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Neue Technologien

Neue Energien

Energiekrise: Solarenergie aus Afrika als Lösung des Energieproblems?
Mit dem hochaktuellen Thema der globalen Energiekrise beschäftigt sich am 9. und 10. Juni 2008 der 1. Gießener Workshop zur Solarenergie-Partnerschaft mit Afrika (SEPA08). Zu der Tagung kommen Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachgebieten zusammen, um über Solarenergie-Erzeugung in der Sahara zu diskutieren. An der Justus-Liebig-Universität hatte sich bereits im Sommersemester 2007 eine interdisziplinäre Forschergruppe zusammengefunden. Ziel ist es, die Chancen und Probleme einer Energie-Partnerschaft Europas mit Afrika auszuloten. http://www.journalmed.de/newsview.php?id=21525

Wenn ein Stromausfall zur Bedrohung wird: Deutschland verfügt über eines der weltweit fortschrittlichsten Gesundheitssysteme. Und doch, warnen Experten, könnte die Versorgung auch hierzulande unvermittelt auf den Stand eines Entwicklungslandes zurückfallen. http://www.aerztezeitung.de/suchen/default.aspx?query=stromausfall&sid=542262

Trennung nach Maß: Organische Solarzellen http://idw-online.de/pages/de/news328360

FH-Professorin zeigt, ob und wo sich eine Solaranlage lohnt: Als vierte Stadt deutschlandweit - nach Osnabrück, Braunschweig und Gelsenkirchen - und als erste hessische Stadt informiert Wiesbaden seine Bürger seit Juli 2009 im Internet über das Energiepotenzial ihrer Hausdächer http://www.wiesbaden.de/solarkataster
http://idw-online.de/pages/de/news329922

Feierliche Übergabe des Solarthermischen Demonstrationswerkes in Jülich http://idw-online.de/pages/de/news330106

Wie schützen sich Pflanzen vor Sonnenbrand? Forscher klären Energiemechanismen im Blatt auf http://idw-online.de/pages/de/news329952

Wie eine Plastik-Schüssel die Erde retten soll - Der niederländische Erfinder Pieter Hoff hat Großes vor: Er will mit einer Plastik-Schüssel die Erde retten. Denn seine "Waterbox" ermöglicht angeblich Baumwuchs in der Wüste, und das wiederum könnte größere Mengen des umweltschädlichen CO2 binden. http://www.tagesschau.de/ausland/waterbox100.html

Autos

Honda Insight Hybrid http://www.honda.de/content/news/17506_50284.html

Strom aus dem Auspuff: Forscher arbeiten an einem thermoelektrischen Generator, der die Wärme von Autoabgasen in Strom verwandelt. Das Modul nutzt die Energie für die Bordelektronik. Das senkt den Kraftstoffverbrauch und hilft, den CO2-Ausstoß von Fahrzeugen zu verringern. http://www.ipm.fraunhofer.de/fhg/ipm/presse/meldungen/stromausdemAuspuff.jsp

Kurze Geschichte der Elektroautos in Deutschland...

Seit 1987: Das dänische City-El http://www.cityel.de/

1995: Der Hotzenblitz http://www.elektromobil-dresden.de/html/hotzenblitz.html

Fahrräder

Meldeplattform Radverkehr: Meldestelle für defekte Radwege im Rhein-Main-Gebiet http://www.meldeplattform-radverkehr.de/

Klima

Höchste Treibhausgas-Konzentration seit 800.000 Jahren: Das "Oeschger Zentrum für Klimaforschung" der Universität Bern hat die Treibhausgas-Konzentration im bisher ältesten Eis aus der Antarktis gemessen. Die heutige CO2-Konzentration in der Atmosphäre ist über 28 Prozent höher als je zuvor in den letzten 800.000 Jahren. Das Journal "Nature" widmet diesen Ergebnissen die Titelseite und einen Kommentar. http://www.journalmed.de:80/newsview.php?id=21303

Datenschutz

Chaos durch neue Steuernummern in Stade - Deutscher Arzt wird als Brite geführt http://www.aerztezeitung.de/suchen/default.aspx?query=steuernummern&sid=507136

Dieb beim Pornoschauen überführt: Ein Laptopdieb ist gefangen worden, nachdem ihn der Besitzer des Rechners per Fernsteuerung beobachtet hatte - vor allem beim Surfen auf Sexseiten. http://www.sueddeutsche.de/panorama/587/312501/text/

Computer

PC Welt http://www.pcwelt.de/start/sicherheit/virenticker/news/142675/

Chaos Computer Club e. V. http://www.ccc.de/


... und hier gibt es Neues zu Elektrofahrrädern, Akkus und anderen Elektrofahrzeugen:

Ein Jahr Telefonieren ohne Aufzuladen: Ultrahochfrequenz-Messtechnik macht Handys effizienter http://idw-online.de/pages/de/news308419
Wettlauf zu neuen Lithium-Ionen-Akkus gestartet http://idw-online.de:80/pages/de/news307610
Schavan: Elektroautos der Zukunft sollen aus Deutschland kommen http://www.journalmed.de:80/newsview.php?id=25226
BASF Podcast: Lithium-Ionen-Batterien - Energiespeicher der Zukunft http://idw-online.de/pages/de/news307035
Wattgehtab.com - Infos über Elektrofahrzeuge http://www.wattgehtab.com/
Aktiv Radfahren - Stichwort "Elektrofahrrad" eingeben http://www.radfahren.de/no-cache/suche.html
ExtraEnergy.org http://www.extraenergy.org
Cannondale http://de.cannondale.com/bikes/. Cannondale soll ein E-Rad entwickeln, dass in 1/2 Stunde wiederaufgeladen ist.


Leider blockiert die deutsche Bundesregierung die Zulassung von Elektrofahrrädern mit mehr als 25 km/h, obgleich sie schon heute auf dem Markt sind und eine preisgünstige und umweltschonende Alternative zu benzingetriebenden Zweirädern und Autos im Innenstadtverkehr und Nahbereich bis etwa 10 km darstellen. Außerdem tut man etwas für die eigene Gesundheit... Die Abwarckprämie von 2009 wurde offenbar auch nur beim Neukauf eines Benziners und nicht eines Elektroautos gezahlt. Statt dessen werden Prämien von 5.000 Euro beim Erwerb eines Elektroautos angekündigt und auf der IAA zig Ankündigungselektroautos vorgestellt. Deutschland verschläft mal wieder eine Entwicklung.


In eigener Sache: Seit 1994 fahre ich den Weg zur Arbeit elektrisch und bin gespannt was sich in Deutschland bei den E-Bikes jetzt tut! Hier meine persönliche Erfahrung mit Elektrofahrrädern ...


Diamant-Rad von 1994
Diamant-Rad 1994

    Diamant Elektrofahrrad City-Blitz von 1994.
Mit Treuhand-Geldern Anfang der 90er Jahre entwickelt.
Nach der Electra der Firma Hercules das zweite Elektrofahrrad, das in Deutschland auf den Markt kam.
Es hat einen zuschaltbaren Antrieb und war als Leichtmofa bis 20 km/h zugelassen.
Antrieb: Eine Reibrolle am Vorderrad, was besonders bei Regen zum Problem wurde. Der Reifen flutschte einfach durch.
Der Akku saß zwischen den beiden Stangen zwischen Lenker und Sattel. Er hatte einen ausgeprägten Memory-Effekt, sodass nach einem knappen Jahr der Kauf eines neuen Akkus notwendig wurde.
Der Rahmen und die übrige Technik des Rads waren sehr gut.
Die Firma Diamant stellte die Produktion nach kurzer Zeit ein.
Einen City-Blitz zu reaktivieren lohnt sich nicht. Besser ist, sich ein neues E-Rad zu kaufen
http://www.mysnip.de/forum-archiv/thema/27218/254270/Diamant-City-Blitz+reaktivieren.html.





Die Elektra 1996
Die Electra von 1996

    Als Alternative kam nur die Electra der Nürnberger Firma Hercules/Sachs in Frage. Die Reichweite mit aufgeladenem Akku beträgt etwa 20 km.

Außerdem gab es Mitte der 90er Jahre in Deutschland nur einen etwa schwerfälligen Elektroroller und ein spritziges Dreirad-Elektroauto aus Dänemark, das City-El, auf dem Markt. Auch diese beiden habe ich ausprobiert. Das Problem waren die Reichweite und die Aufladbarkeit. Diese Fahrzeuge waren praktisch nur im Stadtgebiet oder nahem Umland nutzbar, und auch nur von Garagenbesitzern, denn die Akkus waren nicht herausnehmbar. Eine echte Alternative zu Benzinern waren sie noch nicht.

Im Vergleich zu Mofas sind Elektrofahrräder bis heute in der Anschaffung vergleichbar und im Verbrauch wesentlich günstiger als ein Benziner. Einmal Aufladen kostet etwa 5 bis 8 Cent. Die Electra hat zudem den "blauen Umweltengel".





Der Antrieb der Elektra geht über eine Motorkette
Antrieb über Motorkette

    Die Electra war lange Zeit das einzige wirklich reinrassige Elektrofahrrad in Deutschland auf dem Markt http://www.udo-leuschner.de/rezensionen/rh9811neupert.htm.
Es gab sie leider nur in mittlerer Rahmengröße.
Der Antrieb ist ein Scheibenwischermotor über eine Motorkette am Hinterrad. Fahrten bei Nässe sind kein Problem. Der Akku sitzt unterhalb des Gepäckträgers.





Die Ladetechnik der Elektra ist ausgereift
Electra Ladegerät

    Auch die Ladetechnik ist ausgereift. Durch eine neue Ladeweise war ab 1996 der Memory-Effekt wesentlich abgemildert. Die Ladezeit beträgt etwa 2 1/2 Stunden. Mein erstes Ladegerät ging erst nach 12 Jahren fast täglichem Dauergebrauch kaputt.





Das Antriebszündschloss der Elektra ist in der Vorderlampe
Zündschloss

    Die gesamte Technik ist ausgereift und praktisch unverwüstlich. Meine erste Electra fuhr 3-4 Jahre lang ohne einen einzigen technischen Defekt oder sogar Platten. Ich benutzte sie bei der täglichen Fahrt zur Arbeit im Umkreis von 6,5 km und im Stadtverkehr. Bis heute ist sie im Innenstadtgebiet von Darmstadt das schnellste Verkehrsmittel vor dem Auto. Mehrfach getestet! Abgesehen natürlich von den schnellen Rennradlern, die Post austragen. Die Electra ist ebenfalls als Leichtmofa bis 20 km/h zugelassen.





Ein Ersatzrad musste her
Fahrradgeschwister

    Nach 8 Jahren Dauergebrauch begann die Electra zu kränkeln. Zum Beispiel begann sie nach Einbau eines neuen Ersatzteils, sich während der Fahrt plötzlich unvorhersehbar abzuschalten. Für ein Elektrofahrzeug schon ziemlich blöd. Das Problem konnte auch nicht in Kontakt mit der Firmenwerkstatt von Sachs gelöst werden. Es half nur die Ersteigerung eines originalidentischen Zweitrads bei Ebay und das systematische Auswechseln aller in Frage kommenden Teile http://www.progforum.com/showthread.php?t=5966.

Da die Ersatzteile allmählich knapper zu werden schienen, wurde noch eine weitere, grüne Electra ersteigert, um auf der sicheren Seite zu sein.

Das Problem bei der Wiederbeschaffung von Ersatzteilen für die Electra classic sind wohl die Platinen. Sie werden nicht mehr gefertigt und einzelne Teile zur Reparatur lassen sich kaum beschaffen. Hier hilft nur die Suche nach einer gebrauchten Platine über das Internet (mit oder ohne Rad), z. B. Ebay oder Internetforen, oder eine geschickte Elektronikwerkstatt, z. B. im Fernsehtechnikbereich, die sich an die Reparatur herantraut. Im Ersatzteilekatalog 2002 von Sachs sind keine Platinenschaltpläne.

Alles übrige ist erhältlich (Ladegerät: Fa. Sachs, Motor: Bosch, http://www.bosch-service.de/content/language1/html/index.asp --> Händler in der Nähe suchen).





Wenn man den Sensor, der die Geschwindigkeit drosselt, abklemmt, hält das die Platine auf Dauer nicht aus. Zwei Platinen gingen mir nach jeweils etwa 1 1/2 Jahren Dauergebrauch wohl auf diese Weise kaputt. Defekt war jeweils der mittlere Widerstand (siehe Abbildung) mit der Aufschrift 1200 Ohm. Außerdem war auf der Rückseite einer Platine eine Leitungsbahn abgeblättert. Der Widerstand wurde jeweils von einem fachkundigen Fernsehtechniker ersetzt (siehe Pfeile) und die abgeblätterte Leitungsbahn mit einem Draht überdeckt/gelötet. Das Rad fährt wieder tadellos.


Platinenprobleme Platinenprobleme Platinenprobleme Platinenprobleme Die Stelle an der der Widerstand 1200 Ohm ersetzt wurde Der mittlere Widerstand 1200 Ohm wurde ersetzt




Die Elektra fährt mit NiCD-Akkus
NiCd-Akkus

    Der Verkauf von NiCd-Akkus ist seit September 2008 in Deutschland nicht mehr gestattet. Für die nächsten drei bis vier Jahre sieht der Fachhandel jedoch mit dem Ersatz von NiCd-Akkus für die Electra keine Schwierigkeiten.

Bei Elektrorädern gibt es kein Ladeproblem, da die Akkus herausnehmbar sind. Anders bei Elektroautos. Nur die Hälfte der deutschen Bevölkerung wohnt in Eigenheimen mit Garage und Steckdose. Für die Stadtbevölkerung scheint die Versorgung über Stromanschlüsse in Straßenlaternen mit Chipkarte eine Lösung zu sein. Als Alternative wird die Entwicklung herausnehmbarer Akkus diskutiert, die als Leihgeräte an Tankstellen einfach umgetauscht werden können und für den nächsten Kunden dort wieder aufgeladen werden. Eine ungelöste Frage sind die unterschiedlichen Akkutypen.





Die Technik verbreitet sich - doch wer ist zuständig? Elektrowerkstätten gibt es kaum noch
Akkustecker

    Das Problem bei den Elektrofahrrädern war von Anfang an die Wartung. Normale Fahrradhändler kennen sich damit nicht aus. Motorradhändler fanden ein Elektrofahrrad eher lustig. Der Vertragshändler von Sachs in der Darmstädter Gegend montierte bei den Routinewartungen für teures Geld schlimme Fehler in die Electra ein, die in mühsamer Kleinarbeit wieder korrigiert werden mussten. Es gelang jedoch bis heute immer, vor Ort interessierte Zweirad-Mechaniker-Meister oder auch eine bastlerisch interessierte Motorradwerkstatt zu finden, die sich einarbeiteten und das Rad sachgemäß warten:

http://www.citybike.de/

http://www.twenty-inch.de/


Im Ausland wurden Elektrofahrräder weiter entwickelt, in Deutschland stagnierte die Entwicklung von Elektrofahrzeugen bis weit nach der Jahrtausendwende. Die Firma Sachs stellte die Produktion der Electra Classic Anfang der 2000er Jahre ein. Das Nachfolgemodell war eine Aluversion mit Seitentasche, die mir überhaupt nicht gefiel. Ansonsten gab es auf dem Markt nur Elektroräder mit automatischer Tretunterstützung (Pedelecs), aber wer ein wirkliches Fahrzeug sucht, für den ist das nur die zweitbeste Lösung. Auch mit einem Elektrofahrzeug möchte man gerne Gas geben können und nicht nur Automatik fahren. Für Leute mit Gelenkproblemen ist ein Pedelec zudem nur bedingt geeignet, da man ständig über den Tretdruck, also über die Knie, "Gas", geben muss.

Seit etwa 2006 ist wieder Bewegung in den Bereich Elektrofahrzeuge in Deutschland gekommen. Das Interesse auf der Fahrradmesse Eurobike 2008 war riesig. Sachs http://www.sfm-bikes.de/de/ brachte 2008 eine neue Version der Electra, die "Electra de luxe" mit 250-Watt-Vorderrad-Nabenantrieb und Lithium-Akku, zugelassen bis 20 km/h, auf den Markt. Die Berliner Firma Nicolai http://www.grace.de/#/main/home/ entwickelte 2008 ein Motorbike "Grace" mit 1300-Watt-Nabenantrieb und Lithium-Ionen-Akku. Auch die Darmstädter Firma Riese und Müller http://www.r-m.de/ entwickelte 2008 ein schnelles neues Elektrofahrrad, das Delite hybrid, mit 500 Watt. Der Antrieb ist wahlweise zuschaltbar oder automatisch. Beim Grace und Delite hybrid sind Geschwindigkeiten von über 40 km/h locker drin. Es gibt sie leider nur in einer "maskulinen" Form mit Querstange; für jemanden, der die wendige und flinke Electra mit tiefem Einstieg gewöhnt ist, wirkt zumindest das Delite hybrid beim Sitzen und Fahren irgendwie sperrig. Das Delite hybrid hat eine Sonderzulassung vom Darmstädter TÜV, da der deutsche Gesetzgeber wie so oft ein bisschen hinterherhinkt. Die Nabenantriebe lassen sich viel leichter händeln als der Kettenantrieb. Wie ladefest die Lithium-Ionen-Akkus ist, wird sich zeigen.

Die canadische Firma BionX http://www.bionx.ch/ brachte Umrüstsätze mit Nabenmotor und Li-Ionen-Akku auf den Markt. Damit kann ein entsprechend stabiles Fahrrad auf "Elektro" nachgerüstet werden. Das war für mich schließlich doch zu verlockend.



Die umgebaute Elektra von rechts    Die umgebaute Elektra von links


Meine rote Electra fährt jetzt mit einem 250 HT-Motor, der Li-Ionen-Akku mit 36 Volt, in vier zuschaltbaren Unterstützungslevels mit Rekuperation (Energierückspeisung) beim Bremsen. Die Geschwindigkeit mit Antrieb ist auf 25 km/h begrenzt, ohne Motor sind locker Geschwindigkeiten über 30 km/h drin. Das Rad fährt so, als ob es diesen Antrieb schon lange gebraucht hätte, besser als jemals vorher. Bewerkstelligt wurde das Ganze hier http://www.twenty-inch.de/.
Der Li-Ionen-Akku hält ungefähr doppelt so lange wie der NiCd-Akku - was im Grunde für 15 Jahre Entwicklung von Akkutechnologie nicht wirklich viel mehr ist (statt 20 km bei voller Leistung nun gut 35 km). Die Ladezeit beträgt bei fast leerem Akku etwa 3 1/2 Stunden, ansonsten weniger. Es gibt angeblich keinen Memory-Effekt.
Ein Versicherungskennzeichen ist nicht erforderlich, da die Electra nun als "Pedelec" gilt. Über die einstellbaren vier Unterstützungslevels und den Fußdruck beim Treten kann man jedoch in gewisser Weise "Gas" geben.



Der Nabenmotor mit Scheibenbremse   
Meine Fahrzeit zur Arbeit (6,5 km einfache Strecke, bergig, z. T. Innenstadtverkehr, 6 Ampeln) hat sich um ein Drittel auf 20 Minuten von Tür zu Tür verkürzt. Besonders die Beschleunigung ist enorm, beim Anfahren an der Ampel hängt man für die ersten Meter die Autos locker ab. Das zeigt auch das Risiko dieser neuen Elektroräder: Autofahrer sind die schnellen Radler nicht gewöhnt und schätzen die Geschwindigkeit falsch ein. Es empfielt sich, einen Helm zu tragen.

    Der Nabenmotor mit Scheibenbremse


Für den Stadtverkehr oder Fahrten zur Arbeit bis 15 km ist ein Elektrofahrrad ideal und kann bei viel besserer Umweltbilanz und viel niedrigeren Kosten das Auto ersetzen. In China sollen bereits 120 Millionen Elektroräder fahren. Da wahlweise Treten oder Fahren mit Antrieb möglich ist, sind Elektrofahrräder eigentlich Hybridräder.



Kurzinfo über Elektrofahrräder


Elektroräder im Vergleich zu „Benzinern“:

Hohe Beschleunigung: An der Ampel liegt man im Vergleich zu Autos mit Verbrennungsantrieb für die ersten 5 – 10 m vorne. Grund: Die elektrischen Ionen fließen gleich, ein Verbrennungsmotor muss erstmal warmlaufen.

Mit einer Photovoltaikanlage, die es auch als mobile Anlagen für den Balkon gibt, sind Elektroräder wohl das umweltfreundlichste Verkehrsmittel nach dem muskelbetriebenen Fahrrad.

Für Fahrten in der Stadt und zur Arbeit bis ca. 15 km sind Elektroräder gegenüber Benzinern eine echte Alternative auch in Bezug auf die Kosten, wenn man nicht auf top Bürokleidung Wert legen muss. Fahrten bei Regen stellen allerdings ein gewisses Komfortproblem dar.

Kosten:

Anschaffung: Hier gibt es ein breites Spektrum von Normalmodellen im Preisbereich ähnlich wie bei Zweirädern mit Verbrennungsmotor bis hin zu teuren Markenmodellen mit allem möglichen Schnickschnack.
Energie: Ca. 35 km für ca. 6-8 Cent.

Typen von Elektrorädern:

Es gibt echte Elektrofahrräder mit Gasgriff oder Gashebel, vergleichbar Benzinmofas oder Motorrollern, nur mit Elektroantrieb. Es gibt sie nur mit Gasgriff/Gashebel oder in Kombination mit einem Automatikantrieb („Speed-Pedelec“, siehe unten).
Geschwindigkeit: Mit Gasgriff/Gashebel bis 20 km/h, in Kombination mit einem Automatikantrieb bis 45 km/h. Man braucht in jedem Fall eine Zulassung als Leichtmofa, also ein kleines Versicherungskennzeichen. Keine Helmpflicht.
Vorteil: Wenn man eine Rücktrittbremse hat, ist durch die hohe Beschleunigung des Elektroantriebs absolute Wendigkeit im Straßenverkehr gegeben: Schnelles Anfahren, schnelles Bremsen. Mit Gasgriff und Rücktritt also DER Top-Elektro-Fahrspaß.

Pedelecs: Elektrofahrräder mit automatischer Einspeisung des Elektromotors. Es gibt keinen Gasgriff. Man kann die Unterstützungsleistung in verschiedenen Stufen regulieren, muss aber immer treten, damit der Motor angeht. „Gasgeben“ erfolgt durch Einstellen der Unterstützungslevel und den Tretdruck. Das Anfahren ist etwas langsamer als bei echten Elektrofahrrädern mit Gasgriff. Deswegen gibt es bei manchen Modellen eine so genannte „Anfahrhilfe“ mit einer Geschwindigkeit bis 6 km/h.
Bis 25 km/h kein Versicherungskennzeichen, keine Helmpflicht, bis 45 km/h („Speed-Pedelec“ oder „S-Pedelec“) Zulassung als Leichtmofa und Versicherungskennzeichen, aber keine Helmpflicht.
Nachteil: Eine freie Regulierung der Geschwindigkeit ist nicht möglich. Beim Anfahren etwas langsamer als Elektroräder mit Gasgriff. Durch die Regulierung des Elektroantriebs über den Tretdruck für Menschen mit Knieproblemen oder anderen Gelenkproblemen nur bedingt geeignet.

Motor:

Wartungsfreie Nabenmotoren ohne jegliches Fahrgeräusch. Es gibt Hinterradnabenmotoren, Mittelmotoren und Vorderradnabenmotoren.

Hinterradnabenmotoren: Gute Fahrleistung. Der Schwerpunkt beim Rad liegt eher hinten und man muss sich nicht so beim Fahren umstellen. Der Nachteil ist, dass man keine Rücktrittbremse haben kann. Deswegen sind Scheibenbremsen erforderlich.

Mittelmotoren: Ein Ingenieur hat mir mal erklärt, dass die Fahrleistung (Übertragung) da nicht ganz so gut ist wie bei Vorderrad- oder Hinterradnabenmotoren. Ein Rücktritt ist möglich.

Vorderradnabenmotor: Der Schwerpunkt beim Fahren wird durch das Motorgewicht etwas nach vorne verlagert. Man muss sich evtl. beim Fahren etwas umgewöhnen. Auf sandigem Gelände evtl. nicht so gute Fahrleistung. Ein Rücktritt ist möglich.

Akkus:

Die Batterie wird bei Elektrofahrrädern als Akku bezeichnet, weil sie wiederaufladbar ist. Die heutigen Akkus sind Lithium-Ionen-Akkus. Die Reichweite ist immer noch nicht so sehr hoch, meist so etwa zwischen 30 und 40 km. Bei höherer Reichweite werden die Akkus schnell teurer.

Die Akkus sind bei den allermeisten Elektrofahrrädern leicht herausnehmbar und können dann in der Wohnung an der Steckdose ganz einfach aufgeladen werden. Nur bei sehr wenigen Elektrorädern ist der Akku in den Rahmen integriert und das ganze Rad muss an die Steckdose.
Aufladezeit: Ca. 2-3 Stunden.

Viele Elektrorad-Systeme sind mit Rekuperation ausgestattet, d. h. beim Bremsen wird Energie zurückgewonnen.

Das Gewicht der Akkus wird immer geringer, die neuesten erinnern fast schon an eine große Tafel Schokolade.

Lebensdauer: Lithium-Akkus sollen bis zu 1000 mal aufgeladen werden können und zeigen keinen Memory-Effekt, d. h. sie behalten auch nach häufigem Aufladen weitgehend ihre Kapazität. Dies entspricht auch den Erfahrungen von Benutzern. Bei Minusgraden bis - 10 Grad Celsius verlieren sie etwas Leistung, Fahren ist jedoch weiterhin problemlos möglich. Wichtig: Den Akku beim Parken im Warmen aufbewahren und alle Kontaktteile am Rad (Steckverbindungen) gut gegen Nässe schützen.

Mit einem Wechselakku ist die doppelte Reichweite möglich.

Gefahren: Die Straßenverkehrsteilnehmer mit Verbrennungsmotoren sind an die schnellen und lautlosen Elektroantriebe noch nicht gewöhnt und schätzen deren Geschwindigkeit falsch ein. Es empfiehlt sich daher, einen Helm zu tragen. Bei sachgemäßem Umgang (nicht selbst daran herumbasteln) sind die Elektroantriebe und Akkus nicht risikoreicher als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren.

Belastung:

Für „Schwergewichte“ können die Speichen verstärkt werden, sodass die Nutzung eines Elektrorads auch für Menschen mit über 100 kg Körpergewicht problemlos möglich ist.



Hier ein paar aktuelle Links zu Elektrofahrrädern mit und ohne Zulassung:

Leichter-Fahren.de (hier werden Sie gut beraten, tolle Auswahl an verschiedenen Elektrorädern in Mittelhessen vorrätig) http://www.leichter-fahren.de/

Schreiber Mannheim http://www.schreiber-zweirad.de/ebike_hs.html

Sachs (Pedelecs und Elektroräder mit Gasgriff) http://www.sfm-bikes.de/de/category.php?cat_id=5

Riese und Müller (mit dem Delite hybrid als S-Pedelec) http://www.r-m.de/produkte/hybrid/hybrid/

Estelle http://www.elektrorad-service.de/media/downloads/Gelb_Sport.pdf

Kalkhoff (Mittelantrieb) http://www.kalkhoff-bikes.de/html/ebike.asp

Nicolai E-Motorbike (1300 Watt, 45 km/h) http://www.grace.de/#/main/home/

Wünschenswert wäre, dass die Zulassung für Elektroräder über 20 km/h in Deutschland möglichst bald vereinfacht wird, denn der Fahrspaß mit Gasgriff ist einfach größer. Abgesehen von der höheren Geschwindigkeit.


Weg vom Öl, hin zu sauberer regenerativer Energie: Erdwärme, Photovoltaik, Wasser- und Windenergie
Hybridfahrzeuge

Wichtig: Bei neuen Technologien muss man mit Wartungsproblemen rechnen. Es kann auch sein, dass bei neuen Unternehmen und kleinen Stückzahlen Ersatzteile schwierig werden. Oder man hat Ausgaben, weil eine Technik bei der schnellen Entwicklung bald überholt ist.



Was man heute auch schon tun kann: Mignon (AA)- und Micro (AAA)-Akkus preisgünstig aufladen mit Photovoltaik ...


Eine Garten-Solarleuchte    Die Photovoltaikzelle der Solarleuchte    Der Akku der Solarleuchte


Jeder kennt die preisgünstigen Solar-Gartenleuchten aus dem Baumarkt. Sie enthalten meist entweder Mignon- oder Micro-NiMH-Akkus. Die gleichen Akkus werden in Uhren, dem Wecker, Taschenlampen, Fahrradblinklichtern, Fernbedienungen verwendet ... Laden Sie doch einfach in Zukunft diese Akkus mit der Photovoltaikzelle Ihrer Gartenleuchte auf dem Balkon, dem Fensterbrett oder der Terrasse auf. Gartenleuchten kosten im Herbst heruntergesetzt im Baumarkt pro Stück 3 bis 5 Euro inkl. Akku. Den Strom liefert in Zukunft preisgünstig die Sonne.



Weg vom Öl, hin zu sauberer regenerativer Energie: Erdwärme, Photovoltaik, Wasser- und Windenergie. Es ist machbar.


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(Diese Seite wurde am 1.9.2010 aktualisiert.)


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