ist auf 25 km/h begrenzt, ohne Motor sind locker Geschwindigkeiten über 30 km/h drin. Das Rad fährt so, als ob es diesen Antrieb schon lange gebraucht hätte, besser als jemals vorher. Bewerkstelligt wurde das Ganze hier http://www.twenty-inch.de/. Der Li-Ionen-Akku hält ungefähr doppelt so lange wie der NiCd-Akku - was im Grunde für 15 Jahre Entwicklung von Akkutechnologie nicht wirklich viel mehr ist (statt 20 km bei voller Leistung nun gut 35 km). Die Ladezeit beträgt bei fast leerem Akku etwa 3 1/2 Stunden, ansonsten weniger. Es gibt angeblich keinen Memory-Effekt. Ein Versicherungskennzeichen ist nicht erforderlich, da die Electra nun als "Pedelec" gilt. Über die einstellbaren vier Unterstützungslevels und den Fußdruck beim Treten kann man jedoch in gewisser Weise "Gas" geben.
Meine Fahrzeit zur Arbeit (6,5 km einfache Strecke, bergig, z. T. Innenstadtverkehr, 6 Ampeln) hat sich um ein Drittel auf 20 Minuten von Tür zu Tür verkürzt. Besonders die Beschleunigung ist enorm, beim Anfahren an der Ampel hängt man für die ersten Meter die Autos locker ab. Das zeigt auch das Risiko dieser neuen Elektroräder: Autofahrer sind die schnellen Radler nicht gewöhnt und schätzen die Geschwindigkeit falsch ein. Es empfielt sich, einen Helm zu tragen.
|
|

|
Für den Stadtverkehr oder Fahrten zur Arbeit bis 10 km ist ein Elektrofahrrad ideal. In China sollen bereits 20 Millionen Elektroräder fahren. Da wahlweise Treten oder Fahren mit Antrieb möglich ist, sind Elektrofahrräder eigentlich Hybridräder.
Hier ein paar aktuelle Links zu Elektrofahrrädern mit und ohne Zulassung:
Leichter-Fahren.de (hier werden Sie gut beraten, tolle Auswahl an verschiedenen Elektrorädern in Mittelhessen vorrätig)
http://www.leichter-fahren.de/
Sachs (Pedelecs und Elektroräder mit Gasgriff)
http://www.sfm-bikes.de/de/category.php?cat_id=5
Riese und Müller (mit dem Delite hybrid als S-Pedelec)
http://www.r-m.de/produkte/hybrid/hybrid/
Estelle
http://www.elektrorad-service.de/media/downloads/Gelb_Sport.pdf
Kalkhoff (Mittelantrieb)
http://www.kalkhoff-bikes.de/html/ebike.asp
Nicolai E-Motorbike (1300 Watt, 45 km/h)
http://www.grace.de/#/main/home/
Wünschenswert wäre, dass die Zulassung für Elektroräder über 25 km/h in Deutschland möglichst bald vereinfacht wird, denn der Fahrspaß mit Gasgriff ist einfach größer. Abgesehen von der höheren Geschwindigkeit.

Hybridfahrzeuge
Wichtig: Bei neuen Technologien muss man mit Wartungsproblemen rechnen. Es kann auch sein, dass bei neuen Unternehmen und kleinen Stückzahlen Ersatzteile schwierig werden. Oder man hat Ausgaben, weil eine Technik bei der schnellen Entwicklung bald überholt ist.
Was man heute auch schon tun kann: Mignon (AA)- und Micro (AAA)-Akkus preisgünstig aufladen mit Photovoltaik ...

Jeder kennt die preisgünstigen Solar-Gartenleuchten aus dem Baumarkt. Sie enthalten meist entweder Mignon- oder Micro-NiMH-Akkus. Die gleichen Akkus werden in Uhren, dem Wecker, Taschenlampen, Fahrradblinklichtern, Fernbedienungen verwendet ... Laden Sie doch einfach in Zukunft diese Akkus mit der Photovoltaikzelle Ihrer Gartenleuchte auf dem Balkon, dem Fensterbrett oder der Terrasse auf. Gartenleuchten kosten im Herbst heruntergesetzt im Baumarkt pro Stück 3 bis 5 Euro inkl. Akku. Den Strom liefert in Zukunft preisgünstig die Sonne.
Weg vom Öl, hin zu sauberer regenerativer Energie: Erdwärme, Photovoltaik, Wasser- und Windenergie. Es ist machbar.
|