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Die Zulassung des wirkungsvollsten Medikaments gegen Lupus, Cyclophosphamid, wurde 2012 eingeschränkt, ohne dass ein Ersatz durch andere zugelassene Arzneimittel vorhanden war.


Calcium:

Rheumaliga Schweiz: Calciumrechner https://www.rheumaliga.ch
Kommentar: Eine erhöhte Calciumaufnahme in Form von hochdosierten Tabletten zur Verhütung von Osteoporose wurde bei Kortisonbehandlung aufgegeben. Empfohlen wird jetzt eine gute tägliche Zufuhr von Calcium über die Ernährung, z. B. in Form von Milchprodukten (besonders Käse) und calciumhaltigen Mineralwässern.

Rheuma-online: Welches Wasser trinkt ihr? Liste von Mineralwässern mit hohem Calciumgehalt (runterscrollen) https://www.rheuma-online.de

Canakinumab:

Canakinumab: Biologikum für periodische Fiebersyndrome https://www.aerzteblatt.de

Cannabis:

Cannabisbehandlung bei multipler Sklerose https://www.aerzteblatt.de

Car-T-Zellen:

Weltweit erstmals CAR-T-Zellen erfolgreich gegen Autoimmunerkrankung eingesetzt
20-Jährige mit Systemischem Lupus erythematodes weltweit erstmals mit neuem Therapieansatz behandelt - Beschwerden sind verschwunden. Hotline für Betroffene. https://idw-online.de

Erlanger Forscher behandeln systemischen Lupus erythematodes erfolgreich mit CAR-T-Zellen https://www.aerzteblatt.de
Kommentar: Es wurden fünf junge "austherapierte" Lupus-Erkrankte behandelt, die einen schweren Verlauf hatten und bei denen die bisherigen Medikamente nicht anschlugen. Die Autoimmunreaktion konnte beendet werden. Bei einem der Patienten trat ein leichter Zytokinsturm auf. Diese Behandlung kommt wegen der möglichen schweren Nebenwirkungen nur für schwererkrankte Lupuspatienten in Frage, bei denen die bisherigen Behandlungsmöglichkeiten keinen Erfolg zeigten. Die bekannten Auslösefaktoren des Lupus können bei diesen Patienten in Zukunft wieder zu einem Neuauftreten der Erkrankung führen.

Bei der CAR-T-Therapie die Blutwerte im Blick haben https://idw-online.de
Kommentar: Die CAR-T-Zell-Therapie kann als Nebenwirkung einen Zytokinsturm auslösen.

CAR-T-Zell-Therapie: Aussichten und Risiken https://www.aerzteblatt.de

CCP-Antikörper:

Erlanger Forscher finden heraus, wie eine Autoimmunreaktion Osteoporose auslöst Autoimmunerkrankungen zeigen oftmals schon vor dem Auftreten erster Symptome Veränderungen, die im Blut diagnostiziert werden können. Dabei handelt es sich um Antikörper gegen körpereigenes Gewebe (Autoantikörper) wie beispielsweise gegen so genannte citrullinierte Proteine (CCP-Antikörper), die bei Blutuntersuchungen routinemäßig bestimmt werden. Zwei Drittel aller Rheuma-Patienten haben CCP-Antikörper. Genau bei diesen Patienten treten im Krankheitsverlauf starke Gelenks- und Knochenschäden auf, die auf eine höhere Aktivität knochenfressender Zellen zurückzuführen sind. Inwieweit es eine Verbindung zwischen den CCP-Antikörpern und den knochenfressenden Zellen (Osteoklasten) gibt, war bisher unbekannt. Jetzt konnten die Erlanger Forscher belegen, dass CCP-Antikörper direkt die Bildung der Osteoklasten anregen und damit schon vor Ausbruch der Krankheit osteoporotische Knochenveränderungen auslösen. https://idw-online.de

Cenerimod:

Idorsia plant Phase-III-Studie mit Cenerimod bei Bindegewebserkrankung Lupus https://de.marketscreener.com

Idorsia startet neues Programm zu Bindegewebserkrankung
Das Biotechunternehmen Idorsia hat eine Mehrfachdosisstudie mit seinem Produktkandidaten Cenerimod gestartet. Das Mittel soll bei der seltenen chronisch-entzündlichen Bindegewebserkrankung Lupus erythematodes helfen. https://www.cash.ch

Checkpoint-Inhibitoren:

Checkpoint-Inhi­bitoren können entzündlich rheumatische Erkrankungen auslösen https://www.aerzteblatt.de

Checkpoint-Inhibitoren und Autoimmunreaktionen: Rheuma als Nebenwirkung von neuer Krebsbehandlung https://idw-online.de
Die Angriffslust der T-Zellen bleibt jedoch nicht auf die Tumoren beschränkt. Sie können auch gesunde körpereigene Zellen angreifen und sind wichtiger Akteur bei Autoimmunerkrankungen wie der RA. "Folge ist, dass es während der Behandlung mit Checkpoint-Inhibitoren häufig zu Autoimmunphänomenen kommt", sagt Professor Schulze-Koops. Bis zu 70 Prozent der Patienten erleiden während einer Therapie beispielweise Muskel- oder Gelenkschmerzen oder auch eine Entzündung der Tränen- oder Speicheldrüsen, wodurch es zu einer Trockenheit der Schleimhäute kommt. In Einzelfällen werden auch die Blutgefäße angegriffen oder es kommt zu Autoimmunerkrankungen von Drüsen, des Darmes, der Haut oder von anderen inneren Organen. Männer sind dabei ebenso häufig betroffen wie Frauen.

Chikungunya-Virus:

Gelenkbeschwerden: Auch in Deutschland an Chikungunya denken! http://www.medscapemedizin.de
Kommentar: In der Nähe von Rastatt/Süddeutschland wurden im Jahr 2008 erstmals asiatische Tigermücken gefunden.

Chloroquin:

1.11.2019, Bayer: Resochin geht außer Vertrieb
Resochin Bayer nimmt das Malariamittel Resochin nach über 60 Jahren vom Markt. Grund hierfür: Der Wirkstoff kann nicht mehr in der geforderten Qualität hergestellt werden. https://www.apotheke-adhoc.de

27.2.20, Chloroquin zeigt gute Wirksamkeit: Malariamittel gegen Coronavirus https://www.apotheke-adhoc.de/
Kommentar: Resochin außer Handel gestellt zu haben, ist aus Sicht von Lupus-Patienten unfasslich und ein schwerer Fehler. Das älteste und bewährteste Lupus-Medikament steht nicht mehr zu Verfügung. Darüber hinaus ist es ein klassisches Malariamittel. Es steht auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der WHO. Vielleicht ergibt sich über die beobachtete Wirkung im Fall von SARS-2, die erst noch in weiteren Studien bestätigt werden muss, eine Neuzulassung?

18.3.20, 16:58 Uhr, Deutschland sichert sich Malaria-Medizin
Deutschland hat sich nach Angaben der Bundesregierung Zugriff auf die als mögliches Coronavirus-Medikament gehandelte Arznei Chloroquin gesichert. "Wir haben für die Bundesrepublik Deutschland bei Bayer bereits größere Mengen Chloroquin reserviert", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Gleichzeitig begleiten unsere Behörden alle Studien dazu mit Hochdruck", sagte Spahn. "Wir wollen schnell wissen, ob dieses Medikament bei Corona hilft." Chloroquin wird als Malaria-Prophylaxe eingesetzt.

18.3.20, 11.56 Uhr, Tübinger Institut testet Covid-19-Medikament
Das Tübinger Institut für Tropenmedizin will das Medikament Chloroquin im Kampf gegen Corona-Erkrankungen testen. Wie Institutsdirektor Peter Kremsner am Mittwoch mitteilte, soll in der kommenden Woche mit einer Studie an Menschen begonnen werden. Zuvor hatte der SWR berichtet. https://www.t-online.de

Resochin     Quensyl
Stellungnahme zu Chloroquin/Hydroxychloroquin: Chloroquin (Resochin®) und das damit verwandte Hydroxychloroquin (Quensyl® und Generika) sind langjährig bewährte Medikamente in der Malariaprophylaxe und Behandlung von Autoimmunkrankheiten, besonders von Lupus und Arthritis. Sie sind Abkömmlinge des Chinins, eine in der Chinarinde vorkommende Substanz, die seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde gegen Fieber und Malaria eingesetzt wird. Chloroquin gehört zu den 100 essentiellen Arzneimitteln der WHO. Es wurde 1934 von Hans Andersag und Kollegen bei der I. G. Farben in Wuppertal entwickelt, Hydroxychloroquin Ende der 1940 Jahre in den USA. In der Rheumatologie gilt Chloroquin als etwas stärker und mit etwas mehr Nebenwirkungen als Hydroxychloroquin. Bei Lupus stellen diese Medikamente die schwächsten Mittel mit dem geringsten Nebenwirkungsspektrum dar. Hunderttausende von Lupuspatienten weltweit nehmen diese Medikamente täglich mit gutem Erfolg ein. In der Lupustherapie wird etwa eine Dosis von 250 mg Chloroquin, entspricht 1 Tablette Resochin® pro Tag, bzw. 400 mg Hydroxychloroquin, entspricht 2 Tabletten Quensyl® pro Tag, über Jahre oder Jahrzehnte hinweg angewandt. Die Wirkung tritt erst nach einigen Wochen bis Monaten der Einnahme ein. Das Nebenwirkungsspektrum dieser Mittel ist gut bekannt. Oftmals treten bei Einnahme in den vorgeschriebenen Dosierungen gar keine Nebenwirkungen auf. Besonders bei Langzeiteinnahme können unerwünschte Wirkungen vorkommen, die Sie hier nachlesen können.
FALLS sich eine Wirkung gegen SARS Cov-2 herausstellt, wird diese Wirkung vermutlich auch eher schwach sein. Eine Behandlung mit diesen Arzneimitteln wird nur wenige Tage bis Wochen andauern. Langzeitnebenwirkungen können somit nicht auftreten. Aus der Erfahrung als Lupuspatientin erscheint es wichtig, dass die tägliche Behandlungsdosis nicht wesentlich über den genannten Beispielen bei Lupus liegt, da dann die Wahrscheinlichkeit von gefährlichen Nebenwirkungen, vor allem am Herz, stark ansteigt. Ob eine prophylaktische Einnahme bei SARS Cov-2 etwas nützt bzw. Lupuspatienten durch die langjährige (Hydroxy-)Chloroquineinnahme in irgendeiner Weise gegenüber SARS Cov-2 geschützt sind, ist noch nicht bekannt.
Dorothea Maxin, Darmstadt

Resistenzen gegen Antibiotika durch Chloroquin? https://www.aerztezeitung.de

Chorea Huntington:

Zu viele Basen verderben das Gen https://www.mpg.de/576352/pressemitteilung200902162

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen:

Bislang 170 Schwerpunktpraxen für entzündliche Darmerkrankungen https://www.aerzteblatt.de
Kommentar: Wünschenswert wäre, dass es zertifizierte Schwerpunktpraxen im Bereich der Rheumatologie auch für Kollagenosen gäbe.

Ciclosporin A:

Ciclosporin A https://de.wikipedia.org

Ciclosporin-Augentropfen bei Keratitis zur Zulassung empfohlen https://www.ema.europa.eu

Cladribin:

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) nimmt den Antrag der Fa. Merck auf Marktzulassung für das Prüfpräparat Cladribin-Tabletten zur Behandlung von schubförmiger Multipler Sklerose (MS) zur Prüfung an. https://news.merck.de

Clostridium difficile:

UV-Licht-Desinfektion könnte C. difficile-Übertragung in Krankenbetten verhindern
Die Antibiotikabehandlung eines Patienten erhöht das Risiko, dass der nächste Patient im selben Bett sich mit C. difficile infiziert. Eine UV-Desinfektion des Raumes senkt das Übertragungsrisiko. https://www.aerzteblatt.de

Clostridium difficile: Mikrobiomtransfer wird neuer Standard bei komplizierten Durchfallerkrankungen https://www.journalmed.de

Clostridien-Diarrhö: Fäkalien durch die Nase
Es klingt widerwärtig: Über eine Nasensonde infundiert man Durchfallpatienten Fäkalien eines fremden Spenders. Die "Ekel-Therapie" feiert zunehmend Erfolge - jetzt feiern niederländische Kollegen einen neuen Erfolg. https://www.aerztezeitung.de

Mikrobiomtransfer: Geheilt durch eine Stuhl-Spende. Bei einer wiederkehrenden Infektion mit dem Bakterium Clostridium difficile ist der Mikrobiomtransfer, so der korrekte Name, seit kurzem neuer Standard. http://www.medscapemedizin.de

Fäkal-Transplan­tation heilt C. difficile-Infektion https://www.aerzteblatt.de

Colitis ulcerosa:

Chronische Colitis durch Spülmittelrückstände? https://www.aerztezeitung.de

Coronavirus 2020/SARS-CoV-2/COVID-19/Corona-Pandemie:

Inzidenz/Prävalenz:

Our World in Data https://ourworldindata.org

John Hopkins Universität: Coronavirus - Karte weltweite Verbreitung https://gisanddata.maps.arcgis.com

Robert-Koch-Institut (RKI): Coronavirus-Fallzahlen Deutschland und weltweit https://www.rki.de

Robert-Koch-Institut (RKI): Coronavirus - weltweite Risikogebiete https://www.rki.de

Ansteckungsrate wieder bei 0,9 https://www.tagesschau.de
Kommentar: Je niedriger die Zahl der Neuerkrankungen liegt, desto mehr machen sich womöglich Ausreißer in der Ansteckungsrate bemerkbar. Beispiel: Wenn bei einer Gesamtzahl von etwa 1000 Neuinfektionen pro Tag ein Mitarbeiter eines Altenheims 27 Bewohner und Kollegen ansteckt, steigt die Ansteckungsrate möglicherweise deutlicher an, als wenn die Gesamtzahl von Neuinfektionen an einem Tag bei 5000 liegt.

SARS-CoV-2: Wie ein Sänger (fast) den gesamten Chor angesteckt hat
Beericht über ein Superspreader-Ereignis in einem Kirchenchor, wo eine Person gleich 52 Mitsänger infizierte, von denen 3 schwer erkrankten, davon 2 mit Todesfolge. Der Erkrankte hatte seit drei Tagen leichte Symptome. Der Sitzplan zeigt, dass der Index-Patient sich ganz links in der hinteren von fünf Reihen befand. Bis auf 8 Personen vorne rechts in der ersten Reihe hat er alle infiziert. https://www.aerzteblatt.de

WHO-Europa-Direktor: Bevölkerungsimmunität kaum noch zu erreichen
Der Europa-Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Hans Kluge, hat vor zu großen Erwartungen an eine hohe Impfrate als Ausweg aus der Pandemie gewarnt. Durch die Verbreitung neuer Virus-Varianten mit höherer Übertragbarkeit wie der Delta-Variante sei das Ziel einer Bevölkerungsimmunität kaum noch zu erreichen, sagte Kluge.
Im Mai hatte Kluge noch gesagt, ab einer Durchimpfung von 70 Prozent der Weltbevölkerung sei ein Ende der Pandemie möglich. Auf die Frage, ob die WHO an diesem Ziel festhalte, sagte Kluge nun, im Mai seien hochansteckende Virus-Varianten noch nicht so weit verbreitet gewesen. "Daher gehe ich davon aus, dass wir an den Punkt kommen, an dem das wichtigste Ziel der Impfungen ist, schwere und tödliche Krankheitsverläufe zu verhindern." https://www.tagesschau.de

Diagnose:

(Stand 22.11.21) Bei den Corona-Schnellteststellen mit Antigentests sollen sich Patienten mit Erkältungssymptomen nicht vorstellen. Für PCR-Tests sind die Hausärzte zuständig. Nicht alle Hausärzte führen allerdings PCR-Tests durch, fragen Sie beim Hausarzt nach den Praxen, die Testungen durchführen! Darüber hinaus gibt es vor Ort öffentliche Stellen, die PCR-Tests anbieten. In Darmstadt ist das aktuell das Testzentrum in der Bessunger Str. 125, Gebäude D, Öffnungszeiten Mo, Mi und Fr 9.00-12.00 Uhr.

(Stand 5.3.20) Nach Auskunft der hessischen Corona-Hotline Tel. 0800/5554666 sind in Darmstadt die Hausärzte für die Testung von Verdachtsfällen zuständig. Da nicht alle Hausärzte diesen Test durchführen, bliebe den Patienten überlassen, sich von Hausarztpraxis zu Hausarztpraxis durchzutelefonieren, wo dieser Test gemacht werden kann.

Dazu ein Artikel im Darmstädter Echo vom 4.3.20: Coronavirus: Praxen in Darmstadt fühlen sich alleingelassen https://www.echo-online.de
Hinweis: Die Kreisklinik in Groß-Gerau hat ein "Corona-Drive-in" eingerichtet:
Kreisklinik Groß-Gerau: Informationen zum Coronavirus https://www.kreisklinik-gg.de/coronavirus/
"Bei Ihnen liegt ein begründeter Verdacht vor? Dann bieten wir Ihnen folgende Möglichkeiten für die notwendige Diagnostik: Sie melden sich telefonisch unter 06152-9860 und lassen sich für eine Beratung und Untersuchungen an unsere ärztlichen Kollegen aus dem MVZ durchstellen. Nach Rücksprache mit dem Kreisgesundheitsamt können Sie hier einen Termin für eine persönliche Untersuchung vereinbaren. Sollten Sie über einen eigenen Pkw verfügen, können Sie sich auch nach kurzer Ankündigung, sowie vorheriger Rücksprache mit dem Gesundheitsamt, vor dem Klinikgebäude mittels Abstrich testen lassen."
Kommentar: Diese Situation erinnert an die Impfung gegen Schweinegrippe im Jahr 2009. In Darmstadt war kein Impfstoff mehr verfügbar, Patienten fuhren z. B. zum Gesundheitsamt in Heppenheim, um sich impfen zu lassen. Dazu kommt, dass der Pandemieplan nicht öffentlich ist. Für die Wissenschaftsstadt Darmstadt, in der Menschen aus 150 Nationen leben, eigentlich ein Armutszeugnis.
Ergänzung 7.3.20: Hessen richtet zentrale Untersuchungsstellen ein. Eine sehr positive Entwicklung!
Ergänzung 13.3.20: Das Corona-Testcenter in Darmstadt wurde am Klinikum eingerichtet. Wegen eines besseren Schutzes für die anderen Patienten soll es auf das ehemalige Gelände des EAD in Bessungen verlegt werden, vgl. https://www.echo-online.de.

Warteschlangen vor dem Corona-Testcenter in Darmstadt
Vor der Bereitschaftsdienstzentrale am Klinikum Darmstadt herrscht Unmut über fehlende Informationen. Bis Montag wurden elf Corona-Fälle gezählt. https://www.echo-online.de
OB Partsch im Interview: "Wir werden auch das meistern"
"Besonders belastet war das Klinikum, in dem bis Montag die Tests durchgeführt wurden, durch Wartende, die teilweise die Notaufnahme blockiert haben." https://www.echo-online.de
Kommentar zum Corona-Testcenter: Verzweiflung https://www.echo-online.de
Kommentar: Das Corona-Testcenter offenbart gravierende Mängel im Bereich der Gesundheitsversorgung in Darmstadt. Die Gründe sind wohl verkrustete Entscheidungsstrukturen bei der Kassenärztlichen Vereinigung. Gut, dass die Öffentlichkeit darauf aufmerksam wird. Der Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch scheint sich im Tonfall gegenüber den besorgten Erkrankten vergriffen zu haben. Aktuell befindet sich das Darmstädter Corona-Testcenter auf dem ehemaligen EAD-Gelände in Bessungen. Im Stadtgebiet sollen fünf hausärztliche Schwerpunktpraxen die Corona-Patienten versorgen (Stand 30.4.20).

Testmöglichkeiten für SARS-Cov-2 in Darmstadt, Stand 13.10.20:
Eine Testung ist auf Kassenkosten durch Überweisung des Hausarztes möglich bei:
1. Testcenter in der Bessunger Str. 125 (Eingang von der Niersteiner Str./gegenüber Gesundheitsamt),
2. Covid-Schwerpunktpraxis Dr. Nina Matic, Gruberstr. 26, Kranichstein, https://praxis-matic.de/
3. Verschiedenen Arztpraxen in Darmstadt, die bei der Arztsuche der KV Hessen gefunden werden können:
https://arztsuchehessen.de
Anmerkung 7.9.22: Inzwischen durch öffentliche Testcenter ersetzt.

Es gibt auch eine sehr gute Corona-Hotline des Darmstädter Gesundheitsamts, Tel. 06151/3309-777, Mo bis Do 9.00-12.00 Uhr und 13.00-16.00 Uhr, Fr 9.00-12-00 Uhr, Email: corona@gesundheitsamt-dadi.de
.
Die Testmöglichkeiten in anderen Regionen Deutschlands werden ähnlich sein - schauen Sie bitte nach Arztpraxen bei der Arztsuche der Bundesärztekammer https://www.bundesaerztekammer.de und den Informationen bei Ihrem örtlichen Gesundheitsamt.

24.4.20, Corona-Pandemie: RKI empfiehlt Tests für alle Atemwegsinfekte https://www.tagesschau.de
Hinweis: Der Rachenabstrich (PCR-Test) kann falsch-negativ sein, d. h. eine vorliegende Coronainfektion nicht anzeigen. Falsch-positive Ergebnisse kommen wohl selten vor, da er auf der RNA (Erbsubstanz) basiert.

27.3.20, Corona-Strategiepapier: Mit effizientem Testen zum "Best Case" https://www.tagesschau.de

26.3.20, RKI empfiehlt Corona-Test für Risikopatienten mit Symptomen
Zu den Fällen, die aktuell auf das Corona-Virus getestet werden sollten, zählen laut Robert-Koch-Institut auch Risikopatienten mit Symptomen. Zu den Fällen, die labordiagnostisch getestet werden sollten, zählen nach dem RKI unter anderem Menschen, die akute, respiratorische Symptome aufweisen und gleichzeitig einer Risikogruppe angehören, auch wenn kein Kontakt zu einer an COVID-19 erkrankten Person bekannt ist.
Als Risikogruppe gelten Menschen ab dem 60. Lebensjahr, aber auch Patienten mit Immunsuppression. Dies betrifft damit auch Betroffene mit einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung wie rheumatoider Arthritis, Morbus Bechterew, Lupus erythematodes oder Vaskulitis. Medikamente wie Cortison, Methotrexat, JAK-Inhibitoren oder die Biologika regeln das Immunsystem herunter und führen somit zur Infektanfälligkeit. https://www.rheuma-liga.de

23.4.20, Nach Expertenwarnung: Keine Schnelltests auf Antikörper gegen SARS-CoV-2 mehr in Apotheken, doch Internethandel boomt
https://deutsch.medscape.com

23.4.20, COVID-19-Test: Erstes Testkit für Privatpersonen zugelassen https://www.journalmed.de
Coronavirus Test: Rachenabstrich-Testkit zum Selbermachen, 199 Euro. Versand zunächst nur innerhalb von Deutschland.

SARS-CoV-2-Antikörpernachweis der Fa. Shenzhen YHLO Biotech für den Nachweis von IgM- und IgG-Antikörpern gegen SARS-CoV-2. Die Infektion muss mindestens 14 Tage zurückliegen, da die Antikörperbildung solange dauern kann. Laut Auskunft des Labors habe der Test eine Spezifität von 95%, d. h. schließt mit 95% andere Coronaviren aus. Kosten als IGEL-Leistung: 17,49 Euro. https://www.labor-limbach.de.

25.9.20, SARS-CoV-2-Antigen-Schnelltest ab sofort erhältlich
Da bei diesem COVID-19 Schnelltest das Ergebnis bereits nach kurzer Zeit vorliegt und der Test eine hohe Sensitivität von 96,52% sowie eine sehr gute Spezifität von 99,68% aufweist, lassen sich handlungsrelevante Entscheidungen schnell und sicher treffen. Die Durchführung des Schnelltests erfolgt durch medizinisches Fachpersonal. (...) Wenn das Zielantigen in ausreichender Konzentration in der Probe vorhanden ist, binden sie an spezifische Antikörper des Tests und erzeugen ein visuell nachweisbares Signal auf dem Teststreifen, wobei die Ergebnisse in 15 Minuten vorliegen. https://www.journalmed.de

PEI: Liste von Antigentests auf SARS-CoV-2 https://www.pei.de

1.12.20, Corona-Schnelltests in Darmstadt jetzt auch am Abend, den Wochenenden und an den Feiertagen
Eben schnell testen und dann unbeschwert Familie und Freunde treffen: Die Feiertage und ein langer Winter stehen bevor. In Darmstadt kann man sich deswegen jetzt an 7 Tagen die Woche von 12:00 bis 23:00 Uhr im drive-in Verfahren (im Auto) auf Sars-CoV-2 (Corona) testen lassen.

15.12.20, Neues Corona-Schnelltest-Zentrum: Der Antigen-Schnelltest von R-Biopharm
Pfungstadt (bei Darmstadt), Dr.-Horst-Schmidt-Straße 12, montags bis freitags, von 8 bis 15 Uhr
Die Testung kostet 48 Euro und muss im Voraus bezahlt werden. Ebenso ist vorab eine Registrierung und Terminbuchung über das Portal des Testzentrums (www.cstz-da.de) notwendig.

28.12.20/3.12.20, Drogeriekette dm: Coronavirus Antikörper-Test, 49,95 Euro https://www.dm.de

29.12.20, Covimedical: Testzentrum Darmstadt, Huckebein, Heidelberger Str. 89A, 64285 Darmstadt. Termine online buchen, Kosten: 34,95 Euro. Testzentren auch an vielen anderen Orten! https://15minutentest.de

13.2.21, PCR-Tests ab kommender Woche wieder für alle mit Symptomen https://www.aerzteblatt.de

Ab März 2021: Schnelltests der verschiedensten Art (Nasenabstrich, Spucktest/Speicheltest) sind jetzt in Apotheken, Drogerien und Supermärkten erhältlich.

17.3.21, Kostenlose Schnellteststelle Darmstadt-Innenstadt vor der Einhorn-Apotheke, Ludwigsplatz 1, Mo-Sa 9.30-17.00 Uhr. Vorher online Terminvereinbarung notwendig unter https://www.einhorn-apotheke.de/. Weitere Stellen in Darmstadt sind unter anderem das Testzentrum auf dem Messplatz und das Testzentrum im "Huckebein". Alle Adressen zur kostenfreien Testung auf Covid-19 in Hessen hier https://www.corona-test-hessen.de/. Derzeit gibt es einen kostenlosen Schnelltest pro Woche.

25.4.21, Neuer Covid-Atemdetektor: Einmal pusten, bitte!
Eine polnische Firma hat ein Gerät entwickelt, das Coronaviren im Atem nachweisen soll. Sollte der Detektor tatsächlich bald auf den Markt kommen, könnte es die bisherigen Testabläufe vereinfachen.
Kommentar: In diese Richtung könnte es gehen. Wenn es funktioniert, könnten an jeder Ecke solche Geräte aufgestellt werden, um das SARS-Cov-2-Virus zu identifizieren - und das weltweit. Vielleicht ein wichtiger Baustein in der Bekämpfung der Pandemie.

14.5.21, Diese 38 Corona-Schnellteststellen gibt es in Darmstadt https://www.echo-online.de

- Hinweis: Inzwischen (Stand Juni 2021) gibt es zahlreiche Covid-19-Antikörpertests und Teststellen, sodass diese hier nicht mehr einzeln aufgeführt werden. -

Krankheitsbild:

UKE-Studie: Neuartiges Corona-Virus befällt als "Multiorganvirus" zahlreiche Organe https://idw-online.de

Corona-Symptome über Monate: Woran manche Patienten besonders leiden: Manchen Patienten lässt Corona lange nicht mehr los. Immer häufiger ist von monatelangen Krankheitsverläufen zu hören. Die Betroffenen plagen sich aber nicht nur mit den Symptomen herum.
Viele leiden an einer lähmenden Müdigkeit (...). Bis zu zehn Prozent der Patienten zeigten 30 Tage nach Ausbruch immer noch Krankheitszeichen. Der Mediziner hält Covid-19 für "noch merkwürdiger" als seltene Autoimmunerkrankungen wie etwa Lupus, die sich ebenfalls auf unterschiedlichste Weise äußern. https://www.merkur.de

Hautveränderungen als Indiz für COVID-19
Bei einer fraglichen Infekt-Symptomatik können Hautveränderungen, die wie klassische Frostbeulen oder eine seltene Form eines Chilblain-Lupus (Frostbeulenlupus) aussehen, für die Differenzialdiagnose COVID-19 ein Hinweis sein - besonders bei jüngeren Betroffenen https://lokalklick.eu

Häufiger Harndrang als Symptom von COVID-19?
Die Münchner Urologen vermuten, dass das Virus selbst eine Zystitis hervorruft, jedoch nicht vom Urin, sondern vom Blut aus über die basalen Urothelzellen. https://biermann-medizin.de
Kommentar: Das könnte die häufigen Blasenentzündungen nach Impfungen mit Comirnaty® erklären. Möglicherweise entstehen Blasenentzündungen nach COVID-Infektionen oder einer Impfung mit Comirnaty® durch eine Immunreaktion auf irgendein gemeinsames Merkmal, ähnlich wie die Narkolepsie bei der Schweinegrippe und der Schweinegrippenimpfung. Vielleicht spielt auch das HLA-System wieder eine Rolle. Um das auslösende Merkmal herauszufinden, stellt sich dann die Frage: Treten Blasenentzündungen auch nach Impfung mit anderen COVID-Impfstoffen auf, oder nur nach mRNA-Impfungen, oder nur nach Comirnaty?

COVID-19: Kinder in der Lombardei erkranken an atypischem Kawasaki-Syndrom https://www.aerzteblatt.de

Berliner Forscher: Wir können die Corona-Pandemie auch ohne Impfstoff stoppen https://www.berliner-zeitung.de
Kommentar: Das SARS Cov-2-Virus enthüllt nach und nach seine Geheimnisse. Wir lernen über Reproduktionsraten, Aerosole und Superspreader und kommen dem listigen Virus allmählich auf die Spur. Vielleicht müssen wir nicht mit Schutzmaßnahmen wie Abstandsgebot, Mundschutz und dem Vermeiden von Großversammlungen auf bessere Therapien und eine Impfung warten, das wäre schön.

Christian Drosten: Auf dem Boulevard der Wissenschaft https://www.zeit.de
Kommentar: Deutschland und die Welt erlebt gerade neben vielen anderen Lernkurven auch eine Lernkurve, wie Wissenschaft funktioniert. Es wäre schön, wenn Erkenntnisse immer gleich schon fertig auf dem Präsentierteller dalägen. Stattdessen ist Erkenntnisgewinn eine mühsame Suche mit Bilden von Hypothesen und Verwerfen oder Bestätigen dieser Hypothesen. Danke an die Wissenschaftler, die sich nicht beirren lassen, wenn das für manche Menschen zu kompliziert ist.

Prof. Peter Kern: Zeit gewonnen durch Mutationen: "B.1.1.7 ist das Beste, was uns passieren konnte" https://www.n-tv.de

Prof. Peter Dabrock: Gesellschaft nach der Pandemie - Wir werden uns manches nicht verzeihen können https://www.spiegel.de

G-BA: Befristete Sonderregelungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie (Stand 24.11.21) https://www.g-ba.de

G-BA: Alle COVID-Sonderregelungen auf einen Blick (Stand 24.11.21) https://www.g-ba.de

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat angesichts steigender Infektionszahlen die Corona-Sonderregelung für eine telefonische Krankschreibung wieder aktiviert. Sie gilt vorerst befristet bis 30. November 2022. https://www.g-ba.de

Aktualisierung Pressemitteilung: Corona-Sonderregelung - Telefonischen Krankschreibung weiter bis Ende Mai möglich (Stand 18.3.22) https://www.g-ba.de

G-BA passt Sonderregelungen an und gibt Planungssicherheit - bis Ende März 2022 verlängert
Arbeitsunfähigkeit: Patientinnen und Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, können wie bisher telefonisch für bis zu 7 Kalendertage krankgeschrieben werden. https://www.g-ba.de

Pressemitteilung: G-BA verlängert Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung und weitere Corona-Sonderregeln bis 31. Dezember 2021
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat heute die Corona-Sonderregeln für die telefonische Krankschreibung bei leichten Atemwegsinfekten, für ärztlich verordnete Leistungen sowie für die telefonische Beratung in der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung um weitere drei Monate bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Angesichts der leichten Übertragbarkeit der Delta-Variante des Coronavirus und der zu langsam voranschreitenden Impfung der Bevölkerung sollen die erneut verlängerten Sonderregeln weiterhin helfen, Kontakte zu vermeiden und potenzielle Infektionsrisiken zu minimieren. Auch im Hinblick auf die bevorstehende Erkältungs- und Grippesaison müssen Arztpraxen weiter entlastet werden. Die Verlängerung betrifft die Sonderregeln, deren Geltungsdauer nicht an die epidemische Lage nationaler Tragweite geknüpft ist, sondern vom G-BA befristet beschlossen wurden. https://www.g-ba.de

15.10.20, Corona-Pandemie: G-BA ermöglicht erneut telefonische Krankschreibung https://www.g-ba.de

Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung aufgrund der COVID-19-Epidemie: Rückkehr zur regulären Patientenversorgung ab dem 1. Juni https://www.g-ba.de

Beschluss zur telefonischen Befunderhebung für Krankschreibung gefasst
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat eine inhaltlich angepasste Regelung zur telefonischen Feststellung einer Arbeitsunfähigkeit durch Vertragsärztinnen und Vertragsärzte beschlossen. Befristet bis zum 4. Mai 2020 darf die Feststellung der Arbeitsunfähigkeit bei Versicherten mit Erkrankungen der oberen Atemwege, die keine schwere Symptomatik aufweisen, für einen Zeitraum von bis zu 7 Kalendertagen auch nach telefonischer Anamnese erfolgen. Das Fortdauern der Arbeitsunfähigkeit kann im Wege der telefonischen Anamnese einmalig für einen weiteren Zeitraum von bis zu 7 Kalendertagen festgestellt werden. Krankschreibungen bei leichten Atemwegserkrankungen können vorerst weiterhin nach telefonischer Anamnese erfolgen https://www.g-ba.de

Krankschreibungen setzen wieder eine ärztliche Untersuchung voraus - Befristete Ausnahmeregelung zur telefonischen Anamnese wird nicht verlängert
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am Freitag in Berlin beschlossen, dass die befristete Ausnahmeregelung zur telefonischen Feststellung von Arbeitsunfähigkeit bei leichten Atemwegsbeschwerden am 19. April 2020 nicht verlängert wird. Damit gilt ab dem 20. April 2020 wieder, dass für die ärztliche Beurteilung, ob eine Versicherte oder ein Versicherter arbeitsunfähig ist und eine entsprechende Krankschreibung erhält, eine körperliche Untersuchung notwendig ist. https://www.g-ba.de

Ärzte dürfen bei Atemwegsinfekten zwei Wochen per Telefon krankschreiben
Neu neben der längeren Dauer von bis zu 14 Tagen ist, dass unter die Regelung auch Patienten fallen, bei denen ein Infektionsverdacht besteht. Damit können Patienten im Verdachtsfall zu Hause bleiben und müssen nicht wegen der bloßen Attestierung einer Arbeitsunfähigkeit extra in die Praxis kommen, informiert die KBV. Der Arzt muss den Patienten aber darauf hinweisen, dass dieser nach telefonischer Anmeldung unverzüglich einen Arzt aufsuchen soll, falls es ihm gesundheitlich schlechter geht.
Sollte bei einem Patienten der Verdacht auf eine SARS-CoV-Infektion bestehen und eine Labordiagnostik erforderlich sein, informiert der Arzt ihn darüber, wo er sich testen lassen kann. In einigen Bereichen von Kassenärztlichen Vereinigungen benötigen Patienten für die Untersuchung eine Überweisung (Muster 10). In diesen Fällen soll der Arzt die Überweisung dem Patienten per Post zuschicken. https://www.aerzteblatt.de

AU per Telefon für Nicht-Coronainfizierte https://www.univadis.de
Wegen der bloßen Attestierung einer Arbeitsunfähigkeit (AU) müssten die Patienten nicht extra in die Praxis kommen, heißt es in einer Mitteilung. Voraussetzung hierfür ist, dass sie weder in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das neue Coronavirus nachgewiesen wurde, noch sich in einem Gebiet mit Covid-19-Fällen aufgehalten haben. Diese Sonderregelung gelte für vier Wochen.In diesen Fällen können Mediziner nach telefonischer Anamnese eine AU für bis zu sieben Tagen ausstellen und dem Patienten postalisch zusenden. [...] Beim Ausstellen der telefonischen AU-Bescheinigung muss nicht zwingend die eGK eingelesen werden. Denn Praxen können bei bekannten Versicherten die Daten aus der Patientenkartei übernehmen.

Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Wer an leichten Atemwegserkrankungen leidet, kann auch über den Jahreswechsel hinaus telefonisch bis zu 7 Tage krankgeschrieben werden. Ebenfalls können niedergelassene Ärztinnen und Ärzte eine Folgebescheinigung der Arbeitsunfähigkeit für weitere 7 Kalendertage telefonisch ausstellen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat heute seine Sonderregelung zur Feststellung der Arbeitsunfähigkeit um 3 Monate verlängert. Sie gilt nun bis zum 31. März 2021. Damit reagiert der G-BA auf die deutschlandweit anhaltend hohen COVID-19-Infektionszahlen. Durch eine Reduzierung von direkten Arzt-Patienten-Kontakten sollen das potenzielle Infektionsrisiko gesenkt und Arztpraxen entlastet werden. Wichtig ist: Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte müssen sich durch eine eingehende telefonische Befragung persönlich vom gesundheitlichen Zustand der Versicherten oder des Versicherten überzeugen und prüfen, ob gegebenenfalls doch eine körperliche Untersuchung notwendig ist. https://www.g-ba.de/

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat heute die Corona-Sonderregeln für die Ausstellung von Krankschreibungen, für ärztlich verordnete Leistungen und Krankentransporte sowie für die telefonische Beratung in der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung über den 31. März hinaus um weitere drei bzw. sechs Monate verlängert. Er reagiert damit auf das anhaltend hohe Infektionsgeschehen. Ziel ist es, Arztpraxen zu entlasten und direkte Arzt-Patienten-Kontakte so gering wie möglich zu halten. https://www.g-ba.de

16.7.21, Corona-Pandemie: G-BA verlängert erneut Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung und telefonischen ASV-Beratung - bis 30.9.21 https://www.g-ba.de

Coronavirus: Jede Form von Hilfe ist besser als keine Nachbarschaftshilfe
Auch jüngere Menschen könnten zur Risikogruppe gehören, etwa wenn sie gerade eine Chemotherapie durchliefen oder an einer Autoimmunkrankheit wie etwa Rheuma litten. https://www.deutschlandfunk.de
Hinweis: Auch in Darmstadt gibt es eine Nachbarschaftsinitiative, vgl. https://www.kollagenose.de/nachbar.htm.

Weltweite Umfrage der World Lupus Federation unter Lupus-Patienten: Die Hälfte der Befragten erlebt reduzierten Zugang zur Gesundheitsversorgung aufgrund der COVID-19-Pandemie https://www.ots.at

Infektiologen gegen kontrollierte Durchseuchung bestimmter Altersgruppen https://www.aerzteblatt.de

Fakenews-Macher und Kriminelle nutzen Coronavirusausbruch https://www.aerzteblatt.de

Pathogenese:

Immune cell activation in severe COVID-19 resembles lupus https://news.emory.edu
Hier Besprechungen dieser Studie auf Deutsch:
Die üppige Aktivierung von Immunzellen bei schwerem COVID-19 ähnelt Lupus https://www.nach-welt.com
Gleicher Pathomechanismus bei schweren COVID-19-Verläufen wie beim systemischen Lupus erythematodes? https://nachrichten.idw-online.de

COVID-19: Antiphospho­lipid-Antikörper könnten thrombotische Komplikationen (und Versagen einer Serumtherapie) erklären https://www.aerzteblatt.de

COVID-19: Thrombosen durch SARS-CoV-2-Antikörper
Tübinger Forscher fanden eine Erklärung für die Häufigkeit von thromboembolischen Ereignissen bei intensivpflichtigen COVID-19 Patienten. Sie wiesen nach, dass SARS-CoV-2-Antikörper Apoptosen bei Thrombozyten auslösen und auf diese Weise Thrombosen verursachen können. https://www.gelbe-liste.de/

Corona-Pandemie: Doppel-Mutante breitet sich in Indien aus
In Indien breitet sich eine Kombination der britischen und der südafrikanischen Variante des Coronavirus aus. Sie soll noch ansteckender und möglicherweise auch resistent gegen die meisten Impfstoffe sein.

COVID-19: Autoantikörper könnten Patienten langfristig schaden
Auch ein Team um Paul Utz von der Stanford Universität in Palo Alto/Kalifornien wurde bei 147 hospita­lisierten Patienten fündig. Bei jedem 4. wiesen die Immunologen antinukleäre Antikörper (ANA) nach, die bei einer Reihe von Autoimmunerkrankungen auftreten. Die Forscher entschieden sich für eine systematische Suche nach weiteren Autoantikörpern. Als "Köder" diente ein Assay mit 53 Antigenen, die ein häufiges Ziel von Autoantikörpern bei Sklerodermie, syste­mischem Lupus erythematodes, Sjögren-Syndrom, Mischkollagenose und endokrine Autoimmuner­krankungen sind. Dieses Mal wurden bei bis zu 60 % der Patienten Autoantikörper gefunden gegenüber nur 15 % in einer Gruppe von gesunden Kontrollen. https://www.aerzteblatt.de

Immungeschwächte potentielle Quelle für SARS-CoV-2-Mutationen https://idw-online.de

Blasmusik bei Coronagefahr weniger ansteckend als Chorgesang https://www.aerzteblatt.de

Therapie:

Vorgehen bei einer diagnostizierten SARS-Cov-2-Erkrankung:
1. Nach dem positiven Antigen-Test-Ergebnis wird u. U. ein PCR-Test durchgeführt. Der positive Rachenabstrich wird vom Arzt bzw. der durchführenden Stelle automatisch ans Gesundheitsamt gemeldet.
2. Der Erkrankte soll sich zuhause isolieren.
3. Das örtliche Gesundheitsamt nimmt Kontakt mit der erkrankten Person auf und berät sie telefonisch während der Erkrankung. Schlägt also auch vor, wann man sich ggf. an ein Krankenhaus wenden soll.
4. Bei Verschlechterung des Gesundheitszustands kann sich jeder Erkrankte selbstverständlich auch von selbst an die Notaufnahme eines Krankenhauses wenden.
Mit einer Krankenhauseinweisung sollten Erkrankte nach jetzigem Kenntnisstand nicht zu lange warten, da das subjektive Befinden anscheinend zunächst oftmals besser scheint als die Krankheitsaktivität tatsächlich ist, und eine möglichst frühzeitige Therapie sich auch bei SARS-Cov-2 als günstig erwiesen hat.

Behandlung von COVID-Risikopatienten mit oralen oder Infusionsmedikamenten in der replikativen Phase bis etwa 9-10 Tage nach Symptombeginn:
- Die Behandlung erfolgt ambulant bei niedergelassenen Ärzten oder stationär im Krankenhaus.
- Besprechen Sie den Modus der Behandlungseinleitung VOR einer möglichen COVID-Infektion mit Ihrem behandelnen (Haus-)Arzt. Auch niedergelassene Ärzte können diese Medikamente jetzt abrechnen (Stand Februar 2022)
- Alternativ: Erkundigen Sie sich bei den in der Liste "Stern- und Satellitenapotheken" aufgeführten Krankenhäusern nach dem Modus der Vorstellung bzw. Einweisung. Möglicherweise kann auch das betreuende Gesundheitsamt Auskunft geben. Zum Transport ins Krankenhaus ggf. die 112 anrufen.
Verteilung, Lagerung und Abgabe von zentral beschafften Arzneimitteln mit monoklonalen Antikörpern https://www.rki.de
RKI: Stern- und Satellitenapotheken https://www.rki.de

S3-Leitlinie - Empfehlungen zur stationären Therapie von Patienten mit COVID-19 https://www.awmf.org
Hinweis: Etwa 5% der COVID-19-Patienten benötigen eine stationäre Therapie

AKdAE: COVID-19: Medikamentöse Therapieansätze im Rahmen von Studien und individuellen Heilversuchen https://www.akdae.de

Clinical Trials Map https://covid-19.heigit.org

Charité eröffnet Ambulanz für COVID-19-Therapie mit monoklonalen Antikörpern
Eingesetzt werden sollen die monoklonalen Antikörper Casirivimab/Imdevimab (Regeneron) und Bamlanivimab (Eli Lilly), die die Bundesregierung im Januar angeschafft hatte.
Die neue Antikörperambulanz auf dem Charité-Campus im Berliner Bezirk Mitte soll die Lücke zwischen ambulanten Patienten und Krankenhaus schließen. Einen Termin für die einmalige Infusionstherapie in der Ambulanz können nur die behandelnden Haus- oder Fachärzte vereinbaren, nicht Patienten selbst. Gedacht ist das Angebot etwa für Menschen mit Immunsuppression wegen Chemotherapie oder Organ­transplantation, chronischen Nierenerkrankungen, Übergewicht (BMI von 35 und darüber), COPD, Lun­gen­fibrose und für Menschen mit Down-Syndrom. Eine Reihe weiterer Voraussetzungen muss erfüllt sein: Möglich ist die Therapie nur bei Erwachsenen, die maximal milde bis moderate Symptome aufweisen und dies seit nicht mehr als fünf Tagen. https://www.aerzteblatt.de

Viele chronisch Kranke fürchten "Kollateralschäden"
Covid-19 und die direkt Betroffenen sind nur ein Aspekt der SARS-CoV-2-Infektion. Ein viel größerer Personenkreis als die Infizierten selbst dürfte jetzt und in Zukunft Folgeschäden erleiden. Dazu gehören laut Claas Röhl von Pro Rare Austria Personen mit seltenen Erkrankungen. Beispiele für erschwerte bzw. mangelhafte Versorgung der Betroffenen gebe es bereits, erklärte er.
Große Verunsicherung herrsche auch, wie die Vorgangsweise im Fall einer Triage (Zuteilung der zur Verfügung stehenden medizinischen Ressourcen zu bestimmten Patienten; Anm.) aussehen würde. "Vom europäischen Dachverband EURORDIS wurde nämlich aufgezeigt, dass in anderen Ländern Menschen mit seltenen Erkrankungen und einer gleichzeitigen Covid-19-Erkrankung durch Triage-Richtlinien diskriminiert wurden. In Österreich wurden die Kapazitätsgrenzen bisher glücklicherweise nicht erreicht", sagte Röhl.

Zielgerichtete COVID-19-Therapie: Was können wir von nephrologischen Autoimmunerkrankungen lernen? "Inzwischen werden immer mehr Ähnlichkeiten bei schwerem COVID-19 und dem SLE bzw. mit Autoimmunerkrankungen beschrieben. Es kommt bei schwerkranken COVID-19-Patienten ebenfalls zu einem Anstieg von autoantikörperbildenen Lymphozyten (B-Zellen) sowie zu deren Aktivierung wie bei akuten SLE-Schüben. Auch aPL konnten bei COVID-19 nachgewiesen werden - und die aPL-Konzentrationen korrelierten mit der Schwere der Erkrankung. Auch klinisch gibt es interessante Parallelen: Eine wegweisende Studie aus Deutschland zeigt, dass eine frühe Nierenbeteiligung (Proteinurie, Hämaturie) bei COVID-19 prognosebestimmend sein kann - wie es auch beim SLE der Fall ist.
(...) Immunmodulatorische Therapien, die bei nephrologischen Autoimmunerkrankungen wie dem SLE eingesetzt werden oder sich in der Testung befinden, könnten auch bei schweren COVID-19-Verläufen erfolgversprechend sein (...). Wir erhoffen uns durch neue diagnostische Möglichkeiten für Patienten eine verbesserte Risikoabschätzung sowie gezieltere Therapieansätze auch für nicht-COVID-19 assoziierte Immunphänomene." https://nachrichten.idw-online.de
Kommentar: Es wäre fantastisch, wenn bessere Covid-19-Therapien zu besseren Lupustherapien führen würden.

RKI: COVID-19: Therapiehinweise und Empfehlungen https://www.rki.de

Kassenärztliche Bundesvereinigung: Antivirale Arzneimitteltherapie bei COVID-Erkrankungen https://www.kbv.de.
Kommentar: Angaben, wie diese Arzneimittel in der Arztpraxis vor Ort verordnet werden können.





Therapieversuche bei SARS Cov-2
Acalabrutinib
Anakinra
(Stand 16.12.21) Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat den Weg für die Zulassung von zwei weiteren Medikamenten zur Behandlung von Covid-19 freigemacht. Mit Xevudy und Kineret [Anakinra] könnten Patienten gut behandelt werden, teilte die EMA in Amsterdam mit. Die EU-Kommission muss der Zulassung noch zustimmen. Das aber gilt als Formsache. https://www.tagesschau.de
Hinweis: Bei der Omikron-Variante offenbar wirksam.
Für die ambulante Therapie im Frühstadium der Erkrankung in Deutschland verfügbar gewesen: Bamlanivimab/Etesevimab der Firma El Lilly. Das Bewertungsverfahren wurde zurückgezogen. Nicht wirksam gegen Omikron https://www.pei.de.
Baricitinib
Hinweis: Bei der Omikron-Variante offenbar wirksam.
BCG-Impfung
Bebtelovimab: Notfallzulassung in den USA (Stand 15.2.22)

Laborstudie: Nur der Antikörper Bebtelovimab kann die Omikron-Subvarianten BA.2. neutralisieren https://www.aerzteblatt.de
Beta-Interferon
Budesonid
Caletra
Camostat
Carragelose-Nasenspray
COVID-19: Zwei Antikörperpräparate in Europa vor der Zulassung https://www.aerzteblatt.de
Der Humanarzneimittelausschuss CHMP der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat die Zulassung von Ronapreve (Casirivimab/Imdevimab) von Roche/Regeneron [Therapie und präventive Therapie] und Regkirona (Regdanvi­mab) von Celltrion [Therapie] für COVID-19 empfohlen.

In der EU zugelassen: Casirivimab + Imdevimab der Firma Roche (Handelsname: Ronapreve, früherer Name: Regeneron)
Casirivimab und Imdevimab wird angewendet zur Behandlung einer bestätigten Coronavirus-2019-Erkrankung (COVID-19) bei Patienten ab 12 Jahren, die keine zusätzliche Sauerstofftherapie aufgrund von COVID-19 benötigen und bei denen ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung besteht. Nicht wirksam gegen Omikron.
Risikofaktoren für einen schweren Verlauf können unter anderem sein:
fortgeschrittenes Alter
Adipositas
kardiovaskuläre Erkrankungen, einschließlich Hypertonie
chronische Lungenerkrankungen, einschließlich Asthma
Diabetes Mellitus Typ 1 oder 2
chronische Nierenerkrankungen, einschließlich Dialysepatienten
chronische Lebererkrankungen
Immunsuppression, basierend auf der Einschätzung des behandelnden Arztes, z. B. Tumorpatienten, knochenmark- oder organtransplantierte Patienten, Patienten mit Immunschwäche, HIV-Patienten, deren Erkrankung ungenügend kontrolliert ist oder bei Nachweis von AIDS, Patienten mit Sichelzellanämie oder Thalassämie, Patienten mit anhaltender Behandlung mit Immunsuppressiva
Limitierung bei Patienten mit schwerer COVID-19-Erkrankung:
Die Gabe monoklonaler Antikörper wie Casirivimab und Imdevimab kann bei hospitalisierten Patienten mit COVID-19, die eine High-Flow-Sauerstofftherapie oder mechanische Beatmung benötigen, zu einer Verschlechterung des Therapieergebnisses führen.
Dosierung: Die empfohlene Dosierung von Casirivimab und Imdevimab beträgt 1200 mg Casirivimab und 1200 mg Imdevimab, die einmalig zusammen als eine intravenöse Infusion verabreicht werden müssen. https://www.pei.de/
Hinweis: Gegen die Omikron-Variante nicht wirksam.
Chloroquin/Hydroxychloroquin https://www.akdae.de
Chlorpromazin
Cobicistat
Darunavir
DAS181
Emapalumab
Für die ambulante Therapie im Frühstadium der Erkrankung in Deutschland verfügbar: Etesevimab der Firma El Lilly.
Kommentar: Der Verordnungs- und Vertriebsweg im ambulanten Bereich muss noch geklärt werden!
Famotidin
Favipiravir
Fingolimod
Ibrutinib
Ivermectin
Kortison (Corticosteroide), z. B. Dexamethason

Kortikosteroid-Gabe ein Risikofaktor bei COVID-19: Was es bei diesen Patienten zu beachten gilt https://deutsch.medscape.com
Kommentar: Empfohlen wird, dass Patienten, die über längere Zeit Kortison einnehmen und möglicherweise eine Nebenniereninsuffizienz haben, im Fall einer SARS Cov-2-Erkrankung die tägliche Kortisondosis erhöhen sollten. Wichtig für Lupus- und Kollagenosepatienten!

SARS-CoV-2: Asthmaspray mit Budesonid verhindert schwere Verläufe
Dass Steroide den Verlauf einer Erkrankung günstig beeinflussen können, hat dann die Recovery-Studie gezeigt. Patienten unter einer niedrigdosierten Behandlung mit Dexamethason hatten in der Phase-3-Studie COVID-19 häufiger überlebt. Steroide gehören seither bei schweren Verläufen zum Behand­lungs­standard. https://www.aerzteblatt.de

Leronlimab
Lopinavir
In Großbritannien und USA zugelassen: Molnupiravir der amerikan. Firma Merck & Co. (Handelsname: Lagevrio)
Indikation: Nicht beatmungspflichtige COVID-19-Patienten, bei denen ein erhöhtes Risiko bestehe schwer zu erkranken.
Wie aus einer Pressemitteilung der MHRA hervorgeht, ist das Medikament zur Anwendung bei erwachsenen Patienten mit leichtem bis mittelschwerem Covid-19 und mindestens einem Risikofaktor für die Entwicklung einer schweren Erkrankung zugelassen. Zu diesen Risikofaktoren gehören Fettleibigkeit, höheres Alter (> 60 Jahre), Diabetes mellitus und Herzerkrankungen.
(...) Basierend auf den klinischen Studiendaten sei Lagevrio am wirksamsten, wenn es in den frühen Stadien der Infektion eingenommen wird. Daher empfiehlt die MHRA seine Anwendung so bald wie möglich nach einem positiven Covid-19-Test und innerhalb von fünf Tagen nach Auftreten der Symptome. Laut der britischen Fachinformation beträgt die empfohlene Dosis 800 mg (vier 200-mg-Kapseln) alle zwölf Stunden über einen Zeitraum von fünf Tagen. https://www.pharmazeutische-zeitung.de

Großbritannien lässt Molnupiravir zur Behandlung von COVID-19 zu https://www.aerzteblatt.de

4.1.22, Molnupiravir in Deutschland verordnungsfähig
Praxen können Molnupiravir für COVID-19-Risiko­patienten verordnen https://www.aerzteblatt.de

Bevorratung in Apotheken soll Beginn einer antiviralen COVID-19-Therapie beschleunigen https://www.aerzteblatt.de

Informationen zu Lagevrio® und Paxlovid® - Verfahren zur Abgabe von Lagevrio® und Paxlovid® https://www.bfarm.de

Mundspülungen
Niclosamid
Nintedanib
Opaganib
In der EU zugelassen: Regdanvimab der Firma Celltrion (Handelsname: Regkirona)
Regdanvimab may only be administered in settings in which health care providers have immediate access to medicinal products to treat a severe infusion reaction, such as anaphylaxis.
(...) Monoclonal antibodies, such as regdanvimab may be associated with worse clinical outcomes when administered to hospitalized patients requiring high flow oxygen or mechanical ventilation with COVID-19.
(...) The recommended dosage of regdanvimab is a single intravenous (IV) infusion of 40 mg/kg. Treatment should be initiated as soon as possible after diagnosis, and not later than 7 days after the onset of symptoms.
https://www.ema.europa.eu
Kommentar: Der Verordnungs- und Vertriebsweg im ambulanten Bereich muss noch geklärt werden! Bei der Omikron-Variante offenbar nicht wirksam!
In der EU zugelassen: Remdesivir der Firma Gilead Sciences (Handelsname Veklury)
Laut der aktuellen Zulassung wird Remdesivir über insgesamt 5 bis maximal 10 Tage nur bei sauerstoffpflichtigen, jedoch nicht-beatmeten Patienten möglichst frühzeitig (optimal bis zum Tag 5-7 nach Symptombeginn stationär verabreicht. "Wir empfehlen dringend einen Behandlungsbeginn in der Frühphase der Erkrankung, ein spätere Einsatz (> 10 Tage nach Symptombeginn) bringt wahrscheinlich keinen Vorteil mehr, und könnte eventuell sogar nachteilig sein. Demach wird das Medikament folgendermaßen eingesetzt: Loading Dose von 200 mg iv Remdesivir an Tag 1, gefolgt von Erhaltungsdosis von 100 mg iv Remdesivir 1 x tgl. über weitere 4 Tage. Bei ausbleibender klinischer Besserung ggf. Verlängerung der Therapiedauer um bis zu 5 weitere Tage (auf insgesamt 10 Tage)." https://www.rki.de/
Kommentar: Der Verordnungs- und Vertriebsweg im ambulanten Bereich muss noch geklärt werden!
Ribavirin
COVID-19: Neuer Proteaseinhibitor verhindert Hospitalisierung oder Tod in Phase-2/3-Studie
Der Hersteller Pfizer Ergebnisse [stellte] zu dem 3C-Protease-Inhibitor PF-07321332 vor, der in Kombination mit Ritonavir (einem aus der HIV-Therapie bekannten "Wirkstoffverstärker" in einer Phase-2/3-Studie ebenfalls ein gutes Ergebnis erzielt hat. https://www.aerzteblatt.de

Zulassung in den USA: Ritonavir in Kombination mit PF-07321332 der Firma Pfizer (Handelsname: Paxlovid)
- orale Gabe über mehrere Tage -
(Stand 16.12.21) Die EU-Arzneimittelbehörde EMA unterstützt den Einsatz des Corona-Medikaments Paxlovid des US-Pharmakonzerns Pfizer für Notfälle. Die Tabletten könnten "zur Behandlung von Erwachsenen mit Covid-19 eingesetzt werden, die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen und bei denen ein erhöhtes Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs besteht", erklärte die EMA. Damit kann das Medikament noch vor seiner Zulassung in der EU eingesetzt werden.
(...) Demnach senkt das antivirale Medikament bei Risikopatienten die Gefahr einer Krankenhauseinweisung oder eines Todes um 89 Prozent. Dies gilt, wenn die Behandlung innerhalb von drei Tagen nach Auftreten der Krankheitssymptome begonnen wurde. Startete die Behandlung innerhalb von fünf Tagen nach Auftreten der Symptome, lag der Schutz immer noch bei 88 Prozent. https://www.tagesschau.de

EMA: Paxlovid Produktinformation https://www.ema.europa.eu
Kommentar: Das Medikament hat viele Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln. Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung von Steroiden, z. B. Prednisolon.

Bevorratung in Apotheken soll Beginn einer antiviralen COVID-19-Therapie beschleunigen https://www.aerzteblatt.de

Informationen zu Lagevrio® und Paxlovid® - Verfahren zur Abgabe von Lagevrio® und Paxlovid® https://www.bfarm.de

Ruxolitinib
Sabizabulin
Sarilumab
Serumtherapie (Antikörper aus Rekonvaleszentenplasma)
Siltuximab
Solnatide
In den USA, Großbritannien, Australien, Japan, Saudi-Arabien und der EU zugelassen: Sotrovimab (Handelsname: Xevudy) der Firmen GlaxoSmithKline und Vir Biotechnology

(Stand 16.12.21) Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat den Weg für die Zulassung von zwei weiteren Medikamenten zur Behandlung von Covid-19 freigemacht. Mit Xevudy und Kineret könnten Patienten gut behandelt werden, teilte die EMA in Amsterdam mit. Die EU-Kommission muss der Zulassung noch zustimmen. Das aber gilt als Formsache. https://www.tagesschau.de
Hinweis: Bei der Omikron-Variante offenbar wirksam. Monoklonaler Antikörper [Sotrovimab] für Corona-positive Risiko-Patienten verfügbar https://www.journalmed.de
Hinweis: Sotrovimab wirkt nicht gegen die Omikron-Variante BA2.

EMA: Sotrovimab Produktinformation https://www.ema.europa.eu

Xevudy® Beipackzettel https://www.tirol.gv.at

Neue Therapieoption bei COVID-19
Sotrovimab ist für die frühzeitige Behandlung von COVID-19 bei Erwachsenen und Jugendlichen (ab 12 Jahren und mit einem Gewicht von mindestens 40 kg) zugelassen, die keine Sauerstoffsupplementierung benötigen und ein hohes Risiko für die Entwicklung eines schweren Verlaufs von COVID-19 aufweisen. [Die Zulassungsstudie zeigt, dass] Sotrovimab das Risiko für Hospitalisierung > 24 Stunden oder Tod jedweder Ursache im Vergleich zu Placebo bis Tag 29 um 79% verringerte (bereinigte relative Risikoreduktion) (p<0,001) (2). Der monoklonale Antikörper wird einmalig in medizinischen Einrichtungen als Infusion verabreicht und ist allgemein gut verträglich. https://www.journalmed.de

Stellungnahme zur Therapie der frühen SARS-CoV-2 Infektion bei Personen mit MS (PwMS)
Xevudy® [verbleibt] als einzige Option unter den monoklonalen Antikörpern zur Neutralisierung der Omikrovariante (...). Mit der Verfügbarkeit von Sotrovimab (Xevudy®) wird Ende Januar in Deutschland gerechnet. (...) Für zwei orale antivirale Substanzen (der Polymerasehemmer Molnupiravir sowie der Proteaseinhibitor Paxlovid® (Nirmatrelvir in Kombination mit Ritonavir) liegen Studiendaten vor. (...) Aktuell steht als antivirale Therapie zur Verhinderung von schweren Krankheitsverläufen Remdesivir zur Verfügung. https://idw-online.de/de/news787046

Teicoplanin
Tixagevimab + Cilgavimab (AZD7442) der Firma Astrazeneca
In der EU zugelassen: Tocilizumab der Firma Roche (Handelsname: RoActemra)
COVID-19: Tocilizumab senkt Sterberisiko in RECOVERY-Studie https://www.aerzteblatt.de
Umifenovir


Krankheitsverlauf:

Robert-Koch-Institut: Risikogruppen für einen schweren Verlauf bei SARS Cov-2 https://www.rki.de
Hinweis: Lupus- und Kollagenosepatienten, die immunsuppressiv behandelt werden, fallen unter die Definition "Für Patienten mit unterdrücktem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht, oder wegen Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr unterdrücken, wie z.B. Cortison) besteht ein höheres Risiko."

Infektionsschutzgesetz, § 56 Entschädigung https://www.gesetze-im-internet.de
Hinweis: Chronisch kranke Mitarbeiter, die zu den Risikogruppen für einen schweren Verlauf bei einer Coronainfektion gehören, können nach § 56 Infektionsschutzgesetz gegen Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung freigestellt werden. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag vom zuständigen Gesundheitsamt erstattet.

Letalitätsrate beim Coronavirus (COVID-19) in den am stärksten betroffenen Ländern: inzwischen Deutschland 0,47% (Stand 8.9.22) https://de.statista.com

Todesfälle in Zusammenhang mit einer COVID-19-Infektion https://de.wikipedia.org

Führen Autoimmunerkrankungen zu schweren Covid-19-Fällen?
Autoantikörper greifen Gewebe im eigenen Körper an. Sie könnten für einige der schlimmsten Covid-19-Verläufe verantwortlich sein. Darauf deuten immer mehr Studien hin. https://www.spektrum.de

Autoantikörper könnten Schweregrad von COVID-19 vorhersagen
36 % der Studienteilnehmer wiesen bei ihrer Einlieferung ins Krankenhaus Autoimmunantikörper auf. 86 % der Patienten mit hohen Werten von Anti-DNA- und 93 % mit Anti-Phosphatidylserin-Antikörpern litten an einem schwerern COVID-19-Verlauf.
Autoantikörper wurden schon in früheren Studien in Zusammenhang mit einem schweren Krankheits­verlauf gebracht. Etwa solche, die sich gegen Interferone oder Cytokine richten und so die Abwehrreak­tion gegen SARS-CoV-2 behindern (Nature 2021).
Andere stehen in Verdacht, Autoimmunerkrankungen zu begünstigen, wie etwa die Thrombozytopenie (NEJM 2020), hämolytische Anämie (Br J Haematol 2020), Guillain-Barre (NEJM 2020) und Anti-Phos­pholipid-Syndrom (NEJM 2020). https://www.aerzteblatt.de

DGRh aktualisiert ihre Behandlungsempfehlungen: Rheumatherapie in Corona-Zeiten https://idw-online.de

Rheuma & Co: COVID-19 bei Immunsuppression https://www.aerzteblatt.de

Coronavirus: Infos für Menschen mit Rheuma https://www.rheuma-liga.de

Coronavirus und Rheuma: Unterbrechung der Heilmittel-Therapie https://www.rheuma-liga.de

Relevante Beeinträchtigung der Immunfunktion? SARS-CoV-2: Was Rheuma-Patienten wissen sollten https://idw-online.de

Mathian A et al. Clinical course of coronavirus disease 2019 (COVID-19) in a series of 17 patients with systemic lupus erythematosus under long-term treatment with hydroxychloroquine. Ann Rheum Dis. Apr 24, 2020 https://ard.bmj.com
Kommentar: Beschrieben wird der Verlauf einer SARS Cov-2-Erkrankung bei 17 Lupus-Patienten in Frankreich, die zwischen 5.3. und 26.3.2020 erkrankten. Die Patienten waren im Durchschnitt 53,5 Jahre alt, 13 waren Frauen. Sie wiesen z. T. erhebliche Organbeteiligungen und Komorbiditäten auf, z. B. Übergewicht (59 %), Nierenbeteiligung (47%) und Bluthochdruck (35%). Alle nahmen seit durchschnittlich 7,5 Jahren Hydroxychloroquin ein, davon 15 in der üblichen Dosierung von 1-2 Tbl. pro Tag (= 200-400 mg pro Tag) und zwei ≥ 400 mg pro Tag. Zwölf Patienten wurden außerdem mit Kortison (Prednison) vorbehandelt, davon zwei in einer Dosis von ≥ 10 mg pro Tag, sieben mit Immunsuppressiva. 14 Patienten wurden wegen SARS Cov-2 hospitalisiert, 13 entwickelten eine Lungenentzündung, zwei verstarben. Hydroxychloroquin und Prednison wurden in der vorbestehenden Dosis während der SARS Cov-2-Erkrankung beibehalten, die Immunsuppressiva reduziert oder abgesetzt, keiner erhielt wegen SARS Cov-2 eine antivirale Medikation. Der Verlauf unterschied sich bis auf eine höhere Rate von Atemnot, Kopfschmerzen und Durchfall, nicht von dem der übrigen französischen Bevölkerung. Aus deutscher Perspektive würde man von einem schweren Verlauf sprechen. Interessant wäre, diese SARS Cov-2-Erkrankungen mit Lupuspatienten zu vergleichen, die nicht mit Hydroxychloroquin vorbehandelt waren.

COVID-19 in patients with systemic lupus erythematosus: lessons learned from the inflammatory disease https://www.ncbi.nlm.nih.gov
ASSOCIATION OF COVID-19 WITH SLE FLARES AND de novo SLE
There have been reports in the literature of COVID-19 shortly preceding a de novo diagnosis of SLE, presenting concomitantly or mimicking SLE, raising the possibility of SARS-CoV-2 being a trigger of autoimmunity, as it has been postulated for other viruses. However, we need to use caution when making a diagnosis of SLE in patients with COVID-19 for various reasons. Certain clinical diagnostic criteria of SLE overlap with COVID-19 symptoms. Also, autoantibodies can occur in response to infections, and these are usually transient and of unclear significance in this setting. Hence, longitudinal evaluation of these patients is required to offer insights into the association between COVID-19 and de novo SLE.
Similarly, various reports have indicated that COVID-19 may worsen SLE manifestations. However, attributing SLE flares to a biologic mechanism is challenging because many of these patients have had greater difficulty accessing health care during the pandemic and may suffer worsened disease control due to lack of medical care or difficulty continuing their SLE medications, in addition to the psychosocial stressors of the pandemic. Therefore, it is currently unclear whether COVID-19 could predispose to SLE or cause a flare of disease in SLE patients. Long-term longitudinal studies are needed to ascertain these associations.
Kommentar: Es wird die Möglichkeit diskutiert, dass wie auch andere schwere Infektionen, eine COVID-19-Erkrankung einen Lupus auslösen kann. Dabei muss beachtet werden, dass die schwere COVID-19-Erkrankung immunologisch dem Lupus ähnelt und eine Unterscheidung möglicherweise manchmal schwierig ist. Es gibt inzwischen auch zahlreiche Fallberichte, die die Auslösung von Schüben nach einer COVID-19-Erkrankung bei vorbestehendem Lupus dokumentieren, vor allem auch beim gleichzeitigen Vorliegen eines Antiphospholipid-Syndroms.

Sie leidet an Lupus Erythematodes
Coronavirus: Jung und trotzdem gefährdet - Natalie H. gehört zur Risikogruppe https://www.merkur.de

Ein 24-jähriger Kanusportler ist in Odessa am Coronavirus gestorben
[Er] beendete 2016 seine Wettkämpfe auf hohem internationalem Niveau, nachdem bei ihm systemischer Lupus erythematodes diagnostiziert worden war. https://ukraine-nachrichten.de

Europäische COVID-19-Datenbank für Rheumapatienten gestartet https://www.aerzteblatt.de

Online-Register für Rheumapatienten mit COVID-19 eingerichtet https://www.aerzteblatt.de
Onlineregister Covid19-Rheuma.de https://www.covid19-rheuma.de/
Betroffene Patientinnen und Patienten können sich selbst direkt telefonisch bei der Kontaktstelle des Registers melden (Tel: 0641 948 899 68), wo ein Rheumatologe entsprechende Angaben erfragt. Ärztinnen und Ärzte können hier - nach kurzer Registrierung - komfortabel Rheumapatienten mit positivem Nachweis von SARS-CoV-2 oder mit COVID-19 Erkrankung online dokumentieren (Dauer max. 5-7 Minuten). Die erhobene Fälle sollen auch den korrespondierenden internationalen Registern zur Verfügung gestellt werden, so dass keine doppelten Eingaben notwendig sind.

Rebecca Hasseli: COVID-19 und rheumatische Erkrankungen - bisherige Erkenntnisse der Pandemie. Deutsche Medizinische Wochenschrift (DMW) 23(2021), S. 1564-67
https://www.thieme-connect.com
Das Register konnte bereits im März 2020 gestartet werden und 3151 [COVID-]Fälle [von Rheumapatienten] bis zum 30.08.2021 erfassen. Lediglich bei 21 % war eine stationäre Behandlung notwendig. Es wurden 102 letale Verläufe berichtet. Somit liegt die Letalität bei 3,2 %.(...)
https://www.thieme-connect.com
Übersicht: https://dgrh.de/
Kommentar: Es wurden die Meldungen an das COVID-19-Register der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie analysiert. Die Studie ist nicht repräsentativ. Bei 21% der Rheumapatienten mit COVID-19 war eine stationäre Behandlung notwendig. Die Hospitalisierungsrate war also vier mal höher als die der Durchschnittsbevölkerung (5%). Die Letalität lag bei 3,2%, war also etwas höher als die der Durchschnittsbevölkerung in Deutschland (2,09%). Rheumatologen müssen ihre Aussage von Anfang der Pandemie, dass Rheumapatienten kein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 hätten, angesichts dieser Daten zurücknehmen.

Falsches Verständnis von "mildem" COVID-19 hemmt dessen Bekämpfung: Warum wir eine präzisere Symptomerfassung benötigen
Wenn alle Symptome länger als einen Monat andauern und zu einer Beeinträchtigung der üblichen Aktivitäten führen, ist es unvernünftig, von einem "milden" Fall zu sprechen. Dieses falsche Verständnis von "mild" ist nicht ideal für Strategien zur Prävention während der Pandemie. (...) Als Ärztin für Public Health und Epidemiologie bin ich der festen Überzeugung, dass wir jetzt die "Genesung" von COVID-19 klar definieren und messen müssen. Nur auf diese Weise können wir die nicht-tödlichen Folgen für die Gesundheit quantifizieren und die langfristigen Auswirkungen des Virus monitoren. Diese Definition muss differenzierter sein als nur die Entlassung aus dem Krankenhaus oder ein negativer Test auf das Virus. Sie muss Symptomdauer, Änderungen, die Gesamtfunktionalität und die Lebensqualität im Vergleich zum Zeitpunkt vor der Infektion berücksichtigen. https://deutsch.medscape.com
Kommentar: Das gleiche Problem gibt es bei chronisch-aktiver Lupuserkrankung und vielen anderen Krankheiten. Nicht-akute Verläufe werden von Ärzten nicht ernst genommen... Man kann nur hoffen, dass SARS Cov-2 zu einem Umdenken in der Medizin führt...
Ein 14-jähriger Portugiese ist am Sonntag an den Folgen einer Covid-19-Infizierung gestorben.
Der verstorbene 14-Jährige war laut Medienberichten bereits vorerkrankt. Er litt an Psoriasis - auch Schuppenflechte genannt - einer Autoimmunkrankheit, die sich vor allem als entzündliche Hautkrankheit manifestiert, darüber hinaus aber auch andere Organe beschädigen kann. https://www.wort.lu

Entspannte Stimmung: Übertrieben oder angebracht?
Corona: Aufgrund dieser Autoimmunkrankheit müsse er "höllisch aufpassen". Und das nicht erst seit der Gefahr durch den Corona-Virus. Eher auf Abstand zu den Mitmenschen bleiben oder besonders sorgfältig die Hände zu waschen, dass gehört für ihn schon seit langem zum Alltag. Bericht über einen Patienten mit Morbus Wegener. https://www.wn.de

Welchen Verlauf nimmt COVID-19 bei Patienten mit Multipler Sklerose? https://idw-online.de

Neurologische Patienten sollten ihre Immuntherapie nicht aus Angst vor dem Coronavirus absetzen! https://idw-online.de/

Autoimmunphänomene: Was uns SLE über COVID-19 verrät https://www.aerzteblatt.de
Autoimmunität kann durch eine Vielzahl von Faktoren ausgelöst werden, indem das Immunsystem überstimuliert wird. Es ist lange bekannt, dass Viren ein wesentlicher Bestandteil derjenigen Umweltfaktoren sind, die zur Produktion von Autoimmunantikörpern sowie zu Autoimmunerkrankungen beitragen können. Das Epstein-Barr-Virus (EBV), das Cytomegalievirus (CMV) und das humane Immundefizienzvirus (HIV) sind alles Viren, für die die Fähigkeit der Induktion einer Autoantiköperbildung und Autoimmunität hinlänglich nachgewiesen wurde.
Dies ist jetzt in ähnlicher Weise zur Induktion von Autoantikörpern und Autoimmunerkrankungen bei an COVID-19 Erkrankten in zahlreichen Publikationen beschrieben worden.
Zum anderen lässt sich bei COVID-19 auch eine B-Zell-Aktivierung beobachten, die derjenigen bei systemischem Lupus erythematodes (SLE) stark ähnelt. Das Ausmaß dieser Aktivierung korreliert dabei mit der Schwere der Erkrankung, was nahelegt, dass es die Immunreaktion ist und nicht die Virusinfektion als solche, die COVID-19 ausmacht. (...)
Ob im Übrigen die Ähnlichkeit der Autoimmunreaktionen nach Infektion mit dem Coronavirus und nach Impfung gegen das Virus auf einen möglichen gemeinsamen Pathomechanismus hindeutet oder zufällig ist, kann derzeit nicht abschließend beantwortet werden. Wahrscheinlich ist aber, dass das Spike-Protein von SARS-CoV-2, auf dem auch die Impfstoffe basieren, aufgrund von molekularer Mimikry vergleichbar zu den Mechanismen bei Vorliegen einer Infektion mit SARS-CoV-2 "Verwechslungen" im Immunsystem begünstigt.
Kommentar: Die bisherigen Forschungserkenntnisse über die Assoziation von Anti-COVID-Impfungen und Autoimmunität haben meine persönliche Selbsteinschätzung und mein Vorgehen im Umgang mit dem Lupusschub nach den beiden Biontech-Impfungen in 2021 zu 100 Prozent bestätigt. Insofern hat man quasi durch die "Wissenschaft" im Rahmen der COVID-Pandemie eine Rückmeldung bekommen, dass man als Patientin, die das alles live erlebt hat, im Umgang mit seiner Krankheit richtig liegt. Anzumerken ist, dass ich als Lupuspatientin den Umgang mit neuen, komplexen Beschwerden jahrzehntelang gewohnt bin und von den Hausärzten im MVZ und dem Urologieprofessor im Rahmen des Impfschubs ein ausschließlich wissenschaftlich-rationales Vorgehen mit einer offenen Suchhaltung ohne jegliches Anzweifeln oder Bagatellisieren von Beschwerden erlebt habe.
Dorothea Maxin

Unter Quarantäne
Ein Mann musste wegen des positiven SARS Cov-2-Tests bei seinem Sohn 14 Tage in Quarantäne. Getestet wurde er selber nicht, entwickelte jedoch Krankheitssymptome. Acht Tage nach Ende der Quarantäne ist ein PCR-Test positiv. https://www.echo-online.de
Kommentar: Das Beispiel zeigt, dass die Dauer der positiven Rachenabstriche (PCR-Tests) bei einer SARS Cov-2-Infektion zur Zeit noch nicht genau bekannt ist. Auch mehr als zwei Wochen später können noch positive Testergebnisse auftreten. Die Person ist dann möglicherweise noch infektiös. Das zeigt eine Studie aus Wuhan über vier Ärzte im Alter von 30 bis 36 Jahren, die bis zu 32 Tagen nach Auftreten der ersten Symptome noch PCR-positiv waren, vgl. Lan L. et al. Positive RT-PCR Test Results in Patients Recovered From COVID-19. JAMA Apr 2020.

17.7.2020, Leipziger Virologe berichtet von Corona-Zweitinfektionen https://www.mdr.de/wissen/corona-leipziger-virologe-beobachtet-zweitinfektion-100.html

SARS-CoV-2: Bei abwehrgeschwächten Patienten verändert sich das Virus schneller https://www.aerzteblatt.de
Ein über 70-jähriger Mann [wurde] behandelt, der an COVID-19 erkrankt war. Der Patient litt an einem MALT-Lymphom ("Mucosa Associated Lymphoid Tissue"), das zuvor mit Vincristin, Prednisolon, Cyclophosphamid und Rituximab behandelt worden war.
Kommentar: SARS-Cov-2-Mutationen können in abwehrgeschwächten Patienten entstehen, die mit Medikamenten behandelt werden, wie sie auch in der Rheumatologie vorkommen.

Kasus: Patientin war über 11 Monate mit SARS-CoV-2 infiziert
Britische Forscher hatten im Februar den Fall eines 70-jährigen Mannes vorgestellt, der über 102 Tage mit SARS-CoV-2 infiziert war, bevor er an COVID-19 starb. Die Abwehrschwäche wurde auf ein MALT-Lymphom ("Mucosa Associated Lymphoid Tissue?) zurückgeführt sowie auf eine Behandlung mit Rituximab, das die antikörperproduzierenden B-Zellen beseitigt. Im Verlauf der Monate war es zu Veränderungen im Genom von SARS-CoV-2 gekommen. Jetzt berichtet ein Team um Elodie Ghedin von den National Instituts of Health in Bethesda/Maryland über eine Patientin in den 40ern, die über fast ein ganzes Jahr mit SARS-CoV-2 infiziert war. Die Frau, zu deren Vorerkrankungen ein Typ-2-Diabetes gehörte, war 3 Jahre zuvor an einem diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom erkrankt. Sie hatte mehrere Therapien erhalten, darunter eine T-Zell-Therapie, die gegen das CC19-Antigen von B-Zellen gerichtet war. Die Behandlung hatte nicht nur die Krebszellen sondern auch die antikörperproduzierenden B-Zellen eliminiert. Die Patientin konnte keine Antikörper-Abwehr gegen das Virus aufbauen (auch der Antikörpertest blieb später negativ). https://www.aerzteblatt.de

Neuerkrankung nach Covid-19: Auch bei Erwachsenen kann sich in seltenen Fällen Typ-1-Diabetes neu entwickeln https://www.nd-aktuell.de

COVID-19: Reinfektionen können Sterberisiko wieder erhöhen https://www.aerzteblatt.de
Kommentar: Das Risiko für Organbeteiligungen und Folgeerkrankungen stieg mit jeder weiteren Infektion. Es traten Probleme an den Lungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, gastrointestinale Störungen, Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus, Muskel-Skelett-Erkrankungen, hämatologische Störungen, psychische Störungen, neurologische Erkrankungen und Fatigue auf. Der Impfstatus hatte keinen Einfluss auf das Komplikationsrisiko. Es zeigt sich immer wieder, Chinas Null-Covid-Strategie schützt die Menschen und das Leben am besten. Dafür können auch "Lieferschwierigkeiten" in Kauf genommen werden.

Long COVID:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Long Covid https://www.longcovid-info.de/

Long Covid als Autoimmunerkrankung https://www.wienerzeitung.at
Kommentar: Untersucht wurden 106 Personen, die zwischen August 2020 und September 2021 an Covid-19 erkrankt waren. Hinzu kamen 22 gesunde Probanden und 34 Personen, die an einer anderen Infektion der Atemwege gelitten hatten. Die Teilnehmenden wurden nach drei, sechs und zwölf Monaten eingehend befragt. Ihm Blut wurden Autoantikörper bestimmt. Das Ergebnis: 80 Prozent der untersuchten Covid-19-Patienten wiesen drei und sechs Monate nach der Erkrankung zwei oder mehr solcher Antikörper im Blut auf. Gefunden wurden unter anderem U1snRNP- und SS-B/La-Antikörper. Erst nach einem Jahr ging dieser Anteil auf 41 Prozent zurück. In den beiden Kontrollgruppen gab es hingegen kaum bis keine Hinweise auf eine derartige Immunreaktion. Die kanadischen Wissenschafter gehen davon aus, dass Autoantikörper, wie sie bei zumindest 30 Prozent der Patienten nach Covid-19 festgestellt wurden, zu einer chronischen Entzündungsreaktion mit Erschöpfungszuständen und Problemen mit den Atemwegen führen können.

Long-COVID: Viele Patienten weisen lange zirkulierendes Spike-Protein auf https://deutsch.medscape.com
Die Forscher hatten Plasmaproben von Patienten (n = 63) analysiert, um zirkulierende virale Antigene und Entzündungsmarker zu quantifizieren. Sie fanden bei der Mehrheit der Patienten bis zu 12 Monate nach der Diagnose SARS-CoV-2-Spike-Antigen, was auf ein aktives, persistierendes SARS-CoV-2-Virusreservoir hindeutet. (...) Das unterstützt die These, dass bei Long-COVID der Körper das Virus nicht komplett vernichten kann.

Long Covid: Die heilende Impfung https://www.doccheck.com/de

Long COVID's Link to Suicide: Scientists Warn of Hidden Crisis https://www.medscape.com

Prävention:

Impfstoffe:

In der EU zugelassene COVID-19-Impfstoffe (Stand 4.2.22):

Comirnaty® Produktinformation (mRNA-basierter COVID-19-Impfstoff mit Nanopartikeln, der Firma Biontech/Pfizer) https://www.ema.europa.eu
Aufklärungsbogen COVID-19-mRNA-Impfungen des RKI https://www.rki.de

Janssen® Produktinformation (vektorbasierter COVID-19-Impfstoff der Firma Johnson & Johnson) https://www.basg.gv.at

Nuvaxovid® Produktinformation (proteinbasierter Impfstoff mit Nanopartikeln, der Firma Novavax) https://www.ema.europa.eu

Spikevax® BProduktinformation (mRNA-basierter COVID-19-Impfstoff mit Nanopartikeln, der Firma Moderna) https://www.ema.europa.eu

Vaxzevria® Produktinformation (vektorbasierter COVID-19-Impfstoff der Firma AstraZeneca) https://www.ema.europa.eu

Viertimpfung: Bewohner von Pflegeheimen scheinen davon zu profitieren https://deutsch.medscape.com
Kommentar: Wiederholte COVID-Impfungen scheinen auch einen gewissen Schutz vor Infektionen zu bieten.

Deutschland: Gesetz zur Stärkung der Impfprävention gegen COVID-19 und zur Änderung weiterer Vorschriften im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie vom 10.12.2021 https://www.bgbl.de

US-Experten: Biontech- und Moderna-Impfstoffe sollten J&J vorgezogen werden
Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat empfohlen, die Coronaimpfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna dem Vakzin von Johnson & Johnson vorzuziehen. Im Vergleich zu den mRNA-Impfstoffe von Moderna und Biontech sei der Impfstoff von Johnson & Johnson weniger wirksam und berge höhere Ge­sundheitsrisiken, erklärte die CDC-Expertin Sara Oliver Ende vergangener Woche https://www.aerzteblatt.de.

J&J-Impfstoff: EMA prüft Daten für Boosterimpfung https://www.aerzteblatt.de

Grünes Licht für EU-Vertrag mit Impfstoff-Hersteller Valneva
Die Europäische Union kann bis zu 60 Millionen Dosen eines möglichen Corona-Impfstoffs des französische Unternehmens Valneva kaufen. Die EU-Kommission billigte formell einen Vertrag über 27 Millionen Dosen im kommenden Jahr. Weitere 33 Millionen Dosen können auf Wunsch 2023 gekauft werden (...). Valneva rechnet eigenen Angaben nach damit, dass die Auslieferung im April 2022 beginnen kann.
Voraussetzung sei die Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA. Man erwarte, dass die Behörde in Kürze mit dem schnellen Prüfverfahren beginnen werde. Der Vertrag sieht (...) auch vor, dass der Impfstoff an neue Varianten des Coronavirus angepasst werden kann. Der Impfstoff von Valneva ist laut EU-Kommission ein Impfstoff mit inaktivierten Viren. Es handele sich "um eine klassische, seit 60 bis 70 Jahren eingesetzte Impfstofftechnologie mit bewährten Verfahren und sehr hoher Sicherheit". (...) Es sei der derzeit einzige Impfstoffkandidat gegen Covid-19 auf Basis inaktivierter Viren, der derzeit in Europa in klinischen Studien getestet werde. https://www.tagesschau.de
Kommentar: Warum wird nur so wenig bestellt? Die Nachfrage wird vermutlich riesig sein.
a Anmerkung 8.9.22: Das bestätigte sich nicht.

Valneva: Neuer Corona-Impfstoff könnte bald kommen https://www.morgenpost.de/

Novavax: EMA macht Weg frei, EU-Kommission erteilt Zulassung https://www.aerzteblatt.de

Der Impfstoff Nuvaxovid (Novavax) zur Impfung gegen Corona https://www.gesundheitsinformation.de

Heterologe COVID-19-Impfung mit mehr vorübergehenden Nebenwirkungen assoziiert https://www.aerzteblatt.de

Russischer Impfstoff Sputnik V: möglicherweise Produktion in Deutschland https://www.journalonko.de

COVID-19: Komplikation VITT tritt auch nach Impfung mit Sputnik V auf https://www.aerzteblatt.de

Corona-Impfstoffproduktion in Marburger BioNTech-Werk ab Februar 2021
Das Mainzer Unternehmen BioNTech darf in seinem neuen Werk in Marburg den Corona-Impfstoff herstellen; das zuständige Regierungspräsidium Gießen habe die Produktion des Mittels in der Anlage in der mittelhessischen Stadt genehmigt, teilte die hessische Landesregierung am Freitag in Wiesbaden mit. BioNTech kündigte an, dass es wie geplant beim Produktionsbeginn im Februar bleibe. Dem Unternehmen zufolge vergehen zwischen der Herstellung und Freigabe des kontrollierten Vakzins dann üblicherweise etwa 4 Wochen. https://www.journalmed.de/

SARS-CoV-2: Konjugatimpfstoff aus Kuba erzielt hohe Schutzwirkung https://www.aerzteblatt.de
Kommentar: Die Frage ist, warum China und inzwischen auch Kuba, Indien und Iran mit herkömmlichen, preisgünstigen Totimpfstoffen so gut durch die Pandemie kommen, während die westliche Welt auf kurzwirksame, nebenwirkungsreiche und teure Impfstoffe wie mRNA und Vektor setzten? Wenn herkömmliche COVID-19-Totimpfstoffe eine vergleichbare Schutzwirkung, ein besseres Risikoprofil mit weniger Nebenwirkungen und eine nur einen Monat längere Schutzwirkung haben sollten als mRNA- und Vektorimpfstoffe, dann wäre das das Aus für diese neuartigen Impfstoffklassen. Wäre es nicht besser, mehr konventionelle COVID-19-Totimpfstoffe zuzulassen, um auf diese Möglichkeit besser gewappnet zu sein?

Hausarztpraxis Dr. Christian Kröner und Kolleginnen: Alles Wichtige zum Corona-Impfstoff von Biontech https://www.facebook.com

Medienbeiträge mit Prof. Dr. Andreas Radbruch, Leiter des Deutschen Rheumaforschungszentrums, zu Corona https://www.drfz.de

Auch Geimpfte können SARS-CoV-2 im Haushalt weitergeben https://www.aerzteblatt.de
Kommentar: Die Studie zeigt, dass die derzeit in Europa vorhandenen Covid-Impfstoffe nicht vor Infektion und Weitergabe, sondern nur zum Teil vor einem schwerem Verlauf schützen. Der Impfschutz lässt schon in den ersten drei Monaten nach der Zweitimpfung deutlich nach. Um sich vor einer Infektion zu schützen, hilft nur die AHA+L-Regel.

Antikörpertests reichen für digitales COVID-19-Zertifikat vorerst nicht aus - aber das könnte sich ändern https://www.aerzteblatt.de
Kommentar: Überprüfung des Impfschutzes nach Covid-19-Impfung:
Derzeit (Stand 28.6.21) übernehmen die gesetzlichen Krankenversicherungen noch nicht die Kosten für die Bestimmung der Covid-19-IgG-Antikörper. Es gibt schlichtweg keine Abrechnungsziffer. Da momentan sehr viele Menschen daran interessiert sind, zu erfahren, ob ihr Körper nach erfolgter Impfung gegen Covid-19 einen Immunschutz aufgebaut hat, würde das vermutlich sehr viele Kosten verursachen. Das heißt, die Patienten müssen die Untersuchung selber bezahlen. Wenn es bei Risikomitarbeitern um die Frage der Rückkehr an den Arbeitsplatz geht, könnte vielleicht der Arbeitgeber wegen der Frage der Kostenübernahme angesprochen werden. Wichtig: Es gibt verschiedene Tests zur Überprüfung der Covid-19-Immunität. Der SARS-CoV-2-Nukleocapsid-Antikörper-Test überprüft eine durchgemachte Infektion. Die Ergebnisse sind positiv oder negativ, ein positives Testergebnis ist äquivalent zum positiven PCR-Test, meldepflichtig. Mit dem Covid-19-IgG-Antikörpertest wird 2 bis 4 Wochen nach der Impfung der Impferfolg überprüft. Die Ergebnisse können sich im Hunderter- oder Tausenderbereich bewegen. Wenn keine oder zu niedrige Antikörpertiter aufgebaut werden, wird gegenwärtig eine erneute Blutuntersuchung beispielsweise zehn Wochen nach der Zweitimpfung empfohlen. Falls dann immer noch kein Immunschutz vorhanden ist, wird über eine Drittimpfung mit einem anderen Impfstoff als bisher diskutiert.

Schwerwiegendes Problem bei Entwicklung von Corona-Impfstoff https://www.wiwo.de
Kommentar: Diese Hypothese könnte:
a. die zunehmende Häufung von schweren Krankheitsverläufen von SARS-Cov-2-Infektionen bei steigenden Prävalenzzahlen, z. B. in Italien oder Spanien, erklären. Wenn bei der Erstinfektion mit SARS-Cov-2 manchmal infektionsverstärkende Antikörper gebildet werden, führen diese bei einer Zweit- oder Drittinfektion mit dem gleich Virus zu einem schwereren Krankheitsverlauf.
b. Aber auch das Ansteigen schwerer Verläufe mit zunehmendem Alter könnte damit erklärt werden, da die Menschen mit steigendem Alter mit höherer Wahrscheinlichkeit schon einmal mit Coronaviren in Kontakt gekommen sind.
Wenn sich das bestätigt, wäre das ein weiteres Argument dafür, den Shutdown möglichst spät zu beenden, um die Erkrankungszahlen in der Bevölkerung möglichst niedrig zu halten, damit Erkrankte sich nicht so oft begegnen und erneut infizieren.

WHO: Programme mit Auffrischimpfungen für alle verlängern Pandemie https://www.aerzteblatt.de

Coronaimpfung verzögert laut US-Studie die Periode bei Frauen leicht https://www.aerzteblatt.de

Chemiker zu Impfstoff: "Woher kommt der Grauton?"
Vier Chemie-Professoren haben eine Fragenliste an BionTech-Gründer Sahin geschickt. Sie sind besorgt über mögliche Qualitätsmängel des Impfstoffs. https://www.berliner-zeitung.de

Brauchen wir einen Omikron-Impfstoff? Warum Experten auch ohne ihn einen Ausweg aus der Pandemie sehen https://deutsch.medscape.com

Wieviele Booster brauchen wir? Das sagen Immunologen zu den Wirkungen einer dritten, vierten und fünften Impfung gegen COVID-19 https://deutsch.medscape.com
Prof. Dr. Andreas Radbruch, Wissenschaftlicher Direktor, Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin (DRFZ) (...):
Auch er sieht einer "Sättigung" des immunologischen Gedächtnisses. Werde der Impfstoff (wiederholt) systemisch verabreicht, wie die COVID-19-Impfstoffe, fangen die Antikörper das Antigen ab, bevor es eine erneute Immunreaktion auslösen könne. Das sehe man bereits nach der vierten Impfung mit Moderna- oder BioNTech-Impfstoffen.
"Es kann also vorhergesagt werden, dass viele Jüngere auf die vierte Impfung gar nicht mehr ansprechen und die meisten dann bei der fünften Impfung nicht mehr ansprechen. Dabei dürfte es egal sein, ob der Impfstoff an Omikron angepasst ist oder nicht, wenn man die Ergebnisse der vergleichenden Immunisierung von Affen auf den Menschen übertragen kann. Es bleibt die Frage, was man mit dem vierten Schuss erreichen will." Der Schutz vor schwerer Erkrankung und Tod (Eigenschutz) sei bereits nach der zweiten Impfung bei 90 und nach der dritten bei 94 Prozent, langfristig und auch gegen Omikron gegeben.
"Aus immunologischer Sicht wäre es verantwortungsbewusst, die ,Non-Responder' der Risikogruppen serologisch zu erfassen und sie passiv prophylaktisch zu schützen - mit Antikörperpräparaten."
Die neutralisierenden Antikörper des Bluts als Korrelat für Immunität zu diskutieren, sei allerdings wissenschaftlicher Unfug, betont Radbruch. "Weder korrelieren sie mit dem Schutz vor schwerer Erkrankung, das machen alle spezifischen Antikörper, egal ob sie neutralisieren oder nicht, und auch die spezifischen Immunzellen, die Virus-infizierte Zellen erkennen und abtöten, noch korrelieren sie mit dem Schutz vor Ansteckung, den dazu müssten sie erstmal auf die Schleimhäute kommen."
Wiederholte nutzlose ,blinde' Booster habe dagegen mehrere Risiken, selbst wenn das Antikörper-produzierende adaptive Immunsystem gar nicht mehr anspringe. Das angeborene Immunsystem aus Fresszellen und Granulozyten werde ,trainiert' und reagiere - bei 80% der Geimpften mit lokalen Nebenwirkungen und 40% mit systemischen Nebenwirkungen.
Nicht auszuschließen sei zudem auch, dass das Immunsystem bei einzelnen Geimpften gegen andere Komponenten des Impfstoffs als das kodierte Spike-Protein reagiere, dass also Unverträglichkeiten für zukünftige Impfungen mit ähnlich aufgebauten Impfstoffen entstünden.
"Zu prüfen wäre auch, ob nicht doch auch Autoimmunerkrankungen entstehen könnten. Erste Hinweise gibt es darauf, dass eine starke Immunität gegen eine bestimmte Variante des Virus das Immunsystem so prägt, dass es schlecht gegen eine neue Variante reagiert, die nennt man Oirinalantigen-Sünde (Original Antigenic Sin)."

COVID-19: Myokarditis nach Impfung könnte vorübergehende Autoimmunreaktion sein https://www.aerzteblatt.de

Covid-19-Impfung: Neue, hautschädigende Nebenwirkung betrifft insbesondere ältere Menschen https://www.gentside.de
Kommentar: Es trat eine Autoimmunreaktion, das bullöse Pemphigoid, auf. Alle betroffenen Patienten hatten zwei Dosen CoronaVac, ein Totimpfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac, erhalten. Die Latenzzeit bis zum Ausbruch der Hautreaktion betrug zwischen einer Woche und eineinhalb Monaten. Die Patienten wurden immunsuppressiv behandelt.

COVID-Impfstoff: Experten berichten über seltene Autoimmun-Nebenwirkung
Vor einem Monat erhielt sie einen BNT162b2 mRNA-Impfstoff von Pfizer/BioNTech. (...) Antinukleäre Antikörper und Antikörper gegen glatte Muskulatur waren positiv und Immunglobulin G war deutlich erhöht. Die Leberbiopsie ergab histopathologische Befunde, die auf eine Autoimmunhepatitis (AIH) hindeuteten. https://www.gentside.de

Langer Weg: Entschädigung nach Corona-Schutzimpfung
Impfschäden nach einer Corona-Impfung sind selten, aber es gibt sie. Wir haben Menschen getroffen, die wahrscheinlich einen Impfschaden erlitten haben. Der Weg zur Anerkennung und einer Entschädigung ist nicht leicht. MDR-Fernsehbericht https://www.mdr.de/

Völlig unzeitgemäß! Warum die Corona-App für Ärzte ein Flop war - und wie unser Datenschutz auch sonst die Medizin behindert https://deutsch.medscape.com

Covid-Schutzimpfungen bei Risikogruppen:

Mitteilung der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut Beschluss der STIKO zur 12. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung - STIKO-Empfehlung zur COVID-19-Impfung https://www.rki.de
Kommentar: Detaillierte Empfehlungen zur Auffrischimpfung bei bestimmten Berufs- und Risikogruppen. Empfohlen werden für eine Drittimpfung nur mRNA-Impfstoffe. Wer sie vermeiden will oder aufgrund von Impfkomplikationen vermeiden muss, ist auf die zukünftigen Totimpfstoffe angewiesen, die demnächst (Novavax) und ab April (Valneva) kommen sollen. Über die Marktzulassung des Impfstoffes von Sinovac ist noch nichts bekannt.

Ausführungsbestimmungen zur COVID-19-Impfpflicht in Österreich ab 5. Februar 2022 https://www.msges.at

Österreich: Etliche Ausnahmen zur Impfpflicht https://orf.at
Zur Impfpflicht gegen das Coronavirus wird es zahlreiche Ausnahmen geben. Das sieht eine der APA vorliegende Verordnung des Gesundheitsministeriums vom Sonntag vor, die Details zum am Samstag in Kraft getretenen Impfpflichtgesetz regelt.
(...) Nicht der Impfpflicht unterliegen etwa Schwangere oder Personen, die durch die Impfung in ihrer Gesundheit gefährdet werden könnten - etwa Allergiker mit einer Überempfindlichkeit gegen einzelne Inhaltsstoffe bzw. Menschen mit einem akuten Schub einer inflammatorischen oder Autoimmunerkrankung. Ebenfalls ausgenommen sind an dem Coronavirus oder einer anderen akuten schweren fieberhaften Erkrankung oder Infektion Leidende, multimorbide Personen sowie Personen, die schwere Impfnebenwirkungen aufwiesen. (...) Eine weitere Ausnahmegruppe betrifft Menschen, bei denen keine ausreichende Immunantwort zu erwarten ist - etwa nach Knochenmark-, Stammzellen- oder Organtransplantationen, bei einer andauernden Kortisontherapie, bei Immunsuppression oder anderen Therapien mit bestimmten Medikamenten.
Kommentar: Ähnliche Regelungen zur Umsetzung der Impfpflicht wird es vermutlich auch in Deutschland geben. Erstaunlich, dass diese Ausführungsbestimmungen erst einen Tag nach Inkraftteten des Impfpflichtgesetzes veröffentlich wurdeb.

Rebecca Hasseli: COVID-19 und rheumatische Erkrankungen - bisherige Erkenntnisse der Pandemie. Deutsche Medizinische Wochenschrift (DMW) 23(2021), S. 1564-67
"Abstract: Alle in Deutschland zur Verfügung stehenden Impfstoffe gegen COVID-19 weisen bisher ein sehr gutes Sicherheitsprofil sowie kein relevant erhöhtes Risiko für Krankheitsschübe auf.
Bis zum 11. September 2021 nahmen 1842 Personen an dem Impfregister teil, 80 % waren weiblich und das Alter lag im Median bei 54 Jahren (18-104 Jahre). Mehrheitlich gaben die Personen an, an einer rheumatoiden Arthritis (RA, 50 %) zu leiden, gefolgt von Psoriasisarthritis (16 %), axialer Spondyloarthritis (11 %), systemischem Lupus erythematodes (SLE, 9 %) oder Sjögren-Syndrom (6 %). Eine Zunahme der Krankheitsaktivität wurde bei 15 % der Personen berichtet, (...). Erfreulicherweise wurden lediglich 3 Fälle von schwerwiegenden Nebenwirkungen nach Erstimpfungen erfasst:
Ponsinfarkt bei einem RA-Patienten ohne Immunmodulation,
Thrombose bei einem RA-Patienten unter Therapie mit Sulfasalazin,
Thrombose bei einem Patienten mit SLE ohne Immunmodulation.
Nichtsdestotrotz werden in Fachkreisen Einzelfälle von schweren ERE-Reaktivierungen oder ERE-Erstmanifestationen diskutiert."
https://www.thieme-connect.com
Übersicht: https://dgrh.de/
Kommentar: Es wurden die Meldungen an das COVID-19-Register der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie analysiert. Entgegen der Angabe im abstract, dass alle in Deutschland zur Verfügung stehenden Impfstoffe gegen COVID-19 ein sehr gutes Sicherheitsprofil sowie kein relevant erhöhtes Risiko für Krankheitsschübe aufweisen, wird im Text des Artikels angegeben, dass eine Zunahme der Krankheitsaktivität nach COVID-Impfung bei 15% der Rheumapatienten berichtet wurde. Somit stellt eine Verstärkung der Krankheitsaktivität oder ein Krankheitsschub bei Rheumapatienten eine sehr häufige Nebenwirkung nach COVID-Impfungen dar (> 10% = sehr häufig). Nicht angegeben wurde, wie hoch das Risiko der Krankheitsaktivierung nach Impfung mit welchem COVID-Impfstoff war. Abzuwarten bleibt, inwieweit das Risiko für Krankheitsschübe bei Autoimmunpatienten nach Mehrfachimpfungen gegen COVID mit den neuartigen COVID-Impfstoffen weiter ansteigt.

Studie: COVID-19-Impfstoffe auch für Menschen mit Rheuma verträglich und wirksam
Kommentar: Untersucht wurden über 5.000 Rheumapatienten, die von Februar bis Juli 2021 mit mRNA- und Vektorimpfstoffen das erste Mal gegen COVID-19 geimpft wurden. Bei 4,4 Prozent der Patienten trat nach der Erstimpfung ein Schub der Rheumaerkrankung auf, der in 0,6 Prozent der Fälle schwerwiegend war. https://idw-online.de
https://www.thieme-connect.com

Rheuma-Medikament kann Impfschutz gegen Omikron mindern
TNF-alpha-Blocker können bei chronischen Entzündungskrankheiten helfen - aber auch den Corona-Impferfolg beeinflussen. Forschende der Rheumatologie und Infektiologie am Campus Kiel zeigen, dass selbst eine dritte Impfung Patientinnen und Patienten, die diese Therapie erhalten, nicht ausreichend vor Omikron-Virusvarianten schützt. https://idw-online.de/de/news800130

Deutsche Rheuma-Liga: Impfstoffe gegen Corona: Hinweise für Rheuma-Betroffene https://www.rheuma-liga.de/

Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie zu Impfungen gegen Covid-19 https://www.covid19-rheuma.de

Lupus erythematodes: Viele Lupus-Patienten sind verunsichert wegen Corona-Impfung https://www.aerztezeitung.de

Immunsuppression: Dermatologen empfehlen SARS-CoV-2-Impfung https://www.aerzteblatt.de

SARS-CoV-2 vaccination responses in untreated, conventionally treated and anticytokine-treated patients with immune-mediated inflammatory diseases https://ard.bmj.com/
Kommentar: Die Studie untersucht die Immunantwort auf eine Impfung gegen Covid-19 mit dem mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer bei Patienten mit systemischen Autoimmunerkrankungen. Einer von zehn Patienten entwickelte keine SARS-Cov-2-IgG-Antikörper und keine neutralisierende Aktivität gegen SARS-Cov-2, während dies nur bei einem von hundert Gesunden der Fall war.

Auch ohne B-Zellen zum Impferfolg gegen COVID-19
Forscher des TWINCORE machen Menschen mit Autoimmunerkrankungen wie rheumatoider Arthritis oder multipler Sklerose Hoffnung, auch bald gegen COVID-19 geimpft werden zu können. "Die mRNA-Impfstoffe induzieren IFN-I, somit ist davon auszugehen, dass die T-Zellantwort ohne vorhandene B-Zellen entsprechend ausbleibt. Bei den vektorbasierten Impfstoffen wird kein Interferon gebildet." https://innovationorigins.com

Atteste für Impfungen: Formlose Bescheinigung ausreichend https://www.aerzteblatt.de

Coronaimpfung: Risiko von Durchbrucher­krankungen steigt mit Alter und Komorbidität https://www.aerzteblatt.de

Laborärzte empfehlen Antikörpertests vor Auffrischungs­impfungen https://www.aerzteblatt.de

Bei Rheumapatienten den COVID-19-Impfschutz überprüfen https://www.aerzteblatt.de

Rheumapraxis Heidelberg, Priv.-Doz. Dr. Bernhard Heilig et. al.: Spezialsprechstunden für Post-COVID-Syndrom und Post-Anti-COVID-Impfung-Syndrom https://www.rheumapraxis-heidelberg.de

Impfschutz bei Autoimmunerkrankungen verbessern https://idw-online.de
Kommentar: Hier wäre es sehr wichtig, Alternativen zu den oft schubauslösenden mRNA-COVID-Impfstoffen zu entwickeln.

Mögliche Folgewirkungen von Covid-Impfungen:

Europäische Arzneimittelagentur (EMA): Europäische Datenbank gemeldeter Verdachtsfälle von Arzneimittelnebenwirkungen https://www.adrreports.eu/de/index.html
Kommentar: Hier Verdachtsfälle von COVID-19-Impfnebenwirkungen selbst recherchieren.

Paul-Ehrlich-Institut (PEI): Datenbank mit Verdachtsfällen von Impfkomplikationen https://www.pei.de

Paul-Ehrlich-Institut (PEI): Sicherheitsbericht - Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen nach Impfung zum Schutz vor COVID-19 seit Beginn der Impfkampagne am 27.12.2020 bis zum 30.06.2021 https://www.pei.de

Europäische Arzneimittelagentur EMA: Neufassung der Produktinformationen COVID-19-mRNA-Impfstoffe Comirnaty® und Spikevax®: Nebenwirkung Erythema multiforme.
Eine Hautreaktion, die rote Flecken oder Stellen auf der Haut verursacht, die wie ein Ziel oder eine Zielscheibenmitte mit einer dunkelroten Mitte aussehen können, das von hellroten Ringen umgeben ist. Häufigkeit: Nicht bekannt https://www.ema.europa.eu

Ärger um Kassenaussagen zu Impfnebenwirkungen
Die Krankenkasse BBK Provita will nach einer Analyse von Versichertendaten auf erheblich höhere Zah­len bei Nebenwirkungen der Corona-Impfstoffe gekommen sein. "Unsere Analyse zeigt, dass wir es hier mit einer deutlichen Untererfassung zu tun haben" sagte BKK-Vorstand Andreas Schöfbeck der Welt. Die offiziellen Zahlen zu den unerwünschten Impfnebenwirkungen müssten "dringend plausibilisiert werden". https://www.aerzteblatt.de
Kommentar: Gut, dass die erste Krankenkasse die inzwischen unrühmliche Rolle des PEI bei der Dokumentation und Publikation von Nebenwirkungen der bisherigen COVID-Impfstoffe thematisiert.

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO): SARS-CoV-2-Schutzimpfung bei Aplastischer Anämie
In zeitlichem Zusammenhang mit Schutzimpfungen gegen SARS CoV-2 ist es in Deutschland bei einigen Patient*innen mit aplastischer Anämie (AA) zu Rezidiven gekommen. Wir weisen auf diesen Verdacht hin und bitten alle Kolleg*innen, ähnliche Verdachtsfälle unverzüglich zu melden. Bisher tauchen Aplastische Anämien und AA-Rezidive nicht in den Registern für Nebenwirkungen nach einer SARS-CoV-2-Schutzimpfung auf. Die oben beschriebenen Rezidive sind sehr ernst zu nehmen. Gleichzeitig ist im Einzelfall der Verzicht auf die Schutzimpfung gegenüber dem erhöhten Risiko der AA-Patient*innen für schwere Verläufe von COVID-19 abzuwägen. https://www.dgho.de
Kommentar: Die Veröffentlichung zeigt, wie wichtig es ist, auch ungewöhnliche mögliche Folgen von Covid-Impfungen mit mRNA-Impfstoffen zeitnah dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) zu melden. Meldung Nebenwirkungewn an das PEI hier https://www.pei.de

Windpessl, Martin et al. Der Einfluss von Immunsuppression und chronischen Nierenerkrankungen auf das Ansprechen auf COVID-19-Impfungen. Deutsche Medizinische Wochenschrift (DMW) 2021;146(19):1277-1282
Impfungen gehen mit einer Aktivierung des Immunsystems einher, was auch die berichteten Nebenwirkungen der COVID-19-Impfstoffe erklärt. Im Zuge der globalen Impfanstrengungen erscheinen nun einzelne Berichte über Erstmanifestation, Schübe oder Krankheitsrezidive über das Spektrum autoimmuner Nierenerkrankungen, die in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung stehen. Mehrere Berichte legen eine Assoziation zwischen COVID-19-Impfung und De-novo-Entwicklung sowie Rezidiven von Minimal change disease (MCD) sowie IgA-Nephropathie (hier vor allem Verschlechterung der Symptome wie Hämaturie) nahe.
https://www.thieme-connect.com

"Die Lymphozyten laufen Amok" - Pathologen untersuchen Todesfälle nach COVID-19-Impfung [mit mRNA-Impfstoffen] https://de.rt.com
Kommentar:: Ursache oder Folge? Die angesprochene Hashimoto-Thyreoiditis ist beispielsweise eine sehr häufige Autoimmunerkrankung. Es könnte sein, dass Menschen mit vorbestehenden Autoimmunkrankheiten eher zu solch überschießenden Immunreaktionen nach mRNA-Impfungen neigen. Metallteilchen erscheinen sehr unwahrscheinlich. Die Aufnahme dieses Links soll eine möglichst breite Information über denkbare Risiken von mRNA-Impfungen gewährleisten.

Sind Folgeschäden durch mRNA-Impfungen erwartbar? https://reitschuster.de
Kommentar: Dieser Artikel wurde hier verlinkt, weil die darin geschilderten Covid-Impffolgen in den konventionellen Medien zu dem Zeitpunkt der Recherche (21.10.21) noch nicht veröffentlicht worden waren. Die Auffassung, dass es ein Wagnis ist, den neuartigen mRNA-Impfstoff an Kinder und Jugendliche zu veimpfen, wird geteilt.

24.3.2021, Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ): Rote-Hand-Brief zu COVID-19 Vaccine von AstraZeneca: Risiko von Thrombozytopenie und Gerinnungsstörungen
Sehr selten wurde nach Impfung mit dem COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca eine Kombination aus Thrombose und Thrombozytopenie beobachtet, in einigen Fällen einhergehend mit Blutungen. Trotz eines möglichen Zusammenhangs überwiegen die Vorteile gegenüber den Risiken.
Angehörige der Gesundheitsberufe sollten auf Symptome einer Thromboembolie und/oder Thrombozytopenie achten. Die Geimpften sollten angewiesen werden, sofort einen Arzt aufzusuchen, wenn sie nach der Impfung Symptome wie Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Beinschwellungen oder anhaltende Bauchschmerzen entwickeln. Außerdem sollten alle Personen, die nach der Impfung neurologische Symptome aufweisen, wie starke oder anhaltende Kopfschmerzen oder verschwommenes Sehen, oder bei denen nach einigen Tagen auf der Haut Blutergüsse (Petechien) außerhalb des Verabreichungsortes der Impfung auftreten, umgehend einen Arzt aufsuchen. Die Berichte schließen Fälle ein, die sich als venöse Thrombosen in ungewöhnlichen Bereichen wie Sinusvenenthrombose, Mesenterialvenenthrombose sowie arterielle Thrombose präsentierten, bei gleichzeitiger Thrombozytopenie. Die meisten Fälle traten innerhalb der ersten 7 bis 14 Tage nach der Impfung und bei Frauen unter 55 Jahren auf. Die Produktinformationen werden aktualisiert. https://www.akdae.de/

22.4.21, Großbritannien meldet 168 Blutgerinnsel-Fälle in Zusammenhang mit AstraZeneca-Impfung
Kommentar:: Interessant: Nachdem das deutsche PEI Sinvusvenenthrombosen als Folgewirkung der Impfung mit dem Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca aufgedeckt hat, rückt Großbritannien mit den eigenen Zahlen heraus.

26.4.21, Rote-Hand-Brief zu COVID-19 Vaccine Janssen Injektionssuspension: Zusammenhang zwischen Impfstoff und dem Auftreten von Thrombosen in Kombination mit Thrombozytopenie https://www.akdae.de

RKI: Epidemiologisches Bulletin 16/21 https://www.rki.de

Thrombosen nach COVID-19-Impfung: Theorie zur Pathogenese, Testung und Therapie https://www.aerzteblatt.de

Zusammenhang zwischen Astra­Zeneca-Impfstoff und Thrombo­zytopenie erklärt, aber Kausalität nicht bewiesen
Nach einer AZD1222-Impfung kam es bei den Betroffenen durch Autoimmun-Antikörper, die sich vor allem gegen den Plättchenfaktor 4 der Thrombozyten richtet, über eine Aktivierung an deren Fc-Rezeptor zu einer Thrombozytenaggregation. https://www.aerzteblatt.de

Camilla Canepa suffered from an autoimmune blood disease and was taking hormone therapy https://time.news
Kommentar: Vorsicht beim Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca bei Autoimmuner Thrombozytopenie (ITP)!

SARS-CoV-2: Durchbruch­infektionen bei Menschen mit Immunschwäche deutlich häufiger https://www.aerzteblatt.de

Lupus/Sjögren-Schubsymptomatik und Blasenentzündung nach Impfung mit dem SARS-CoV-2-Impfstoff Comirnaty® von Pfizer/BionTech https://www.lupus-shg.de/mRNA.htm

Seltene Fälle von PIMS und Long COVID auch nach Impfung
Die Ursachen für ein Post-Vac-Syndrom seien aktuell noch nicht klar, erklärte auch Schieffer. Häufig hätten Patienten ein bis dahin unbekanntes immunologisches Defizit, wie eine Autoimmunerkrankung oder ein genetisches Defizit, berichtete Schieffer der Hessenschau. Dazu zählten beispielsweise eine rheumatoide Arthritis, eine Psoriasis, eine Zöliakie oder bestimmte Viren, die durch die COVID-19-Infektion reaktiviert würden. https://www.aerzteblatt.de

Meldebogen für Impfkomplikationen an das PEI hier https://www.akdae.de ODER hier https://www.pei.de.

Für Impfkomplikationen, die über das übliche Ausmaß von kurzfristigen Impfreaktionen hinausgehen, besteht außerdem nach §6 Abs. 1, Nr. 3 IfSG eine namentliche Meldepflicht an das örtliche Gesundheitsamt. Meldebogen hier https://www.gesundheitsamt-dadi.de.

Verhaltensmaßnahmen:

AHA+L = weiterhin wichtigste Maßnahme: Vorsehen !

AHA+L im Arbeitsschutzgesetz verankert https://www.bmas.de

Oktoberfestchef rät vulnerablen Gruppen vom Wiesnbesuch ab https://www.aerzteblatt.de

Masken:

Coronavirus-Schutzmasken-Verordnung (SchutzmV) https://www.bundesgesundheitsministerium.de
Kommentar: Leider wurden Immunschwächen und Autoimmunerkrankungen, ebenso wie Bluthochdruck und chronische Lebererkankungen aus dem Kreis der Anspruchsberechtigten herausgestrichen und Niereninsuffizienz auf ≥ 4 begrenzt. Diese waren im Referentenentwurf enthalten. Lupus- und Kollagenosebetroffene unter 60 Jahren müssen sich ihre FFP-2-Masken weiterhin selber kaufen.

Stellungnahme des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Empfehlung zur Definition der COVID-19-Risikogruppen für eine Abgabe von FFP2-Masken gegen eine geringe Eigenbeteiligung https://www.g-ba.de

Hinweise des BfArM zur Verwendung von Mund-Nasen-Bedeckungen, medizinischen Gesichtsmasken sowie partikelfiltrierenden Halbmasken (FFP-Masken) https://www.bfarm.de

29.4.20, TU Darmstadt: Mehrfach eingesetzte FFP2-Schutzmasken für Klinikpersonal sind sicher
Die von Krankenhaus-Personal und Rettungskräften getragenen Atemschutzmasken vom Typ FFP-2 können bedenkenlos mehrfach benutzt werden und erfüllen weiterhin strenge Hygiene-Standards, wenn sie zuvor bei 121°C zwanzig Minuten lang sterilisiert werden. Dies haben Analysen der TU Darmstadt für das Alice-Hospital Darmstadt ergeben. Die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales veröffentlichte Empfehlung, die FFP-2-Masken bei 65 bis 70° C trockener Hitze auszusetzen, um das SARS-CoV-2-Virus abzutöten, erschien dem Krankenhaus nicht ausreichend, da die Masken im Krankenhausbetrieb auch mit multiresistenten Keimen oder Sporen kontaminiert sein können, die erst bei weit höheren Temperaturen absterben. Die Ergebnisse können dazu beitragen, den Versorgungsengpass bei FFP-2-Masken zu entspannen. https://idw-online.de
https://www.aerzteblatt.de

Covid-19: ECDC veröffentlicht Empfehlungen zum Umgang mit Kontaktpersonen https://www.aerzteblatt.de

Abstand halten: Neues Video der Bauhaus-Universität Weimar verdeutlicht, wie sich Atemluft ausbreitet https://idw-online.de

Video zeigt, wie Masken Viren beim Sprechen zurückhalten https://www.aerzteblatt.de

Wie SARS-CoV-2 in einem Restaurant übertragen wurde https://www.aerzteblatt.de/

SARS-CoV-2-Infektion über die Luft nicht auszuschließen https://www.aerzteblatt.de

Wuhan: SARS-CoV-2 in der Luft von Umkleidekabine und Patiententoilette nachweisbar https://www.aerzteblatt.de

Modellrechnung: Wind trägt ausgehustete Coronaviren weiter als gedacht https://www.aerzteblatt.de

Robert-Koch-Institut empfiehlt Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum https://www.aerzteblatt.de

Medizinprodukte: Hinweise des BfArM zu verschiedenen Masken: Verwendung von selbst hergestellten Masken (sog. Community-Masken?), medizinischem Mund-Nasen-Schutz (MNS) sowie filtrierenden Halbmasken (FFP2 und FFP3) im Zusammenhang mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2/Covid-19) https://www.schleswig-holstein.de

Chirurgische Gesichtsmasken halten Coronaviren zurück https://www.aerzteblatt.de

Wölfel Masken, Alsbach an der Bergstraße: Wir nähen waschbare Mund-Nasenmasken
Hinweis: "Alltagsmasken". Öffnungszeiten Mo-Do 10.00-12.00 Uhr, ab einer Bestellung von 5 Masken werde diese auch zugesandt (59,- incl. Mwst zzgl. Porto, gegen Vorauskasse) https://www.woelfelco.de/

Deutsche Maskenhersteller klagen über ausbleibende Aufträge https://www.aerzteblatt.de
Kommentar: Das ist ehrlich nicht zu fassen, ein Skandal. Hier sollte die Politik schnellstmöglich Abhilfe schaffen, auch wenn deutsche Masken ein paar Cent teurer sind. Es sind unsere Steuergelder und es reduziert die Abhängigkeit von chinesischen Masken, hat die Politik die Notlage schon vergessen?

Fallbericht zu Lupus-Hauterscheinungen auf dem Nasenrücken nach Tragen von Schutzmasken: Bei einem Lupuspatienten traten nach längerem Tragen von Schutzmasken auf dem Nasenrücken Hautveränderungen auf, die der Lupuserkrankung zugeordnet wurden. Dass durch Reibung und Druck bei entsprechend disponierten Personen Lupuserscheinungen induziert werden können, ist in der Medizin seit langem bekannt. Wichtig beim Tragen von Schutzmasken in der COVID-Pandemie: die Schutzmasken U-förmig über dem Nasenrücken zurechtbiegen, sodass Scheuern und Druck vermieden werden. Dorothea Maxin, Darmstadt

Schutzvisiere:

Gesichtsvisiere Made in Germany
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Ein Schutzvisier zum Selberbauen     Ein Schutzvisier zum Selberbauen     Ein Schutzvisier zum Selberbauen     Ein Schutzvisier zum Selberbauen

Ein Schutzvisier zum Selberbauen

Ausgangsmaterial:
Ein Stück durchsichtiges PVC aus dem Baumarkt oder eine stabile Overheadfolie
ein Stück biegbares Aluminium aus dem Baumarkt,
zwei Schrauben, zwei Muttern und zwei Unterlegscheiben,
etwas Schaumstoff, z. B. von Verpackungsmaterial,
etwas doppelseitiges Klebeband (oder Kunststoffkleber),
evtl. etwas Aluminiumklebeband,
eine spitze Schere.
1. Das PVC oder die Overheadfolie mit der Schere auf die Größe von etwa 18 x 30 cm zuschneiden.
2. Das Aluminium mit der Schere auf etwa 4 x 35 cm zuschneiden.
3. In das PVC/Overheadfolie mit der Schere an den Seiten Löcher bohren.
4. In das Aluminium seitlich ebenfalls Löcher bohren - die Position der Löcher entsprechend des Kopfumfangs wählen.
5. Das Aluminium mit den Schrauben, der Unterlegscheibe und den Muttern am PVC/Overheadfolie befestigen.
6. Das Schaumstoffstück auf etwa ca. 15 x 2,5 x 1,5 cm zuschneiden, und
7. mit dem doppelseitigen Klebeband oder Kunststoffkleber vorne innen am Visier befestigen.
8. Den Schaumstoff evtl. mit dem Aluminiumklebeband abdecken - der Schaumstoff kann so besser nach dem Tragen des Visiers abgewischt oder desinifziert werden.
Hinweis: SARS Cov-2 kann über Tröpfcheninfektion, evtl. auch Aerosole in der Luft über die Augen oder den Mund/Nasenraum übertragen werden. Gesichtsvisiere schützen schützen im Vergleich zu Mund-Nasenmasken auch die Augen des Trägers und das Gegenüber vor ausgeatmeten oder ausgehusteten Partikeln des Trägers. Sie können über einer Mund-Nasenmaske getragen werden.

Desinfektion:

27.3.20, Merck verarbeitet Alkohol von Henkell-Freixenet
Schaumweinhersteller Henkell-Freixenet spendet rund 50.000 Liter Alkohol, den Merck in extra umfunktionierten Anlagen zu Desinfektionsmittel verarbeitet. https://www.echo-online.de

Studie: Coronavirus kann unter Laborbedingungen bis zu 28 Tage auf Oberflächen überleben https://www.aerzteblatt.de

Luftreiniger:

SARS-CoV-2: Luftreiniger beseitigen 90 % der Aerosole in Schulklassen https://www.aerzteblatt.de

Politische Diskussion...:

25.3.20, Bundesärztekammerpräsident Dr. Klaus Reinhardt: "Wir brauchen kreative Lösungen"
Zur Debatte über die Beschaffung von Schutzausrüstung für medizinisches Personal in Kliniken und Praxen erklärt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt: "Die Ausstattung von Ärzten, Praxismitarbeitern und Pflegepersonal mit Schutzausrüstung gegen eine Corona-Infektion ist unzureichend. Wie dramatisch sich die Lage vor Ort darstellt, haben wir dem Bundesminister für Gesundheit detailliert dargelegt. Alle Beteiligten sind sich der Situation bewusst und gleichzeitig einig darin, dass diese Notlage nicht vorhersehbar war. Es ist gut, dass sich neben dem Bundesministerium für Gesundheit auch die Länder, die Ärzte und die Krankenhäuser um die Beschaffung von Schutzausrüstung kümmern. Das bleibt vor allem angesichts der stark angespannten weltweiten Marktsituation, insbesondere für Atemschutzmasken, eine Gemeinschaftsaufgabe. Vor diesem Hintergrund begrüßen und unterstützen wir ausdrücklich die Bemühungen des Bundesgesundheitsministers, Fertigungskapazitäten für diese Produkte in Deutschland aufzubauen. Dafür setzen wir auf das Engagement und auf kreative Lösungen von Wirtschaftsunternehmen aus den verschiedensten Branchen. Ob Automobilzulieferer oder Textilunternehmen - alle sind aufgerufen, wenn irgend möglich ihre Fertigung umzustellen und in die Produktion von Schutzausrüstung einzusteigen. Gleiches gilt für die Fertigung von Beatmungsgeräten für unsere Intensivstationen." https://www.bundesaerztekammer.de

21.12.20, Corona-Appell: Hunderte Wissenschaftler: "Lockert nicht zu früh, sonst verspielt ihr den Erfolg!" https://www.t-online.de
Wissenschaftler fordern niedrige Fallzahlen als gemeinsames Ziel für Europa https://www.aerzteblatt.de
Kommentar: Endlich ein vernünftiges Konzept zur Bewältigung der Corona-Pandemie. Warum kommen die freien westlichen Länder auf die Nullstrategie erst ein Dreivierteljahr später als China?

13.12.20, Strengere Corona-Maßnahmen

Weihnachten! Was hätte Jesus dazu gesagt?

Aktuell wir viel über das kommende Weihnachtsfest gesprochen. Wie man es feiert, mit wem und wie vielen Teilnehmern man es verbringt... Ich denke, Jesus hätte gesagt, er feiert dieses Jahr seinen Geburtstag alleine. Denn er würde ja nicht wollen, dass sich seinetwegen Menschen mit einer schlimmen Krankheit anstecken. Das wird im Einzelfall nicht passieren, aber in der Statistik in einer großen Menge. Er hätte wahrscheinlich seine Lieben der Reihe nach angerufen oder geskyped und sich eine Stunde lang mit jedem unterhalten. Dann hätte er alleine oder im kleinen Kreis mit den Menschen, mit denen er sowieso zusammenwohnt, Abendgegessen und dann ein bisschen ferngesehen, ein Buch gelesen, zum Fenster heraus mit den Nachbarn Weihnachtslieder gesungen oder oder oder... Und das praktisch völlig risikofrei. Die Besuche hätte er vielleicht in einem halben Jahr, wenn die Pandemie hoffentlich ihren Schrecken verliert, nachgeholt. Ich bin mir sicher, dass zu jedem, der dieses Jahr alleine oder im kleinsten Kreis Weihnachten feiert, der heilige Geist vorbeischaut und es für diese Menschen zu einem entspannten und erfüllten Weihnachtsfest wird. Weil die Spannung abfällt und Energien für etwas Neues freigesetzt werden. Hier fehlt mir auch ein klares Wort der christlichen Kirchen. Überlegen Sie mal!
13.12.20, Ein Kommentar von Dorothea Maxin

Präventive Therapie:

Bund will Anspruch auf monoklonale Antikörper regeln
Die Bundesregierung will einen Versorgungsanspruch auf verschreibungspflichtige Arzneimittel mit monoklonalen Antikörpern zur präventiven Anwendung vor COVID-19 schaffen. https://www.aerzteblatt.de

Präventive Therapie bei SARS Cov-2 (Beobachtungen)
Chloroquin/Hydroxychloroquin
Bund bestellt Antikörperkom­bination von Astrazeneca
Das Bundesministerium für Gesundheit hat bei Astrazeneca ein Kontingent von AZD7442 (Evusheld; Tixagevimab in Kombination mit Cilgavimab) bestellt. Dabei handelt es sich um eine Antikör­perkombination zur Prävention von COVID-19 bei bestimmten Personengruppen. Das Arzneimittel, das sich noch im Zulassungsverfahren bei der Europäischen Arz­nei­mittelagentur (EMA) befindet, soll nach Angaben von Astrazeneca ab Ende Februar auf ärztliche Anforderung bestell­bar sein. Die Verteilung soll zentral über vom BMG beauftragte Krankenhausapotheken erfolgen. https://www.aerzteblatt.de

Zulassung zur präventiven COVID-Therapie in der USA: Kombination von Tixagevimab und Cilgavimab (Handelsname: Evusheld)
Zugelassen für Patienten, bei denen aufgrund einer Immunschwäche keine ausreichende Wirksamkeit einer Impfung zu erwarten ist oder bei denen Kontraindikationen für eine Impfung vorliegen. Beispiel: hämatologische Malignome oder anderen Krebserkrankun­gen, Organtransplantation, hämatopoetische Stammzelltherapie, schwere angeborene Immundefekte, HIV-Infektionen, Behandlung mit immunsuppressiven Medi­ka­men­ten wie Chemotherapeutika gegen Krebs, TNF-Blocker, bestimmte biologische Wirkstoffe (z. B. Rituximab) oder hochdosierte Kortikosteroide. (...) Die Behandlung mit Evusheld erfolgt durch 2 intramuskuläre Injektionen (für jeden Antikörper separat), die alle 6 Monate wiederholt werden müssen. https://www.aerzteblatt.de

AZD7442 (Tixagevimab in Kombination mit Cilgavimab)
Zugelassen für Erwachsene und Jugendliche (12 Jahre oder älter, die mindestens 40 kg wiegen) mit einer moderaten bis schweren Immunschwäche aufgrund einer Erkrankung oder der Einnahme von immunsuppressiven Medikamenten, die keine ausreichende Immunantwort nach einer COVID-19-Impfung aufbauen können. Die Zulassung gilt auch für diejenigen, für die eine COVID-19-Impfung nicht empfohlen wird. Die Betroffenen dürfen sich nicht kürzlich infiziert oder Kontakt zu einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person gehabt haben. (...) Schätzungsweise sind in Deutschland 3,3 Millionen Menschen von einer grundsätzlichen Immundefizienz betroffen. Hierzu zählen Menschen mit Blutkrebs oder anderen Krebsarten, die mit einer Chemotherapie behandelt werden. Außerdem gehören Dialysepatient:innen und Menschen, die Medikamente nach einer Organtransplantation oder immunsuppressive Medikamente zur Behandlung von Krankheiten wie Multiple Sklerose und rheumatoide Arthritis einnehmen, dazu.
(...) AZD7442 ist eine Kombination aus 2 langwirksamen monoklonalen Antikörpern und ist die einzige in den USA zugelassene Antikörpertherapie zur COVID-19-Präexpositions-Prophylaxe. Zusätzlich ist AZD7442 die einzige Antikörpertherapie, die als intramuskuläre Dosis (150 mg Tixagevimab und 150 mg Cilgavimab) in 2 getrennten, unmittelbar aufeinander folgenden Injektionen verabreicht werden kann. [Die Behandlung muss alle 6 Monate wiederholt werden.] https://www.journalmed.de
Einmalige intravenöse Injektion mit den monoklonalen Antikörpern Casirivimab und Imdevimab der Firma Roche (Handelsname: Ronapreve) (Erläuterung siehe oben bei "Therapie")

SARS-CoV-2: Antikörper-Cocktail schützt viele Monate lang vor Infektionen
Regeneron: Die einmalige subkutane Injektion der monoklonalen Antikörper Casirivimab und Imdevimab hat die Teilnehmer (...) bis zu 8 Monate vor einer Erkrankung bewahrt https://www.aerzteblatt.de
Verordnungsweg siehe unter Therapie!
Hinweis: Gegen die Omikron-Variante nicht wirksam.
Zytokin-Hemmer

Entzündungshemmende Medikamente schützen vor COVID-19
COVID-19 führt zu einer ähnlichen überschießenden Immunreaktion in der Lunge wie Rheuma, Schuppenflechte oder Darmentzündungen in den jeweiligen betroffenen Organen. Ein Forschungsteam der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat nun in einer Studie gezeigt, dass Medikamente, die gegen diese Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden, sogenannte Zytokin-Hemmer, COVID-19-Infektionen hemmen, bevor die Viren sich im Körper ausbreiten können. https://idw-online.de
Kommentar: Die SARS-Cov-2-Erkrankung scheint Ähnlichkeiten mit Autoimmunerkrankungen aufzuweisen. Niemand der an Rheuma, Darmentzündung oder Schuppenflechte leidenden Patienten, die mit Zytokin-Hemmern behandelt wurden, entwickelte in dieser Studie Antikörper gegen das Coronavirus. Mit Zytokin-Hemmern sind Biologika wie monoklonale Antikörper (Adalimumab, Dupilumab, Infliximab, Ustekinumab, Secukinumab, Tocilizumab u. a.) gemeint. Das könnte auch den in manchen Studien beobachteten abmildernden Effekt von (Hydroxy-)Chloroquin auf den Verlauf einer SARS-Cov-2-Erkrankung erklären. (Hydroxy-)Chloroquin ist ebenfalls gegen manche Autoimmunerkrankungen, z. B. Arthritis oder Lupus, wirksam.


Creutzfeld-Jakob-Krankheit:

Creutzfeldt-Jakob-Krankheit: Prionen in der Haut nachgewiesenen https://www.aerzteblatt.de

Cyclophosphamid (Endoxan®):

"Hochdosis-Endoxantherapie. Persönlicher Erfahrungsbericht." Artikel von Gerhard Arold im "Schmetterling" Nr. 51 (Sept. 2000), S. 23-25. Erschienen auch in: mobil. Magazin der Deutschen Rheuma-Liga 26 (2000), Nr. 5, S. 18-21

Cyclophosphamid: Indikationen eingeschränkt https://www.pharmazeutische-zeitung.de
Kommentar: Die Zulassungseinschränkung für Endoxan® bei rheumatischen Erkrankungen wird mit der Verfügbarkeit neuer biologischer Therapien begründet. Es gibt bei Lupus allerdings nur Belimumab und erst seit 2022 mit Anifrolumab neue biologische Therapiemöglichkeiten. Neue wirkungsvolle Medikamente wie CellCept wurden nicht für Lupus zugelassen, weil sie nur gleich effektiv, aber nebenwirkungsärmer wie die bisherigen Arzneimittel sind. D. h., schon bei CellCept wurde den Lupus-Betroffenen durch die dann notwendigen Off-label-Anträge die medizinische Versorgung erschwert. Das Gleiche galt für Lodotra.

Endoxan ist bis heute das wirkungsvollste und beste Mittel bei Lupus. Wirkliche stabile Remissionen sind mir nur bei Lupus-Betroffenen nach Endoxan bekannt. Was bedeutet die Zulassungseinschränkung für die Lupus-Betroffenen? Werden Lupus-Betroffene mit ZNS- oder Lungenbeteiligung in Zukunft Off-label-Anträge für Endoxan stellen müssen? Welche Rheumatologen und welche Lupus-Interessensverbände haben in den Zulassungsausschüssen geschlafen?
Es gibt zur Zeit nur vier zugelassene Medikamentengruppen für den Lupus: Hydroxychloroquin (Resochin® wurde 2020 vom Markt genommen), Azathioprin, Prednison/Prednisolon und Belimumab/Anifrolumab. Mit diesen vier Medikamentengruppen resultiert für die große Mehrheit der Betroffenen mit Durchschnittslupus oftmals immer noch eine eingeschränkte Lebensplanung in Beruf und Familie mit Erwerbsminderung im jugendlichen Alter. Es ist Aufgabe der Interessensverbände, sich für eine bessere medizinische Behandelbarkeit und Versorgung von Kollagenosen und Vaskulitiserkrankungen einzusetzen.

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(Diese Seite wurde am 22.9.22 aktualisiert.)


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