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Wie kann die medizinische Versorgung von Lupuspatienten in Deutschland verbessert werden?


Grundlagenforschung
Entwicklung neuer Medikamente
Verbesserung der Dokumentation und Information von Nebenwirkungen
Patientenberatung
Öffentliches Interesse fördern
Spenden


Grundlagenforschung

Deutsche Universitäten, an denen Lupus und andere Kollagenosen erforscht werden (wird noch ergänzt)
Baden-Württemberg
Freiburg im Breisgau
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Heidelberg
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Mannheim
Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Tübingen
Eberhard Karls Universität Tübingen Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Ulm
Universität Ulm Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Bayern
Erlangen
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Rheumatologie

Uni-Klinik Erlangen: Medizinische Klinik III mit Poliklinik - Überblick über die dort durchgeführten Studien http://www.medizin3.uk-erlangen.de/e1846/index_ger.html
Immunologie

Dermatologie

München
Ludwig-Maximilians-Universität München

Rheumatologie

Immunologie

Forschungsüberblick http://immuno.web.med.uni-muenchen.de/
Dermatologie

Technische Universität München Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Regensburg
Universität Regensburg Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Würzburg
Julius-Maximilians-Universität Würzburg Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Berlin
Charité - Universitätsmedizin, Humboldt-Universität Berlin Rheumatologie

Rheumatologie - Klinische Studien http://rheumatologie.charite.de/forschung/klinische_studien/
Immunologie

Sonderforschungs­bereich zu Autoimmun­erkrankungen verlängert http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/53204
Dermatologie

Gender

Institut für Geschlechterforschung in der Medizin (GiM) http://gender.charite.de/

Hamburg
Universität Hamburg Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Hessen
Frankfurt am Main
Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Gießen
Justus-Liebig-Universität Gießen Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Marburg
Philipps-Universität Marburg Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Mecklenburg-Vorpommern
Greifswald
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Rostock
Universität Rostock Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Niedersachsen
Göttingen
Georg-August-Universität Göttingen Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Hannover
Medizinische Hochschule Hannover Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Oldenburg
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Nordrhein-Westfalen
Aachen
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Bochum
Ruhr-Universität Bochum Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Bonn
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Rheumatologie

Immunologie

Uni Bonn: Neuer Sonderforschungsbereich "Molekulare Mechanismen und chemische Modulation der lokalen Immunregulation" http://www.journalmed.de/newsview.php?id=10820

Dermatologie

Düsseldorf
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Rheumatologie

Uni-Klinik Düsseldorf - Rheumatologie: Wissenschaftliche Schwerpunkte http://rheumatologie.rheumanet.org/wissenschaft.html
Uni-Klinik Düsseldorf - Rheumatologie: Publikationen http://rheumatologie.rheumanet.org/publikationen.xml
Immunologie

Dermatologie

Essen
Universität Duisburg-Essen Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Köln
Universität zu Köln Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Münster
Westfälische Wilhelms-Universität Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Witten
Universität Witten/Herdecke Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Rheinland-Pfalz
Mainz
Johannes Gutenberg-Universität Mainz Rheumatologie

Uni-Klinik Mainz: Klinische Studien http://www.klinik.uni-mainz.de/wissenschaftler/klinische-studien.html (Studien über Lupus s. med. Kliniken)

Uni-Klinik Mainz: Forschungsdatenbank http://forschungmedizin.uni-mainz.de/ (z. B. bei "Begriff" das Stichwort "Lupus" eingeben)
Immunologie

Dermatologie

Saarland
Homburg
Universität des Saarlandes Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Sachsen
Dresden
Technische Universität Dresden Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Leipzig
Universität Leipzig Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Sachsen-Anhalt
Halle
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Magdeburg
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Schleswig-Holstein
Kiel
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Lübeck
Universität zu Lübeck Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie

Thüringen
Jena
Friedrich-Schiller-Universität Jena Rheumatologie

Immunologie

Dermatologie



Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin: Forschungsüberblick http://www.drfz.de/index.php?id=forschung



Autoimmunkrankheiten betreffen weltweit hunderte Millionen Menschen, ähnlich wie Infektionen und Krebserkrankungen. Warum werden Autoimmunkrankheiten nicht genauso intensiv erforscht?

Allianz chronischer seltener Erkrankungen ACHSE http://www.achse-online.de/

Autoimmune Inc. http://www.autoimmuneinc.com

Bundesministerium für Bildung und Forschung: Richtlinien zur Förderung von Forschungsprojekten zu seltenen Erkrankungen http://www.bmbf.de/foerderungen/11379.php

Bundesministerium für Bildung und Forschung: Seltene Erkrankungen - aber Millionen Patienten http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/131.php

Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie: Übersicht über die aktuelle Forschung http://www.dgrh.de/?id=27

Deutsche Nationalbibliothek: Übersicht über die bisher in Deutschland verfassten Dissertationen und Habilitationen http://www.d-nb.de/ (z. B. zur Suche die Stichworte "Lupus" und "Diss" eingeben)

Deutsches Netzwerk für Systemische Sklerodermie DNSS http://www.sklerodermie.info/DNSSContent/m1/k2/index.aspxx

Deutsches Register Klinischer Studien (DRKS) http://www.germanctr.de/index_de.html

ERARE http://www.e-rare.eu

Kompetenznetz Rheuma: Newsletter - Information für Patienten und Ärzte http://www.dgrh.de/knrnewsletter.html

Lupus Stiftung Deutschland http://www.lupus-stiftung.de

Neues Bündnis soll Menschen mit seltenen Erkrankungen Hoffnung geben: Von den derzeit 30 000 bekannten Krankheiten sind etwa 8000 selten - und das hat für die Betroffenen fatale Folgen. Um deren Situation zu verbessern, hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) am Montag das Nationale "Aktionsbündnis für Menschen mit Seltenen Erkrankungen" (NAMSE) ins Leben gerufen. http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/default.aspx?sid=592582

ORPHANET - Datenbank für seltene Krankheiten und seltene Medikamente http://www.orpha.net/

Orphan Europe http://www.orphan-europe.com

PubMed http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi (Überblick über die weltweite Forschung, als Stichwort z. B. "Lupus" eingeben)

Rheuma-online: Übersicht über neue Forschungsergebnisse http://www.rheuma-online.de/


Entwicklung neuer Medikamente

Bis heute ist die Ursache von Autoimmunerkrankungen wie Lupus erythematodes (LE) nicht bekannt und die Therapie bleibt oft unbefriedigend. Obgleich es eine Reihe von rheumatischen Basistherapien gibt, führt Lupus bei vielen Betroffenen zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität, in manchen Fällen auch der Lebenserwartung. Sämtliche heute in Deutschland verfügbaren für Lupus zugelassenen Medikamente stammen bis auf Belimumab aus den 1950er und 1960er Jahren (Quensyl/Resochin, Azathioprin, Cyclophosphamid). Belimumab ist ein eher schwächliches Lupus-Medikament und auch nur für eine kleine Teilgruppe von Lupus-Betroffenen ohne ZNS- und Nierenbeteiligung zugelassen. Es ist deswegen unbedingt notwendig, die Erforschung von Lupus erythematodes und die Entwicklung neuer Lupus-Medikamente zu intensivieren und zu fördern.


Pharmaunternehmen in Deutschland, die Lupus und andere Kollagenosen erforschen und Diagnoseverfahren und Medikamente für Lupus und andere Kollagenosen entwickeln (wird noch ergänzt)
Abbott
acis

Prednison
Prednisolon
Aliud Pharma
Altana
Aspen

Azathioprin
Astellas
AstraZeneca
Bayer

Chloroquinphosphat (Resochin)
Baxter

Cyclophosphamid (Endoxan)
Berlin-Chemie
Betapharm

Azathioprin
Biogen Idec
BMS
Boehringer Ingelheim
cell pharm

Mycophenolatmofetil (bei Lupus und anderen Kollagenosen off-label, d. h. nicht für Lupus und andere Kollagenosen zugelassen, die Kostenübernahme muss von Patient oder Arzt extra bei der Krankenkasse beantragt werden)
Dexcel

Ciclosporin (bei Lupus und anderen Kollagenosen off-label, d. h. nicht für Lupus und andere Kollagenosen zugelassen, die Kostenübernahme muss von Patient oder Arzt extra bei der Krankenkasse beantragt werden)
Dermapharm

Prednisolon
Dr. Falk

Azathioprin
Essex
GALENpharma

Prednison
Prednisolon
GlaxoSmithKline

"Systemischer Lupus erythematodes: Erstmals wirksames Biological" http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/37413/Systemischer_Lupus_erythematodes_Erstmals_wirksames_Biological.htm
"Eine lange Studiendauer von 52 Wochen sollte ausschließen, dass der schubförmige Verlauf und die gute Placebowirkung die Ergebnisse verwässern. (...) Am Ende kam es in der höheren Dosierung bei 57,6 Prozent und bei der niedrigeren Dosierung bei 51,7 Prozent der Patienten zu einer klinischen Verbesserung, der aber ein Therapieerfolg in 43,6 Prozent der Patienten im Placebo-Arm gegenüberstand."
Kommentar: Ein Therapieerfolg von Belimumab von 10 - 15 % im Vergleich zu Plazebo ist eher mager. Um Überlappungen mit Spontanremissionen zu vermeiden, könnten häufiger Patienten mit langsam-schleichenden Verläufen in die Studien eingeschlossen werden.
Hexal
IMMBIOMED

Studie über Lupus erythematodes http://immbiomed.de/wissenschaftliche-studien/lupus-erythematodes/
Janssen-Cilag
Jenapharm
Lilly
Lyomark

Mycophenolatmofetil (bei Lupus und anderen Kollagenosen off-label, d. h. nicht für Lupus und andere Kollagenosen zugelassen, die Kostenübernahme muss von Patient oder Arzt extra bei der Krankenkasse beantragt werden)
medac

Azathioprin
Merck
Merck Serono

Prednison (Decortin)
Prednisolon (Decortin H)
MIBE

Azathioprin
Prednisolon
MSD
Mundipharma

Prednison mit verzögerter Wirkstofffreisetzung (Lodotra) (bei Lupus und anderen Kollagenosen off-label, d. h. nicht für Lupus und andere Kollagenosen zugelassen, die Kostenübernahme muss von Patient oder Arzt extra bei der Krankenkasse beantragt werden)

Lodotra®: Erfahrungsbericht bei Lupus http://www.lupus-darmstadt.de/bericht-lodotra.htm
Novartis

Ciclosporin (Sandimmun) (bei Lupus und anderen Kollagenosen off-label, d. h. nicht für Lupus und andere Kollagenosen zugelassen, die Kostenübernahme muss von Patient oder Arzt extra bei der Krankenkasse beantragt werden)

Forschungsförderung bei Autoimmunerkrankungen: Die Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung schreibt zur Förderung der therapeutischen Forschung 2011 das Thema "Autoimmunerkrankungen mit viszeraler Organbeteiligung" aus. Gefördert werden soll eine Grundlagenforschung zum besseren Verständnis dieser Erkrankungen, die auch eine therapeutische Perspektive beinhaltet, wie die Stiftung mitteilt.
Novo Nordisk
Nycomed
Organon
Panacea Biotec

Mycophenolatmofetil (bei Lupus und anderen Kollagenosen off-label, d. h. nicht für Lupus und andere Kollagenosen zugelassen, die Kostenübernahme muss von Patient oder Arzt extra bei der Krankenkasse beantragt werden)
Pfizer
Ratiopharm

Azathioprin
Prednison
Prednisolon
Roche

Mycophenolatmofetil (CellCept) (bei Lupus und anderen Kollagenosen off-label, d. h. nicht für Lupus und andere Kollagenosen zugelassen, die Kostenübernahme muss von Patient oder Arzt extra bei der Krankenkasse beantragt werden)
Sanofi-Aventis

Hydroxychloroquinsulfat (Quensyl)
Sanofi Pasteur MSD
Schering
Schwarz Pharma
SeraDiaLogistics

Für die Entwicklung von Diagnoseverfahren werden für Blutabnahmen gegen Vergütung Lupus-Betroffene und Patienten mit anderen Kollagenosen mit hohen Antikörpertitern gesucht (z. B. ANA, ds-DNS-AK, sm-AK, RNP-AK, SS-A/Ro-AK, SS-B/La-AK, Scl-70-AK, Phospholipid-AK u.a). Nähere Informationen bei Dr. Simon Lytton, Tel. 089 642 54998, Fax 089 642 54137, Mobil: 01724911169, E-Mail: simon.lytton (at) t-online.de
Stada

Prednisolon
Takeda
TEVA

Ciclosporin (bei Lupus und anderen Kollagenosen off-label, d. h. nicht für Lupus und andere Kollagenosen zugelassen, die Kostenübernahme muss von Patient oder Arzt extra bei der Krankenkasse beantragt werden)
UCB
Wyeth


Verbesserung der Dokumentation und Information von Nebenwirkungen

Melden Sie mögliche Nebenwirkungen Ihrer Medikation an die Arzneimittelkomission der deutschen Ärzteschaft
Herbert-Lewin-Platz 1
10623 Berlin
Tel.: 030-400456-500
Fax: 030-400456-555
Internet: http://www.akdae.de.

oder an das

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte http://www.bfarm.de/cln_028/nn_424312/DE/Pharmakovigilanz/pharmakovig-inhalt.html


Patientenberatung

Entwurf einer Studie zu der Frage:

"Wie man Patienten mit unklaren Beschwerden zu einem guten Arzt verhilft."

1. Problemstellung und Stand der Forschung:

Wenn ein Patient zum Arzt geht und über Beschwerden klagt, wird der Arzt nicht in jedem Fall gleich eine zutreffende Diagnose stellen und die entsprechende Therapie einleiten. Vielmehr verstreicht bei einem Teil der Patienten ein längerer Zeitraum, bis die richtige Klassifikation für das Krankheitsbild gefunden ist. In dieser Zeit werden im Allgemeinen verschiedene Untersuchungen durchgeführt, Diagnosen gestellt und möglicherweise auch Behandlungen angeordnet, die sich später als Fehldiagnosen und Falschbehandlungen herausstellen. Für den Patienten ist diese Situation psychisch belastend und unter Umständen auch mit negativen gesundheitlichen Folgen körperlicher Art verbunden. Betroffen sind überwiegend Frauen.

Dieses Problem tritt unter anderem bei folgenden Krankheitsbildern auf:

Krankheitsbild Geschätze Anzahl der insgesamt in Deutschland von der Krankheit Betroffenen bei einer Bevölkerung von 82 Millionen und Verhältnis Frauen : Männer Zeit vom Auftreten der ersten Beschwerden bis zur Diagnosestellung (Durchschnittswert)

Antiphospholipid-Syndrom 164.000 (Olschowka, 2008)
5 : 1 (Cervera, 2008)
"Das APS wird in der medizinischen Praxis zwar immer häufiger erkannt, die Vielseitigkeit seiner klinischen Merkmale und Laborbefunde macht eine präzise Diagnose allerdings zu einer echten Herausforderung für den Arzt" (Cervera, 2008)
Autoimmunhepatitis 4.100 - 16.400 (Omary et al, 2009)
4 : 1 (Omary et al, 2009)
"Patienten mit Autoimmunhepatitis zeigen meist nur unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, eine Leistungsminderung, Übelkeit oder einen Ikterus. Auch Muskel- und Gelenkbeschwerden, Schmerzen im Bereich des rechten Oberbauches oder unklare Temperaturerhöhungen können auftreten. Einen entscheidenden klinischen Hinweis können dabei extrahepatische Symptome liefern, da eine ätiologische Assoziation mit anderen Autoimmunerkrankungen wie beispielsweise den Autoimmunthyreopathien besteht."
Colitis ulcerosa 168.000
(Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen, 2009) http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/021-009.htm
1 : 1,39 (Warstat, ohne Datumsangabe)
http://www.uni-leipzig.de/~pharm/phfn/warstat.pdf
"Lange Odyssee von Arzt zu Arzt"
(Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung, 2010) http://www.dccv.de/die-dccv/wir-ueber-uns/aufgaben-und-ziele/labyrinth-logo/
Endometriose Etwa 10 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter
(Europäische Endometriose-Liga, 2010) http://www.endometriose-liga.eu/%C3%BCber-endometriose
"Häufig erfolgt die Diagnose erst nach einer sehr langen Leidensgeschichte" (Europäische Endometriose-Liga, 2010) http://www.endometriose-liga.eu/diagnose
Fibromyalgie Ca. 1 - 2 Prozent der Bevölkerung
4-6 : 1
(AWMF-Leitlinie Fibromyalgiesyndrom, 2008)
"Langjährige Odyssee von Arzt zu Arzt"
(Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e. V., 2003)
Hashimoto-Thyreoiditis Etwa 4-10 Prozent der Bevölkerung. Die Hashimoto-Thyreoiditis gilt als häufigste Autoimmunkrankheit des Menschen (Brakebusch, 2004)
5-10 : 1 (LMU, Klinikleitfaden Endokrinologie, ohne Datumsangabe)
"Häufig vergeht längere Zeit, bis die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis festgestellt wird" (Brakebusch, 2004)
Lichen sclerosus 13.700 - 27.400 (Fischer, 2007)
5-7 : 1 (Fischer, 2007)
http://www.springermedizin.at/fachbereiche-a-z/a-h/dermatologie/?full=8497
"LS beginnt oft schleichend in jungen Jahren und wird bei Frauen nach der Menopause dann oft schon als fortgeschrittene Erkrankung klinisch diagnostiziert" (Fischer, 2007)
http://www.springermedizin.at/fachbereiche-a-z/a-h/dermatologie/?full=8497
Lupus erythematodes Systemischer Lupus: ca. 32.000 (Peter und Pichler, 1996)
Systemischer Lupus: 9 : 1 (Rieder, 2008)
Systemischer Lupus: Reproduktionsalter 15 : 1 (Rieder, 2008)
Systemischer Lupus: Ein Drittel der Patienten: zeitnahe Diagnose, zwei Drittel der Patienten: 5 Jahre (Sönnichsen und Apostoloff, 1992)
Morbus Basedow 1 - 6 Prozent der Bevölkerung (Brakebusch, 2002)
7-9 : 1 (Brakebusch, 2002)
"Unerfreulich lange Leidenswege" (Pfannenstiel, 1995)
Morbus Bechterew 0,2 - 1,4 Prozent der Bevölkerung (Rudwaleit/Sieper, 2004)
1 : 1 (Rautenstrauch, 2002) http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=31069
http://www.bechterew.de/fileadmin/DVMB_BV/pdf-dateien/mbj/mbj100/100rudwaleit.pdf
Männer 8,4 Jahre, bei Frauen 9,8 Jahre (Rudwaleit/Sieper, 2004) http://www.bechterew.de/fileadmin/DVMB_BV/pdf-dateien/mbj/mbj100/100rudwaleit.pdf
Morbus Crohn 98.400 - 164.000 (Hoffmann et al, 2008)
1,12 : 1 (Warstat, ohne Datumsangabe)
http://www.uni-leipzig.de/~pharm/phfn/warstat.pdf
"Lange Odyssee von Arzt zu Arzt"
(Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung, 2010) http://www.dccv.de/die-dccv/wir-ueber-uns/aufgaben-und-ziele/labyrinth-logo/
Morbus Cushing 800 - 3.200 (Harsch, 2009)
http://www.medizin1.uk-erlangen.de/e113/e191/e5946/e5949/ e6245/e6544/inhalt6546/3.HauptVorlInnMed09_01_15_kurz_ger.pdf
4 : 1 (Rothmund, 2007)
"Beim Morbus Cushing beläuft sich nach wie vor die mittlere Zeit bis zur Diagnosestellung auf 5 Jahre" (Reincke, 2001)
http://www.glandula-online.de/cms/cms/upload/PDF/Glandula/glandula13.pdf
Multiple Sklerose 130.000 (DMSG, 2010)
2 : 1 (DMSG, 2010)
http://www.dmsg.de/multiple-sklerose-infos/index.php?w3pid=ms
"Lange" (Burnfield, 1988)
Myasthenia gravis 8.000 - 11.200 (Schumm, 2005)
Frauen etwas häufiger betroffen als Männer (Schumm, 2005) a>
"Oft über Jahre Fehldeutung" (Schumm, 2005)
Nierenerkrankungen 70.000 Dialysepflichtige (Frei/Schober-Halstenberg, 2008)
Neutransplantierte: 2/3 Männer, 1/3 Frauen (Frei/Schober-Halstenberg, 2008)
http://www.bundesverband-niere.de/files/QuaSi-Niere-Bericht_2006-2007.pdf
Chronisch Nierenkranke zu erkennen, die ein erhöhtes Risiko für einen fortschreitenden Nierenfunktionsverlust bis zur Nierenersatztherapie-pflichtigkeit haben, ist von besonderer klinischer Bedeutung. Die verspätete Überweisung zum Nephrologen geht bei diesen Patienten mit einer erheblich verschlechterten Prognose und höheren Kosten für das Gesundheitswesen einher (Orth/Hallan, 2010)
Perniziöse Anämie 106.600 - 164.000 (Krauth, 2009)
Etwas mehr Frauen als Männer betroffen (Krauth, 2009)
http://www.meduniwien.ac.at/msi/biosim/metmed/HaematologieOnko.pdf
"Häufige, wahrscheinlich unterdiagnostizierte Erkrankung" (Meier u. a., 2007)
Primäre biliäre Zirrhose (PBC) 20.500 - 34.440 (LMU Klinikleitfaden Hepatologie, ohne Datumsangabe)
9 : 1 (LMU Klinikleitfaden Hepatologie, ohne Datumsangabe)
http://www.meduniwien.ac.at/msi/biosim/metmed/HaematologieOnko.pdf
Nach Patientenberichten bis 10 Jahre http://www.biowellmed.de/patientenbericht-245.html
Psoriasis-Arthritis 400.000 (Walia, 2010)
1 : 1 (Walia, 2010)
Bis vor einigen Jahren wurde in den Lehrbüchern der Dermatologie und Rheumatologie die Inzidenz der Psoriasis-Arthritis noch mit 5–10% angegeben. Basierend auf zahlreichen aktuelleren Untersuchungen und klinischen Studien liegt sie mit 20–35% jedoch weitaus höher. Demnach wurde die Psoriasis-Arthritis in der Vergangenheit deutlich unterdiagnostiziert (Weisenseel/Prinz, 2010)
Sjögren-Syndrom Primäres Sjögren-Syndrom: Bei einer Inzidenz von 3,9/100.000 (Plesivcnik Novljan et al, 2004) ca. 30.000-40.000 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/ PMC1755064/pdf/v063p00874.pdf,
Sekundäres Sjögren-Syndrom: häufiger
9 : 1 (Rieder, 2008)
Reproduktionsalter: 19 : 1 (Rieder, 2008)
Primäres Sjögren-Syndrom: Wahrscheinlich mehrere Jahre bis Jahrzehnte, da die Diagnose oft erst mit > 50 Jahren gestellt wird, die Erkrankung aber wahrscheinlich im Alter von ca. 20 bis 30 Jahren ausbricht. Das sekundäre Sjögren-Syndrom wird im Zusammenhang mit der Diagnose der Grunderkrankung vermutlich früher erkannt.
Sprue/Zöliakie 1 Prozent der Bevölkerung (Ledochowski, 2010)
2-3 : 1 (Ledochowski, 2010)
Trotz verbesserter Diagnostik und größerem Verständnis für das Krankheitsbild wird die Diagnose häufig erst Jahre nach dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen gestellt
(Dt. Zöliakie-Gesellschaft e. V.)
http://www.dzg-online.de/zoeliakie--sprue-beim-erwachsenen.379.0.html
Vaskulitiden Nach vorsichtigen Schätzungen über 40.000
(schriftl. Mitteilung von E. Reinhold-Keller)
Je nach Vaskulitisform unterschiedliche Häufigkeit bei Frauen und Männern (Minar, 2009) http://vaskulitis-syndrome.universimed.com/
"Manchmal auch Jahre" (Reinhold-Keller, 2005)


Untersuchungen zeigen immer wieder, dass etwa zehn Prozent der medizinischen Diagnosen Fehldiagnosen sind (Kirch, 1992; Schafii, 1993). Diese Zahl hat trotz verbesserter diagnostischer Möglichkeiten in den vergangenen Jahrzehnten nicht abgenommen, denn "jedes Zeitalter hat (...) seine eigenen neuen Krankheiten, die zumindest initial häufig nicht erkannt werden (z. B. die Borreliose)" (Schafii, 1993, S. 3). Geht man von einer Dunkelziffer von fünf Prozent aus, so ergeben sich alleine bei den Autoimmunerkrankungen (zusammengenommen etwa 4 Millionen Betroffene in Deutschland [Steinmann, 1995]) etwa 200.000 nicht- oder falschdiagnostizierte und hilfesuchende Erkrankte (Maxin, 2000 [1]). Die amerikanische Lupus-Betroffene Pitzele schreibt: "Vermutlich gibt es in unserem Land ebenso viele Leute mit undiagnostizierten wie mit diagnostizierten Krankheiten" (Pitzele, 1993, S. 42). Rheumatiker warten immer noch zu lange auf eine Diagnose und eine innovative Therapie http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/skelett_und_weichteilkrankheiten/rheuma/default.aspx?sid=598606

Ein gemeinsames Charakteristikum der genannten (Autoimmun-)Erkrankungen ist, dass sie oftmals langsam-schleichend und mit unspezifischen Beschwerden beginnen. Daraus können sich Hinweise auf mögliche Ursachen für fehlerhafte Klassifikationen ergeben, die im diagnostischen Urteilsprozess liegen. Häufig sind psychosomatische und psychiatrische Fehldiagnosen (Swedo und Leonhard, 1998, Maxin, 2000 [1]). Mit der verspäteten Diagnose und Nicht- oder Falschbehandlungen sind erhebliche Kosten für das Gesundheitswesen verbunden. Genaue Untersuchungen darüber sind mir nicht bekannt. Aus einer Perspektive, die das Erleben des Patienten mit einbezieht, habe ich diese Situation als "Krankheitsodyssee" beschrieben (Maxin, 2000 [1]):
"Eine Krankheitsodyssee ist gekennzeichnet durch eine Krankheit, eine oder mehrere Fehldiagnosen und Falschbehandlungen sowie das erfolglose Bemühen der Betroffenen, bei medizinischen Stellen Hilfe zu bekommen" (Maxin, 2000 [1], S. 158).

2. Gegenstand der Untersuchung:

Teil I: Analyse der Faktoren, die zum Entstehen von Krankheitsodysseen führen,
Teil II: Entwicklung und Evaluation eines Beratungskonzepts für Patienten mit unklaren Beschwerden mit dem Ziel, die Krankheitsodyssee zu beenden.

3. Deskriptive Analyse und Arbeitsplan:

Ein Problem ist zum Beispiel, die Zielgruppe zu erreichen. An wen - außer den Arzt - wendet sich der undiagnostizierte Patient? Patientenberatungsstellen sind selten und in der Bevölkerung relativ unbekannt. Angestrebt werden sollte eine Zusammenarbeit mit Patientenberatungsstellen, Selbsthilfegruppen, Krankenkassen und Ärzten.

4. Auswertungsmethoden:

Als mögliche Verzerrungsfaktoren können zum Beispiel verschiedene systematische Fehler bei der Auswahl der Studienteilnehmer auftreten. Möglicherweise melden sich vorwiegend Betroffene mit besonders dramatischen Krankengeschichten (Selbstselektion). Oder es beteiligen sich besonders aufgeklärte oder engagierte Patienten, was sich aus der schwierigen Erreichbarkeit der Zielgruppe der "Odysseepatienten" ergibt. Diese Effekte sollten nach Möglichkeit kontrolliert werden.
Bei den teilnehmenden Arztpraxen könnte eine Auswahl besonders kooperativer Ärzte stattfinden. Um dies zu vermeiden, ist anzustreben, die Arztpraxen zufällig auszuwählen. Das könnte zum Beispiel über eine Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung im Rahmen der Qualitätssicherung geschehen. Allerdings sind auch durch einen Aushang im Wartezimmer in zufällig ausgewählten Arztpraxen Rückwirkungen auf das diagnostische Vorgehen des Arztes zu erwarten.
Weiterhin können Ausfälle bei den Studienteilnehmern aufgrund von Erkrankung (Teil I und II) oder Diagnosestellung (Teil II) vorkommen.

4. Literatur:

AWMF-Leitlinie Fibromyalgiesyndrom, 2008 http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/041-004l.htm
Brakebusch, L.; Heufelder, A.: Leben mit Morbus Basedow. München: Zuckschwerdt, 2002
Brakebusch, L.; Heufelder, A.: Leben mit Hashimoto-Thyreoiditis. München: Zuckschwerdt, 2004
Burnfield, A.: Multiple Sklerose: ein Erfahrungsbericht. Stuttgart: Fischer, 1988
Cervera, R.: Klinische Manifestationen des Antiphospholipidsyndroms. In: Elia-Journal 2/2008, S. 3 - 11 http://www.bernhard-layout.de/G18_Journal1Pha.pdf
Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen (Hg.): Diagnostik und Therapie der Colitis ulcerosa. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 021/009, 2009 http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/021-009.htm
Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung DCCV e. V., 2010 http://www.dccv.de/die-dccv/wir-ueber-uns/aufgaben-und-ziele/labyrinth-logo/
Deutsche Myasthenie-Gesellschaft e. V.: Die "Onassis-Krankheit" Myasthenia Gravis - Was ist das? (Informationsblatt ohne Datumsangabe)
Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e. V. (Hg.): Fibromyalgie (GTM) - das andere Rheuma: Ein Leitfaden für Patienten mit Weichteilrheuma. Bonn, 2003, http://www.rheuma-liga.de/uploads/3/BroschFibromyalgie.pdf
Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e. V.: Das Krankheitsbild im Erwachsenenalter, http://www.dzg-online.de/zoeliakie--sprue-beim-erwachsenen.379.0.html
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Öffentliches Interesse fördern

Schreiben Sie eine E-Mail an das Bundesgesundheitsministerium http://www.bmg.bund.de, in der Sie auf die Notwendigkeit der stärkeren Erforschung der Krankheit Lupus erythematodes hinweisen.

Die EU hat eine Verordnung zur Förderung der Erforschung seltener Krankheiten (sogenannter "Orphan drugs") erlassen (Verordnung Nr. 141/2000 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16.12.1999 über Arzneimittel für seltene Leiden, Amtsblatt Nr. L 018 vom 22.1.2000, S. 0001 - 0005): http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2000:018:0001:0005:DE:PDF.

Schreiben Sie eine E-Mail an die Europäische Kommission, in der Sie nachdrücklich die Erforschung der Krankheit Lupus erythematodes und die Entwicklung besserer Therapien einfordern: E-Mail: http://ec.europa.eu/europedirect/index_de.htm.


Warum ist Lupus in Deutschland so unbekannt? Im amerikanischen Fernsehen kommen immer wieder Lupuspatientinnen vor, z. B. in Fernsehserien, in Deutschland kaum. Auch unsere Medien können dazu beitragen, die Krankheit Lupus erythematodes hierzulande bekannter zu machen.


Spenden

Möchten Sie zur Erforschung von Lupus beitragen? Folgende Internetadressen können Ihnen helfen, geeignete Projekte zu finden:

Helpdirect http://www.helpdirect.org/

Lupus Stiftung Deutschland http://www.lupus-stiftung.de

Kinder-Rheumastiftung http://www.kinder-rheumastiftung.de/

Stiftung Darmerkrankungen vergibt Stipendien an Colitis ulcerosa-Betroffene: Im Jahr 2009 vergibt die Stiftung im Rahmen des Programms „Lernen fürs Leben auch mit Colitis ulcerosa“ zehn Stipendien jeweils in Höhe von bis zu 10.000 Euro an von Colitis ulcerosa – chronischer Dickdarmentzündung – betroffene Menschen zwischen 18 und 40 Jahren. Das Förderprogramm richtet sich an junge Menschen, die trotz der krankheitsbedingten Einschränkungen einer Ausbildung, eines Studiums, einer Weiterbildung oder einer Umschulung in allen Fachrichtungen nachgehen wollen. http://www.journalmed.de:80/newsview.php?id=24768
Wäre so etwas für den Lupus nicht auch eine gute Idee?

Wilhelm-Sander-Stiftung http://www.sanst.de/cms/front_content.php




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Hier finden Sie Erläuterungen medizinischer Fachbegriffe:

Hessenweb - Medizinisches Wörterbuch http://www.hessenweb.de/index.php?id=lexikon

Kompetenznetz Rheuma - Rheumalexikon http://www.rheumanet.org/content/m4/k1/k11/index.aspxx




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